Bisexuelle

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Sexpraktiken: Lust auf beide Geschlechter

"Ein bisschen bi schadet nie"! Bisexuelle verstehen das andere Geschlecht oft besser und haben oft eine sehr breit gefächerte Erotik. Grund genug, um sich ein paar Tricks bei ihnen abzuschauen.

Sind Sie schon bisexuell, wenn in Ihrem erotischen Kopfkino ab und zu eine Frau vorkommt? Vielleicht ja, vielleicht nein. Einigen wir uns darauf, dass man es definitiv dann ist, wenn man Lust auf beide Geschlechter hat und es tatsächlich auslebt. "Ein bisschen bi schadet nie" - hinter diesem häufig zitierten Spruch steht der Gedanke, dass Bisexuelle doppelt so viel Auswahl haben wie Heteros und Schwule, daher auch doppelt so viel Spaß und Sex.

Stimmt aber nicht ganz: Erstens kommen Bisexuelle gar nicht so leicht an Partner (für Sex und/oder Beziehungen), weil es etwa von Hetero-Frauen viele Vorbehalte gibt wie "ich kann ihm zwar die weibliche Seite erfüllen, aber nicht die männliche, also wird er früher oder später fremdgehen" oder "bei mir wird ihm immer etwas fehlen". Zweitens haben auch sehr viele Schwule Probleme mit einem Bisexuellen. Der teilt ihre Sexualität, ist aber gleichzeitig eine Art Verräter, weil er auch mit dem anderen Geschlecht "fremdgeht".

Was wir von Bisexuellen lernen können

Der entscheidende Vorteil der Geschlechter-Hopper: Sie haben eine sehr breit gefächerte Erotik und einen größeren Erfahrungsschatz als die meisten "Unisexuellen". Ihre Einblicke, sowohl in die weibliche als auch männliche Sexualität, helfen ihnen natürlich auch, ihre eigene Sex-Identität besser zu verstehen und mehr Verständnis für das andere Geschlecht zu entwickeln, wie Ulla, 35, nach einem Sexerlebnis mit einer Frau in "Spielarten der Lust" erzählt:

"Zum ersten Mal konnte ich verstehen, warum Männer so von einem Busen fasziniert sind. Diese Weichheit, verbunden mit einer prallen Fülle, war ein wunderschönes Gefühl! Und mir wurde klar, wie schwer es für einen Mann manchmal sein kann, eine Frau zu befriedigen." Zum Beispiel, dass es viel Geschick erfordert, den Kitzler genau an der richtigen Stelle zu erwischen und mit der erforderlichen Sanftheit oder Intensität zu stimulieren, wenn die Frau sich rhythmisch bewegt oder vor Lust windet.

Experimentier-Tipp

Erklären und zeigen Sie Ihrem Partner beim Liebesspiel immer wieder, wie Sie sexuell ticken. Bringen Sie ihm behutsam bei, was bei Ihnen funktioniert; viele Frauen sind hier zu ungeduldig und resignieren schnell, wenn er es nicht gleich begreift. Aber vieles lernt man eben erst nach häufiger Wiederholung. Dazu kommt, dass sich unsere Vorlieben auch im Lauf der Zeit ändern können.

Geben Sie auch ihm reichlich Gelegenheit, Ihnen beizubringen, wie er am liebsten stimuliert wird. Zudem ist es spannend zu hinterfragen, ob Sie sich beim Sex in einer typisch weiblichen Rolle bewegen, etwa in der der sanften, zurückhaltenden, empfangenden Frau, die ihre männliche, aktive, fordernde Seite kaum herauslässt. Bisexuelle leben beide Seiten - das eröffnet ganz andere, neue Spielräume.