Gesetzliche NeuregelungBrillen: Krankenkassen übernehmen jetzt teilweise die Kosten

brille kostet nicht mehr
Kostet jetzt nichts mehr: Brillen mit mehr als vier bzw. 6 Dioptrien
Foto: iStock

Wer eine Kurz- oder Weitsichtigkeit von sechs Dioptrien oder eine Hornhautverkrümmung von vier Dioptrien hat, bekommt jetzt seine Brille bezahlt.

Eine gute Nachricht für (manche) Brillenträger: Gesetzlich versichert Patienten mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit von sechs Dioptrien oder aber einer Hornhautverkrümmung von vier Dioptrien erhalten in Zukunft ihre Sehhilfe auf Rezept. So entschied heute der Bundestag.

Mit dem verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung sollen Menschen, die auf Rollstühle, Brillen oder Hörgeräte angewiesen sind, besser unterstützt werden. Bis 2003 hatten alle gesetzlich Versicherten mit einer Fehlsichtigkeit noch Anspruch auf eine Sehhilfe. Danach wurde nur Patienten mit einem Sehvermögen von maximal 30 Prozent die Brille bezahlt.

Nach der neuen Regelung bekommen jetzt auch Menschen mit mehr als 30 Prozent Sehvermögen die Brille bezahlt. Das Gesetz soll in Kraft treten, sobald das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist. Dies wird voraussichtlich im März sein. 

Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt um ältere Menschen in einer "älter werdenden Gesellschaft" zu entlasten, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Besonders alte Menschen sind zunehmend auf Hilfs- und Heilmittel angewiesen.

 

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