Brustamputation: Warum man Implantate vermeiden sollte

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Brustamputation: Die beste Alternative
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Lieber keine Brustimplantate

Letztes Jahr hat vor allem Angelina Jolie durch ihre Brustamputation für Aufsehen gesorgt. Als sie sich Implantate einsetzen ließ, gab es nicht nur positive Stimmen.

Die Diskussion um die Brustamputation hat auch Kritik hervorgerufen. Ärzte warnen brustkrebsgefährdete Frauen davor sich vorschnell die Brüste entfernen und Implantate machen zu lassen. Positiv heben sie allerdings hervor, dass die Diskussion viele Frauen wachrütteln könnte häufiger zur Vorsorge zu gehen.

Bei einer Brustamputation wegen erhöhtem Brustkrebsrisiko werden die Brüste zuerst komplett entfernt. Die Ärzte können hierbei eine dünne Hautschicht und die Brustwarzen belassen, damit gegebenenfalls Brüste implantiert werden können. Einige Frauen entscheiden sich direkt gegen neue Brüste, andere wählen eine andere Variante zum Wiederaufbau der Brust.

Brustamputation: Das ist die beste Alternative zum Implantat

Bei der alternativen Variante wird auf Implantate, die häufig Probleme verursachen können, verzichtet und ein Hautfettlappen aus dem Unterbauch genommen. Die Narbe ähnelt einer vergrößerten Kaiserschnittnarbe. Der Hautfettlappen kann nun frei transplantiert werden und wird mikrochirurgisch an die Brustkorbgefäße angeschlossen. Hierbei handelt es sich um einen sehr aufwendigen Eingriff, der nur durch plastische Chirurgen durchgenommen werden kann und vier bis sechs Stunden dauert. Durch diese Technik können die Brüste rekonstruiert werden und trotzdem berührungssensibel bleiben. Allerdings besteht ein minimales Restrisiko, dass der Hautweichteillapen vom Körper abgestoßen wird.

Bei sehr dünnen Patientinnen wird teilweise ein kleines Implantat verwendet, da der Hautlappen nicht ausreicht. Sie können sich aber sicher sein, dass für jede brustkrebsgefährdete Patientin im Brustzentrum ein individuelles Konzept erarbeitet wird.

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