Bildungsurlaub: So überzeugen Sie Ihren Chef

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Lebenslanges Lernen ist das Zauberwort im Berufsleben. Das Gute: Weiterbildung steht jedem Arbeitnehmer zu

Wer sich weiterbilden möchte, muss nicht zwangsläufig seine Urlaubstage opfern, sondern kann offiziell Bildungsurlaub beantragen.

Bildungsurlaub ist eine tolle Sache: Sie tun was für sich – und bekommen dafür zusätzliche freie Tage. Die Chance sollten Sie nutzen!

 

Was heißt "Bildungsurlaub" genau?

 

Bildungsurlaub heißt, Sie werden fünf Tage pro Jahr von der Arbeit freigestellt, um ein von Ihnen selbst ausgesuchtes Fortbildungsseminar zu besuchen.

 

Habe ich Anspruch auf Bildungsurlaub?

 

Jedes Bundesland hat eine eigene Gesetzgebung. Nur für Baden-Württemberger, Bayern, Sachsen und Thüringer gibt es keine entsprechende gesetzliche Regelung. Hier müssen Sie Ihren Arbeitgeber direkt fragen, ob er kulant ist und Ihnen den Bildungsurlaub gewährt.

 

Was wird angeboten?

 

Damit der Arbeitgeber die Weiterbildung genehmigt, muss das Seminar von der zuständigen Landesbehörde als Bildungsurlaub anerkannt worden sein. Das können beispielsweise Kurse in Rhetorik, EDV oder Stressmanagement sein. Mehr Infos erhalten Sie unter folgender Adresse: www.arbeitundleben.de .

 

Wer zahlt die Gebühren?

 

Die Kosten müssen Sie selbst tragen, können diese aber von der Steuer absetzen. Der Chef bezahlt den Lohn weiter. Erkundigen Sie sich auch, ob Sie eine Bildungsprämie beantragen können. Das ist bei einem Einkommen bis 20 000 Euro möglich. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.bildungspraemie.info .

 

Wie stelle ich den Antrag auf Bildungsurlaub?

 

Sie müssen den Bildungsurlaub spätestens sechs Wochen vor Beginn beantragen. Ein Formular bekommen Sie vom Veranstalter. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Chef: Erklären Sie, dass diese Weiterbildung einen Vorteil für die Qualität Ihrer Arbeit hat.

Text: Wirtschaftsjournalistin Nicole Basel

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