Böser Verdacht: Kinderarbeit bei Nestlé, Mars und Hershey's?

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Foto: Anantha Vardhan / iStock

Eine große US-Kanzlei wirft den Unternehmen Kinderarbeit vor

Eine große US-Kanzlei erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schokoladenproduzenten: sie sollen Kinderarbeit und Zwangsarbeit für sich nutzen.

Nestlé (u.a. KitKat, Choco Crossies, Lion, Nesquik), Mars (u.a. Snickers, Mars, Twix, Bounty) und die bei uns in Deutschland weniger vertretene Firma Hershey's sehen sich mit harten Vorwürfen konfrontiert: sie sollen verheimlichen, dass ihre Kakao-Lieferanten an der Elfenbeinküste auf Kinderarbeit und Zwangsarbeit setzen. Eine namhafte US-Kanzlei hat eine Sammelklage gegen sie eingereicht.

Hat unsere süße Schokolade tatsächlich einen so bitteren Beigeschmack?

Nestlé äußerte sich bereits zu den Vorwürfen. Gegenüber der schweizer Nachrichtenagentur AWP sagte das Unternehmen: "Kinderarbeit hat in unserer Beschaffungskette keinen Platz."

Das Unternehmen betont, es brauche das proaktive und langfristige Handeln aller Akteure, um Kinderarbeit an der Elfenbeinküste auszurotten. Sammelklagen wie jene in Kalifornien seien dazu nicht geeignet.

Nestlé stellt klar, dass das Unternehmen aktiv gegen Kinderarbeit vorgehe: "Wir ergreifen Maßnahmen, Kinderarbeit stufenweise auszumerzen, indem wir jeden einzelnen Fall untersuchen und das Problem an der Wurzeln packen." So werde zum Beispiel viel Geld investiert, um die Lebensbedingungen der Kakaobauern zu verbessern. Und in der Elfenbeinküste gebe es zudem ein Überwachungssystem gegen Kinderarbeit.

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