Birkenstock zahlt Frauen einen Euro weniger Stundenlohn

birkenstock stundenlohn
Birkenstock zahlte Frauen jahrelang weniger als Männern
Foto: Getty Images

Diskriminierungsskandal bei Birkenstock: Jahrelang haben Frauen bei dem Schuhhersteller rund einen Euro Stundenlohn weniger als Männer bekommen. Seit 2012 wurden diese Unterschiede zwar ausgeglichen, aber eine Klage einer Mitarbeiterin brachte diese Zustände nun ans Licht.

Gerade das saubere Image des Gesundheits-Schuhherstellers Birkenstock hat einen Kratzer bekommen. In Zeiten der Frauenquote hat der Konzern den weiblichen Mitarbeitern jahrelang weniger gezahlt als Männern. In bestimmten Fällen verdienten Frauen rund 8,72 Euro pro Stunde. Männer in vergleichbaren Positionen bekamen 9,86 Euro.

Birkenstock bezeichnet die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen als "Altlasten" der vor 2013 arbeitenden Geschäftsführung. Das neue Management distanziere sich deutlich von den unterschiedlichen Gehältern. Inzwischen sei das Lohnniveau ausgeglichen.

Die jahrelange Diskriminierung könnte für Birkenstock noch teuer werden. Etwa 100 Klagen sind derzeit vor dem Arbeitsgericht in Koblenz. Dem Konzern drohen hohe Entschädigungszahlungen.

Grund für die Klagewelle ist ein Verfahren einer einzelnen Mitarbeiterin. Das Landesarbeitsgericht Mainz entschädigte sie mit einer Summe von 6000 Euro. Grundsätzlich gilt zwar, dass Mitarbeiter nicht das gleiche Gehalt bekommen müssen. Dennoch dürfen Frauen nicht generell schlechter bezahlt werden als Männer.

Kategorien: