Blonder Pinguin in der Antarktis entdeckt!

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Foto: Screenshot / National Geographic

Die Blondine der Shetlandinseln

Während ihrer Expedition in der Antarktis beobachten Touristen auf den Südlichen Shetlandinseln einen Pinguin, der sich eindeutig von seinen Artgenossen abhebt: Ein blonder Pinguin wird entdeckt!

Nach dem erst kürzlich ein Frackträger mit Höhenangst das Internet eroberte, folgt nun eine weitere Entdeckung: Ein blonder Pinguin! Er wirkt wie das schwarze Schaf der Gruppe- nur dass er alles andere als schwarz ist. Genau das macht den Pinguin so besonders: Der Frack des besonderen Pinguins ist heller als der seiner Freunde. Blond, fast golden, sticht sein Gefieder zwischen den anderen hervor.

Die Touristen befinden sich auf einer Reise durch die Antarktis, die von National Geographic geleitet wird. Das Expertenteam ist somit gleich zur Stelle und klärt auf: Der Gendefekt, den der blonde Pinguin aufweist, nennt sich Leuzismus. Anders als bei Albinos wird das Hauptpigment Melanin zwar gebildet, kann allerdings nur unvollständig bis gar nicht in die Federn gelangen. Der gestörte Transport sorgt dafür, dass das Gefieder je nach Ausprägung entweder gänzlich weiß bleibt, oder blass grau bis pastellfarben schimmert.

Der gesichtete Pinguin weist wohl eine besondere Form des Leuzismus auf: Sein Gefieder wirkt blond. Fachsprachlich wird diese Färbung isabellfarben genannt, so dass man bei einem Gendefekt, bei dem nur eine Melaninform gestört ist, vom Isabellinismus spricht. Abgesehen von der Färbung unterscheidet sich ein blonder Pinguin gesundheitlich allerdings nicht von den schwarzen Frackträgern. Im Gegensatz zu Albinos ist die Sehfähigkeit bei diesem Gendefekt nicht beeinträchtigt.

Ein blonder Pinguin wurde zwar nicht zum ersten Mal entdeckt, seine Verbreitung ist jedoch äußerst selten. So wird der etwas andere Pinguin für die Touristen mit Sicherheit ein Highlight ihrer Antarktisreise bleiben!

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