Brustkrebs: Die wichtigsten Fragen

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Fragen zum Brustkrebs
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Fragen zum Brustkrebs

Wie kann man vorbeugen, wann besteht ein besonders großes Risiko und ist die Erkrankung vererbbar? Diese und weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.

Früherkennung ist bei Brustkrebs besonders wichtig. Denn je eher die Behandlung beginnt, desto höher ist die Heilungschance. Deshalb ist eine jährliche Tastuntersuchung beim Gynäkologen sinnvoll. Diese wird ab dem 30. Lebensjahr auch von den Krankenkassen übernommen. Hier beantworten wir alle Fragen zum Thema Brustkrebs:

Kann ich mich durch richtige Ernährung vor Brustkrebs schützen?

Achten Sie darauf, dass Sie sich ausgewogen und vor allem fettarm ernähren. Auch ausreichend Bewegung ist wichtig. Wer speziell nach den Wechseljahren auf sein Körpergewicht achtet, kann das Brustkrebs-Risiko minimieren. Verzichten Sie zudem auf übermäßigen Alkoholkonsum.

Welche weiteren Risikofaktoren gibt es?

Je länger die Frau den hormonellen Schwankungen ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko. Das bedeutet: Eine frühe Regelblutung und spät einsetzende Wechseljahre erhöhen die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Ebenso eine lange Einnahme der Pille zur Verhütung. Frauen, die sich für eine Hormonersatztherapie entscheiden, um die Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern, sind in der Folge häufiger von Brustkrebs betroffen. Stress und psychische Belastungen haben hingegen keine nachweisliche Auswirkung auf diese Tumorart.

Hängt das Brustkrebs-Risiko mit dem Alter zusammen?

Grundsätzlich können Frauen in jedem Alter Brustkrebs bekommen. Das Risiko steigt aber ab dem 30. Lebensjahr, jede zweite Patientin ist zwischen 50 und 69.

Kann Brustkrebs vererbt werden?

Sehr selten wird ein Gen, das Brustkrebs auslöst, vererbt. Aber fast 80 Prozent der Menschen, deren sogenannte BRCA1- oder BRCA2-Gene verändert sind, erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Zuletzt sorgte die Schauspielerin Angelina Jolie für Schlagzeilen. Denn nachdem ihre Mutter an Brustkrebs gestorben war, ließ sie ihre Gene untersuchen. Ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, lag bei 90 Prozent. Daraufhin entschied sie sich dafür, beide Brüste amputieren zu lassen , um die Gefahr zu senken.

Gibt es weitere Hinweise im familiären Umfeld?

Anhand der Anzahl der Brust- und Eierstockkrebs-Erkrankten von direkten Verwandten kann das eigene Risiko eingeschätzt werden. Dazu zählen Eltern, Geschwister und Kinder. Sind zwei Frauen darunter an Brustkrebs erkrankt, eine davon vor dem 50. Lebensjahr, sollten Sie die Vorsorgeuntersuchungen besonders ernst nehmen.

Wie kann ich vorbeugen, wenn ich ein erhöhtes Risiko habe?

Ab dem 25. Lebensjahr sollten Sie sich per Ultraschall untersuchen und die Brust abtasten lassen. Das empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie. Ab 30 Jahren wird zusätzlich zu einer jährlichen Mammografie geraten.

Sind gutartige Knoten die Vorstufe zu Krebs?

Oft ertasten Frauen selbst Veränderungen. Das beunruhigt natürlich. Sicherheit gibt erst eine Untersuchung beim Frauenarzt. Die kleinen Knoten können vom Arzt mit dem Ultraschallgerät unter die Lupe genommen werden. Oft wird zusätzlich eine Röntgen-Mammografie durchgeführt. Dann kann der Arzt schon häufig feststellen, dass es sich um gutartige Knoten, sogenannte Lipome, handelt. Diese erhöhen das Krebsrisiko aber nicht. Manchmal ist jedoch eine Gewebsentnahme erforderlich, um Sicherheit zu bekommen, ob es sich um eine gutartige Veränderung handelt.

Sind auch Männer betroffen?

Ja, auch wenn das nicht im Bewusstsein der Männer ist: Brustkrebs ist keine reine Frauenkrankheit. Männer sind aber viel seltener betroffen. Nicht einmal jeder 200. Brustkrebspatient ist männlich. Jedoch wird bei ihnen der Knoten meist erst in einem sehr späten Stadium entdeckt.

Wie groß ist die Chance auf Heilung?

Die moderne Medizin bietet heute gute Behandlungsmöglichkeiten. Voraussetzung: Der Knoten wird rechtzeitig erkannt. Dann besteht eine 90-prozentige Chance, den Tumor wieder loszuwerden.

Gibt es eine vollständige Heilung?

Auch wenn nach einigen Jahren kein Rückfall kommt, gilt man nie als vollkommen geheilt.

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