Borreliose Symptome: Zeckenbiss mit Folgen

borreliose

Foto: fotolia

Wie gefährlich ist ein Biss? Und woran erkenne ich eine Infektion? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Infektionskrankheit Borreliose.

Zecken lauern in Wiesen, auf Sträuchern oder im Unterholz. Sobald ein Mensch an den Pflanzen vorbeistreift, klammern sich die winzigen Blutsauger blitzschnell an seinem Körper fest. Bei einem Biss verankern sie die Widerhaken ihres Stechrüssels in der Haut und saugen sich mit Blut voll.

Wie gefährlich ist ein Biss?

Schmerzhaft ist der Zeckenbiss nicht, aber die Spinnentiere können die gefährliche Borreliose übertragen: Schätzungen zufolge ist jede fünfte Zecke Träger von Borrelien.

Was soll ich tun, wenn ich gebissen wurde?

Es dauert etwa zehn bis 24 Stunden, bis die Bakterien von der Zecke in den menschlichen Körper gelangen. Daher sollte das Tier so früh wie möglich entfernt werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Beim Herausziehen unbedingt darauf achten, ihren Körper nicht zu quetschen. Sonst gelangen die Bakterien leichter ins Blut.

Wie erkenne ich eine Infektion?

Die eindeutigsten Borreliose Symptome sind kreisrunde, rote Hautausschläge rund um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Diese kann bereits nach wenigen Tagen auftreten, spätestens nach etwa vier Wochen. Im Lauf der Zeit verändert sich der Ausschlag: Der Durchmesser des roten Kreises wird langsam größer. Er wandert nach außen. Die Haut, die er umschließt, ist blass - rot bleibt nur die Partie direkt um den Einstich.

Wie verläuft die Krankheit?

Nach wenigen Monaten haben sich die Erreger im gesamten Organismus verbreitet. Befallen die Bakterien das Nervensystem, kommt es oft zu Gesichtslähmungen. Greifen sie das Herz an, sind Rhythmusstörungen die Folge. Vom dritten Stadium spricht man, wenn die Borreliose chronisch wird. Typisch sind dann Gelenkentzündungen.

Wie wird die Borreliose behandelt?

Eine Therapie sollte möglichst früh beginnen, um die Ausbreitung der Borrelien einzudämmen. Der Arzt verschreibt bestimmte Antibiotika - je nach Stadium der Borreliose. Die Behandlungsdauer beträgt meist zwei bis drei Wochen. Naturheilkundler empfehlen die Wurzel der Wilden Karde. Sie enthält keimtötende und blutreinigende Inhaltsstoffe. Tipp: Dreimal täglich 5-30 Tropfen Karde-Tinktur (Apotheke) einnehmen.

Im Gras gibt es keine Zecken? Falsch! Zecken sitzen auch in Wiesen! Nur wer richtig informiert ist, schützt sich vor einem Zeckenbiss. Wir kennen die größten Irrtümer rund um Zecken.

Kategorien: