„Bis zuletzt habe ich meine krebskranke Ex-Frau gepflegt“

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Gordon Thomson zu Zeiten des "Denver Clans". Hier mit Linda Evans (li., Krystle) und Pamela Sue Marti (Fallon)
Foto: Actionpress

„Denver“-Bösewicht Gordon Thomson

Das ehrliche INTERVIEW

Sein Haar ist zwar ergraut, aber das Gesicht fast faltenfrei und die Figur so rank und schlank wie in jungen Jahren. Kaum zu glauben, dass der „Denver Clan“-Bösewicht Gordon Thomson in ein paar Wochen schon 65 Jahre alt wird. NEUE POST sprach mit dem Schauspieler über vergangene Zeiten, über den Tod seiner Ex-Frau Maureen und über seine Zukunftspläne.

Sie sehen fantastisch aus Herr Thomson. Wie machen Sie das?

Gordon Thomson: Vielen Dank. Ich fühle mich auch ganz gut und bin kerngesund. Ich habe offenbar die guten Gene meiner Eltern geerbt, denn ich tue absolut nichts für mein Aussehen.

Die TV-Serie „Der Denver-Clan“ machte Sie weltweit bekannt. Erinnern Sie sich noch an die Anfänge?

Gordon Thomson: O ja, zuerst sollte es nur zwölf Folgen geben, aber dann kam Joan Collins dazu und lockte wesentlich mehr Zuschauer vor die Fernsehschirme.

Wie war Ihre erste Begegnung mit Joan Collins?

Gordon Thomson: Na ja, sie begrüßte mich mit den Worten: „Sie sollen also meinen Sohn spielen, aber das ist totaler Quatsch. Denn, Darling, Sie sind viel zu alt!“ Ich fragte sie, warum sie das so stört, und sie meinte: „Als Schauspielerin habe ich nie Kinder gehabt, die älter als 12 waren!“

Sie spielten den Bösewicht Adam Carrington. Haben Sie was mit ihm gemeinsam?

Gordon Thomson: Wir sind uns ähnlich. Ich meine, wir haben doch alle Dämonen in uns. Adam hat seine ausgelebt, aber ich mache das nicht. Ich mag keinen Krieg und habe sogar meine krebskranke Ex-Frau bis zuletzt gepflegt.

Das ist schon sehr ungewöhnlich …

Gordon Thomson: Ja, wir hatten eine ganz besondere Beziehung. Ich habe sie nach der Scheidung finanziell auch gut abgesichert, aber Maureen war ein Sparfuchs und ging nicht zum Arzt. Es war ihr zu teuer, und so wurde der Krebs bei ihr viel zu spät entdeckt. Hätte Maureen sich regelmäßig untersuchen lassen, wäre sie höchstwahrscheinlich noch am Leben.

Was macht das Leben für Sie lebenswert?

Gordon Thomson: Es gibt da ein schönes Sprichwort: Wenn du glaubst, etwas macht dich glücklich, dann greif danach und nimm so viel davon, wie du kannst. Aber wisse auch, was es ist, wonach du greifst.

Gibt es wieder eine Frau an Ihrer Seite?

Gordon Thomson: Nein, nein. Dafür bin ich zu alt.

Das sehen viele Frauen aber sicher ganz anders …

Gordon Thomson: Okay, die Arbeit hält mich fit. Aber meine Energie ist nicht grenzenlos. Ich bin mit den Jahren egoistischer geworden und möchte nur noch das tun, was ich will. Gerade habe ich zwei Pilotfilme fürs Fernsehen gedreht, und darauf konzentriere ich mich momentan.

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