Beziehungstipps: Die 10 größten Irrtümer über die Liebe

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Foto: Shutterstock/Surkov Vladimir

Was in einer Beziehung wirklich zählt

Wir haben die zehn gängigsten Beziehungsmythen mal genauer angeschaut - und dabei herausgefunden: Es ist alles ganz anders. Entspannter, offener, voller Möglichkeiten. Und tatsächlich doch einfach. Einfach Liebe.

1. Sieht man sich nur selten, leidet die Beziehung darunter

Da ist viel Wahres dran. Paare, die nicht zusammenleben, trennen sich schneller als die, die sich jeden Abend im gemeinsamen Schlafzimmer "Gute Nacht" sagen , so die Statistik. Studien zeigen aber auch: Um miteinander glücklich zu sein, muss man nicht ständig aufeinanderhocken - aber all diese nahen Momente sollten beiden Spaß bringen.

2. Nur wer sich selbst liebt, kann geliebt werden

Die wenigsten finden sich selbst uneingeschränkt toll. Aber viele haben trotzdem jemanden gefunden, der sie liebt . Der mehr sieht als das Mängelexemplar, das man meint zu sein. Dieser Mensch kriegt mit seiner Liebe oft sogar genau das hin: dass man sich wohler fühlt in seiner Haut. Und merkt: So schlecht kann ich gar nicht sein.

3. Wer den anderen oft überrascht, hält die Liebe lebendig

Man liest diese Beziehungstipps immer wieder in Paar-Ratgebern: Machen Sie aus Ihrem Alltag mal ein Abenteuer, um die Liebe neu zu entfachen - überraschen Sie Ihren Schatz in erotischer Unterwäsche. Aber das kann auch ganz schön danebengehen. Außerdem fühlt es sich meist für die Beteiligten ein wenig seltsam an, sich und sein Leben plötzlich zu "verkleiden". Wobei: Können beide am Ende gemeinsam über das Dessous-Desaster lachen, wird es womöglich doch noch ein toller Abend. Ohne Klamotten, aber mit viel Spaß.

4. Wenn man jemanden liebt, stellt man keine Bedingungen

Ein echter Irrtum über die Liebe! Eigentlich geht es ja schon mit der Treue los : Wir erwarten, dass unser Partner nur uns liebt, Punkt. Bedingung Nummer zwei, und jetzt sind wir mal ganz ehrlich mit uns selbst: Man will in einer Beziehung nicht nur geben, sondern auch nehmen. Kommt nie was vom anderen, sind wir enttäuscht - und das zu Recht. Man könnte das Spiel ewig so weiterspielen, die Message wäre immer die gleiche: Selbstlos sein, keine Ansprüche an die Beziehung stellen - das kriegt keiner von uns hin.

5. Das siebte Jahr ist in einer Beziehung das verflixte

Nein, das vierte Jahr! Da hat man sich sexuell schon so aneinander gewöhnt , dass die körpereigene Euphorie-Droge Dopamin im Gehirn kaum noch produziert wird. Ergebnis: Der Blick auf den anderen wird glasklar, die Leidenschaft rast auf den Tiefstpunkt zu. Als Gegenmittel raten Psychologen zur Affäre - mit dem Partner. Zum Sich-mal-wieder-Verabreden, Nur-auf-den-anderen-Konzentrieren, Gemeinsam-Abtauchen.

6. Schon am ersten Abend Sex? Da wird nichts Ernstes draus!

Welch ein Beziehungsirrtum! Egal, ob man gleich die Bettlaken zerwühlt oder sich Zeit damit lässt: Will man eine ernsthafte Beziehung, ist beides gleich erfolgsversprechend. US-Soziologe Anthony Paik hat 642 Liierte befragt und herausgefunden, dass nicht "die Art des Kennenlernens über die spätere Beziehungsqualität entscheidet, sondern der Typ Mensch". Wird also aus dem One-Night-Stand nichts, lag's nicht am Sex - sondern am Mann .

7. Wer früh heiratet, bereut diesen Schritt schneller

So nicht richtig. Zwar heiraten die Deutschen immer später, ewige Liebe bedeutet das für uns aber nicht. Denn: Wer spät heiratet, bleibt zwar in der Regel auch länger zusammen. Glücklicher und ausgeglichener sind aber Paare, die im Alter zwischen 22 und 25 "Ja" zueinander sagen, verriet eine Studie der University of Texas.

8. Wer nicht "Tut mir leid" sagen kann, ist kein guter Partner

Im Gegenteil. Ein "Entschuldigung" ist nach einem Streit sogar das Letzte, was man von dem Menschen, den man liebt, hören will. Das fand US-Psychologieprofessor Keith Sandford von der Baylor University heraus. Laut seiner Studie wirkt ein "Sorry" auf die meisten nur wie ein "Aus-Schalter für einen Konflikt" - also wie eine billige Lösung, auf die man gut verzichten kann. Was man im Streitfall aber will: dass der andere sein Verhalten ändert, weniger aggressiv ist, sich mehr kümmert. Der Liebe wegen.

9. Als Partner suchen wir uns jemanden, der uns ähnelt

Stimmt nur halb. Klar, sympathisch finden wir erst mal jemanden, der so viel wie möglich mit uns teilt. Das haben diverse Studien bewiesen: Die Herkunft, Werte, die Familien-Konstellation, was ihm im Leben wichtig ist, das spielt eine große Rolle. Geht es aber um unser Wesen, macht uns vor allem jemand glücklich, der uns auch ergänzt. Am besten hält man nach einem Partner Ausschau, der unsere Eigenarten zu schätzen weiß - weil sie ihm das geben, was ihm fehlt.

10. In einer Beziehung ohne Sex leidet die Liebe auf Dauer

Stimmt so nicht. Klar, einander körperlich nah zu sein, ist für die Liebe essenziell. Aber Berührungen gehören ja nicht nur zum Sex. Auch bei beiläufigen Zärtlichkeiten schaltet der ganze Körper um auf das wohlige Wir-Gefühl. Kurz gesagt: Sex als Kick für die Liebe ist überbewertet.

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