Bösewicht zum Verlieben

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Wentworth Miller im Interview

Außen hart und innen weich: Wentworth Miller wird als Häftling in der TV-Serie „Prison Break“ unsere Herzen erobern …

Männlicher geht es kaum!Geheimnisvolle blau-graue Augen, 1,84 Meter groß, durchtrainierter Oberkörper, ein markantes Gesicht mit wachem Blick und beinahe kahlrasiertem Kopf – männlicher geht es kaum! Und exotischer auch nicht: Der Newcomer Star Wentworth Miller ist Engländer, sein Vater Afro-Amerikaner, die Mutter dagegen russisch-französischer Abstammung. Dieser heiße Import wird jetzt Deutschlands Frauen den Kopf verdrehen – und zwar mit der US-Serie „Prison Break“. Darin spielt Miller einen Ingenieur, der sich vorsätzlich ins Gefängnis manövriert, um seinen Bruder zu retten.

Stundenlang muss der 35-Jährige vor jedem Drehtag in der Maske sitzen, um dort zum harten Knastbruder Michael Scofield umgestylt zu werden – zweimal pro Woche werden ihm die Haare abrasiert und vier Stunden dauert das Auftragen seines Ganzkörper-Tattoos! Es besteht aus 20 Aufklebern und wird wie ein Puzzle zusammengesetzt. „Das mühsame Tattoo kann manchmal auch hilfreich sein“, meint Miller lachend, „wenn ich nur in Shorts und Flipflops eine Starbucks-Filiale betrete, machen mir alle Leute in der Schlange sofort Platz.“

In der Serie schleust sich Michael Scofield in das Fox-River-State- Gefängnis im Bundesstaat Illinois ein, um später mit seinem Bruder Lincoln Burrows (Dominic Purcell) gemeinsam von dort zu fliehen. Lincoln sitzt wegen Mordes am Bruder der US-Vizepräsidentin in Haft. Auf ihn wartet die Todesstrafe. Er beteuert zwar seine Unschuld, doch niemand glaubt ihm – außer Michael. Dieser heckt einen raffinierten Plan aus: Da er als Ingenieur beim Umbau der Haftanstalt beteiligt war, kennt er den detaillierten Lageplan und lässt ihn sich codiert auf seinen Körper tätowieren.

Stoppen kann ihn mittlerweile nichts mehr

Dann begeht er einen Banküberfall, wird – wie geplant – erwischt und landet im selben Gefängnis. Für die erste Staffel drehte Miller zehn Monate lang fünf Tage pro Woche „hinter Gittern“ und musste sich als abgebrühter Insasse Michael dem brutalen Knastalltag stellen. Aber seine harte TV-Fassade täuscht. Privat ist Miller, der in Brooklyn aufgewachsen ist, auffallend zuvorkommend und sogar schüchtern. Er selbst beschreibt sich als „Couchpotato, der sich lieber eine Simpsons-Folge auf DVD reinzieht, als eine Nacht in Clubs durchzutanzen“.

„Aber was Disziplin und Planung betrifft, kann ich mich mit meiner Filmfigur Michael sehr gut identifizieren, denn auch ich bin ein Perfektionist. Kriminell war ich allerdings noch nie – ich habe höchstens mal ein Stoppschild überfahren“, gibt „Went“, wie Freunde ihn nennen, zu. Stoppen kann ihn mittlerweile nichts mehr: In den USA feiert „Prison Break“ bereits Riesenerfolge. 2006 hat die Serie den „People’s Choice Award“ für das beste TV-Drama gewonnen, auch die zweite Staffel ist bereits abgedreht.

Doch der Shooting-Star hatte keinen leichten Start: „Ich war in acht Jahren auf über 450 Castings. Um dabei nicht den Mut zu verlieren, muss man extrem an sich selbst glauben!“ Seine ersten Gastauftritte hatte er in „Buffy“ und „Emergency Room“, die erste große Rolle 2003 in „Der menschliche Makel“ neben Nicole Kidman . Spätestens seit „Prison Break“ liegen ihm die Frauen zu Füßen und sie haben Glück: Der smarte Filmstar ist noch Single! „Ich rede oft mit Fans – und ich liebe es, wenn eine Frau intelligent und selbstbewusst ist. Wenn sie dann noch Humor hat, schmelze ich dahin!“

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