Blut - und was es verrät

fotolia38378 blutspende blutabnahme arm spritze
Bei der Blutuntersuchung werden nur wenige Milliliter abgenommen. Denn schon mit einer sehr kleinen Menge kann ein aussagekräftiges Blutbild erstellt werden
Foto: ISO K° - photography, fotolia

Im Schnitt fließen ungefähr vier bis sechs Liter Blut durch unsere Adern. Es wehrt eingedrungene Fremdkörper ab, versorgt uns mit Nährstoffen und sorgt für eine schnellere Wundheilung. Außerdem gilt es als wichtiger Indikator beim Herausfinden von Krankheiten.

Unser Blut ist dafür zuständig, unseren Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Zudem reguliert es unsere Körpertemperatur, die bei einem gesunden Zustand zwischen 35,8°C und 37,2 °C liegt. Aber unser Blut hat noch eine andere wichtige Funktion: Es kann Aufschluss über unseren Gesundheitszustand geben, der dem bloßen Auge – auch dem eines Arztes -sonst verborgen bleiben würde.

Blut als Indikator

Unser Blut ist ein wichtiger Indikator. Bei der Blutabnahme wird eine kleine Menge Blut abgenommen, die einem speziellen Labor untersucht wird. So können gesundheitliche Probleme frühzeitig festgestellt und gezielt und effektiv behandelt werden.

Die wichtigsten Bestandteile des Blutes

Die roten und weißen Blutkörperchen, sowie die Blutplättchen und das Blutplasma zählen zu den wichtigsten Bestandteilen des Blutes. Die roten Blutkörperchen (medizinisch: Erythrozyten) bestehen aus dem Blutfarbstoff Hämoglobin. Sie haben die Aufgabe, Sauerstoff in der Lunge aufzunehmen und transportieren das Blut dann zu sämtlichen Organen, zum Gehirn und zu den Muskeln.

Die Funktion der weißen Blutkörperchen (medizinisch: Leukozyten) besteht darin, Viren und Bakterien zu bekämpfen.

Die Blutplättchen (medizinisch: Thrombozyten) sorgen dafür, bei eine Wunde, beziehungsweise Verletzung sofort abzudichten.

Das Blutplasma enthält Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, Hormone und Gerinnungsstoffe.

Das Blutbild

Unser Blut ist vergleichbar mit einem Fingerabdruck: Es ist einzigartig. Allerdings gibt es immer Muster, die immer wieder auszumachen sind. Bei einem gesunden Menschen bewegen sich die Blutbestandteile, die untersucht worden sind, in bestimmten Normwerten. Wenn diese Werte von der Norm abweichen, ist das ein Indikator für den Arzt, dass Mangelerscheinungen oder eine Krankheit vorliegen.

Es gibt sowohl das kleine als auch das große Blutbild. Mit dem kleinen Blutbild können die festen Bestandteile (rote Blutkörperchen, die Anzahl der Blutplättchen des Blutes und der Farbstoff Hämoglobin) überprüft werden. Das große Blutbild gibt Aufschluss über den Zustand des Immunsystems und über die weißen Blutkörperchen.

Die Blutsenkung

Mithilfe der Blutsenkung lässt sich feststellen, ob im Körper Entzündungen vorhanden sind. Für die Blutsenkung nimmt der Arzt Blut ab und gibt es in ein Röhrchen. Nach etwa einer Stunde wird dann gemessen, wie viele Blutzellen sich abgesetzt haben. Je schneller sich die Blutzellen absetzen, desto eher ist dies ein Zeichen dafür, dass im Körper des Patienten ein entzündlicher Prozess stattfindet. Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, ob die Antibabypille eingenommen wird oder ob der Patient größere Mengen an Nahrungsmitteln zu sich nimmt, die viel Cholesterin enthalten (zum Beispiel Pommes frites, Hamburger etc.), da durch diese Faktoren die Blutkörperchen schneller sinken. Nimmt der Patient Kortison oder bestimmte Rheumamittel ein, können die Blutkörperchen langsamer sinken. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ist eine Blutuntersuchung allein zwar nicht ausreichend - sie ist aber sehr wichtig, um Prozesse, die im Körper stattfinden, zu überprüfen und zu überwachen.

Die Eigenblutspende

Steht eine größere Operation bevor, bei der es zu massivem Blutverlust kommen kann, empfiehlt es sich, Eigenblut zu spenden. Dies ist vor allem deswegen sehr sinnvoll, weil so zum einen die Übertragung von Krankheiten wie HIV und Hepatitis ausgeschlossen werden kann, zum anderen, weil keine Blutgruppenunverträglichkeiten entstehen können. Wichtig: Mindestens vier bis sechs vor einem operativen Eingriff muss die Eigenblutspende beginnen. So können im Abstand von einer Woche bis zu viermal 1,2 Liter Blut entnommen und konserviert werden. Anschließend müssen Eisentabletten eingenommen werden, damit die Blutbildung beschleunigt wird.

Kategorien: