Blonde Haare richtig färben & pflegen

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Blonde Haare sind feiner und brauchen mehr Pflege als dunkles. Wichtigster Auftrag daher: Bloß nicht beschweren und trotzdem kräftig glänzen lassen.
Foto: Getty Images

Natürlich blond

Ob Platin- oder Honigton, ein heller Kopf ist immer ein Hingucker. Die neuesten und schonendsten Möglichkeiten zu erblonden, ohne danach "frisch gefärbt" auszusehen. Plus: geniale Pflege-Profis für Goldköpfchen.

Blonde Haare schön sanft färben

Ein Faible fürs Haarefärben haben Frauen seit Urzeiten. Schon vor 4000 Jahren wurden Pasten aus Henna oder Indigo dazu benutzt. Und die "alten Römerinnen" strähnten ihr Haar mit Bleikämmen, die sie in Essig eintauchten. Seitdem hat sich zum Glück einiges getan. Unser Tipp für blonde Haare: Färben ohne Ammoniak.

Blonde Haare färben beim Friseur

Schon länger bietet Aveda "Full Spectrum"-Farben mit einer sehr geringen Dosis Ammoniak an, die wegen ihrer vielen natürlichen Öle zudem extrem pflegend sein sollen. Auch die Forschungsabteilung von L'Oréal suchte eine sanfte Methode, Haare aufzuhellen. Dabei herausgekommen ist "Inoa", eine Coloration für den Salon, die Tests zufolge die Haarfaser um 45 Prozent stärker schonen soll als herkömmliche Produkte. Außerdem ist sie dank ihrer neuen ölhaltigen Zusammensetzung besonders gut für sehr sensible Kopfhaut geeignet Anstelle von Ammoniak sorgt ein Stoff mit dem Namen Ethanolamin für den gewünschten Goldkopf.

Do-It-Yourself für blonde Haare

Die Ethanolamin-Variante gibt es auch für die Färbe-Selbstversuche im heimischen Bad. Das Angenehme daran: Diese Colorationen sind relativ sanft zur Haut, und im Gegensatz zum stark riechenden Ammoniak auch ideal für empfindliche Nasen. Eine entscheidende Verbesserung, schließlich bleiben manche Farben bis zu 30 Minuten auf dem Kopf. Die Serie "Essential Color" von Schwarzkopf, "Nutrisse Strahlendes Blond" von Garnier oder "Casting Creme Gloss Glossy Blonds" von L'Oréal Paris setzen auf eine Formel ohne Ammoniak. Mit diesen Varianten bekommt man allerdings nur eine Aufhellung bis zu zwei Nuancen hin. Aber extremere Farbwechsel sollte man ohnehin lieber dem Profi überlassen.

Wichtigste Regel beim Zuhausefärben : immer, wirklich immer, die färben: Einwirkzeit beachten. Denn beim Aufhellen wird das Haar zunächst gelb-orange und erst ganz am Schluss blond. Und man will ja nicht aussehen wie Pumuckl ... Vor dem Färben eine Uhr in Sichtweite postieren und ein altes Handtuch über die Schultern legen. Auf Stirn und Schläfen etwas Creme verteilen, um die Haut vor verlaufender Farbe zu schützen. Haare nach dem Verteilen der Coloration mit einem grobzinkigen (!) Kamm kämmen, damit das Ergebnis gleichmäßig wird. Falls der Versuch danebengegangen sein sollte: dreimal hintereinander mit Schuppenshampoo waschen, das mildert das Malheur etwas. Echte Katastrophen behebt aber am besten der Friseur. Und auch wenn's schwerfällt: dann bis zur nächsten Färbeaktion unbedingt eine Pause einlegen, in der die strapazierte Haarpracht intensiv gepflegt wird.

Der richtige Blondton

Damit die neue Haarfarbe zum Hauttyp passt, am besten so nah wie möglich am Naturton bleiben. Ein, zwei Nuancen heller sieht meist am schönsten aus. Langzeitfärber, die sich kaum noch an ihren Original-Zustand erinnern: an der Augenbrauenfarbe orientieren!

Spezialeinsatz für blonde Haare

Da bei der Aufhellung Farbpigmente entzogen werden, sind blonde Haare stark beansprucht und brauchen viel Pflege. Am besten sind Produkte, die speziell für diesen S.O.S.-Fall entwickelt wurden und sicherstellen, dass die Farbe nicht so schnell verblasst. Mindestens einmal die Woche eine tiefenwirksame Pflegekur machen. Auch Spülungen mit Zitrone können Wunder bewirken.

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