Bodenbeläge für Balkon und Garten: Worauf steht ihr?

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Welcher Bodenbelag ist der richtige? Wir verraten Vor- und Nachteile
Foto: Hersteller

Welcher Bodenbelag passt zu mir?

Holz, Naturstein, Kunststoff und Keramik – wir stellen die vier besten Materialien für den Terrassen- oder Balkonboden vor. Welcher passt zu dir?

Mit einer Terrasse oder einem Balkon lässt sich an sonnigen Tagen das Wohnzimmer ins Freie verlegen. Ob dabei tatsächlich das pure Naturmaterial zum Einsatz kommt oder der Hightech-Werkstoff WPC – eine Kombi aus Holz und Kunststoffen –, hängt von persönlichen Prioritäten ab. Echtholz ist an Natürlichkeit nicht zu übertreffen. Auch in Südlage und bei intensiver Sonneneinstrahlung heizt sich der Bodenbelag nie unangenehm auf. Allerdings besteht die Gefahr des Splitterns. Und Outdoor-Holz sollte wetterfest sein.

Dabei gilt: je härter, desto besser. Besonders widerstandsfähig sind Eiche und Esche, preisgünstiger sind Kiefer und Douglasie. WPC verblasst dagegen nicht und braucht weniger Pflege als Echtholz. Bei der Verlegung machen beide Varianten keinen Unterschied.

Optisch kaum zu unterscheiden, sorgen Echtholz und das Holzimitat WPC für eine natürliche Anmutung.

Wetterfest gewebte Outdoorteppiche

Sie sind die Instantlösung unter den Verschönerungsmaßnahmen für Terrassen-und Balkonboden: Teppiche aus robustem Kunstfasergewebe verleihen unansehnlich gewordenen Böden sofort frische Farbe, ohne dass ein Werkzeug in die Hand genommen werden muss. Deshalb eignen sie sich auch besonders gut für Mietobjekte, in deren Bausubstanz die Bewohner meist weder eingreifen können noch möchten.

Trotzdem ist so ein Läufer alles andere als ein Notbehelf. In etlichen Größen, Farben und Mustern zu haben, bietet er der Sitzgruppe eine dekorative Bühne und verleiht dem Ambiente mit streng geometrischen Motiven einen cool skandinavischen oder mit orientalischen Ornamenten einen exotischen Look.

Stein neben Stein gesetzt

Für Sitzplätze im Freien sind Böden aus Natursteinen eine gute Alternative zur Holzterrasse. Mit Schiefer, Granit, Kalk- oder Sandsteinen fühlt man sich sofort in den Süden versetzt.

Die Vorteile von kleinen Kieseln bis hin zu großen Bruchsteinen liegen dabei auf der Hand: Sie sind frostfest, pflegeleicht und sehr langlebig. Und mit ihnen lassen sich vielfältige Muster auf dem Boden gestalten. Dabei gilt die Faustformel: je kleiner die zu pflasternde Fläche, desto kleiner der Stein.

Doch so schön und beständig das Material auch ist, verlegen lässt man es besser von erfahrenen Handwerkern oder Gartenbauern. Etwas einfacher sind Natursteinplatten zu handhaben, die in einem Sandbett verlegt und festgeklopft werden.

Wem Natursteine zu teuer sind, der kann in Baumärkten auf Beton ausweichen – entweder in Form von Steinen oder als Platten mit Steinoptiken. Durch ihre gleichmäßige Form sind sie leicht verlegbar. Dabei ist Beton genauso robust wie Naturstein. Eine Versiegelung schützt den Mix aus Zement, Kies und Sand vor Abnutzung, Moos und Schmutz.

Heiss gebrannt hält besser

Aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit aus dem Badezimmer nicht mehr wegzudenken, eroberten die keramischen Fliesen mit ihrer attraktiven Optik erst den Wohnraum und jetzt auch den Außenbereich. Ganzjährig der Witterung ausgesetzt, müssen sie spezielle Anforderungen erfüllen, um bei Frost nicht zu brechen oder zu platzen. Geeignet für den Einsatz im Freien ist Feinsteinzeug, dessen Wasseraufnahmekapazität durch hohe Brenntemperatur unter hohem Druck stark vermindert wird, so kann keine Feuchtigkeit mehr eindringen. Beim Kauf ist auf einen hohen Abriebwert (idealerweise Klasse 4) zu achten, der über die Beanspruchbarkeit.

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