Blowjob: Zur Sache, Schatz!

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Kolumne: Pssst

Blowjobs sind in aller Munde – aber die Grundvoraussetzungen müssen dabei stimmen, findet JOY-Redakteurin Susanne Frank

Blowjobs verleihen Macht über Männer

Was sagt eine Frau beim Blowjob ? Mmmmpf!“, mein Bekannter Peter klopft sich auf die Schenkel, wiehert wie ein Pferd und zwinkert mit Lachtränen in den Augen seiner Freundin Angelika zu. „Der ist gut, oder?“

Angelika guckt mit versteinerter Miene an ihm vorbei. Blowjobs sind nicht wirklich ihr Thema. Hatte sie mir doch erst vor zwei Wochen bei einem Mädelabend – zugegeben nach vier Flaschen Chardonnay – weinselig gestanden, dass ihr Süßer zwar darauf stehe, „aber ich mache es nur an Feiertagen, wie Ostern und Weihnachten. Und an seinem Geburtstag.“

Dabei guckte sie so entrüstet wie meine Direktorin in der Klosterschule, als ich angeregt hatte, einen Kondomautomaten auf der Mädchentoilette zu installieren. Dabei ist doch spätestens seit der legendären Affäre von Monica Lewinsky und Bill Clinton allen klar, dass gute Französischkenntnisse nicht nur Regierungen stürzen und eine ganze Nation in Aufruhr versetzen können (zugegeben: nicht schlecht!) – sie können noch viel mehr: Sie verleihen uns Macht über die Männer !

Tennisarm oder Haare auf den Zähnen

Sie geben sich in unsere Hände und liefern uns ihr bestes Stück in der Hoffnung aus, dass wir pfleglich – und nicht unter massivem Einsatz unserer Schneidezähne – damit umgehen. Und dass wir die richtige Technik beherrschen.

Meine Kollegin schwört in diesem Fall auf die Unterdruck-Methode: Ansaugen, Luft anhalten und dann langsam auf und ab bewegen. Klingt gut, erwies sich aber in der Praxis als schwierig und überstieg mein Koordinationsvermögen, als ich versuchte, zwischendurch Luft zu holen. Denn sonst wäre nicht – wie es meine Kollegin prophezeite – der Kerl, sondern ich in Ohnmacht gefallen. Und auch nicht aus Lust, sondern aus Sauerstoffmangel.

Peter dagegen versucht seiner Angelika die Lippenbekenntnisse mit Tipps à la „du musst ihn nur mit der Zunge stupsen“, schmackhaft zu machen. Vergebens. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er nichts von Intimrasur hält und so Angelika bei den wenigen Malen das Gefühl vermittelt, meterweise schwarze Zahnseide im Mund zu bewegen. Es liegt also in den meisten Fällen nicht an uns, wenn aus dem Blowjob nichts wird und stattdessen Handarbeit angesagt ist. Denn besser ein chronischer Tennisarm als Haare auf den Zähnen!

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