Bücher, die Aufsehen erreg(t)en

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Sex-News

Manche Bücher erregen Körperregionen - weil sie von Erotik und Sex handeln. Und werden deshalb verboten. Aber meist sind gerade die verbotenen Früchte die süßesten ...!

"300 Seiten Sex" habe er nun im Kopf, schrieb Jerry Tallmer, Kritiker der Zeitschrift The Voice, als er 1958 Vladimir Nabokovs Roman Lolita besprach. Und das war ihm bei weitem "too much"! Aber Tallmer war nicht der einzige, der mit dem erotischen Erzählstoff komplett überfordert war; das Buch fiel anfangs auch bei anderen Kritikern durch. Und so fand die Geschichte des Humbert Humbert, der mit seiner 12-jährigen Stieftochter Dolores durch die USA reist und sich dabei mit ihr in zahlreiche erotische Abenteuer verstrickt, lange keinen großen Verlag. Doch: Das Buch wurde nach kurzer Zeit zu einem wahren Verkaufsschlager und später sogar zweimal verfilmt.

Auch die Geschichte Stille Tage in Clichy von Henry Miller war dem prüden Amerika vor knapp 20 Jahren zu zügellos. Das Buch landete in den USA prompt auf dem Verbotsindex. Erst Jahre später erlangten Millers Erzählungen über zwei junge Amerikaner, die es - im wahrsten Sinne des Wortes - wild in Paris Clichy treiben, Ruhm. Das obszöne in Millers Literatur ist aber bis heute nicht jedermanns Sache. Deshalb steht der kleine Band in vielen Büchereien noch immer in der Schmuddelecke - versteckt zwischen drittklassiger Erotikliteratur. Ob das wohl an der barbusigen Dame auf dem Einband liegt ...?

Den derzeit aktuellsten und wohl größten öffentlichen Anstoß löste Fernsehmoderatorin Charlotte Roche in diesem Jahr mit ihrer Erzählung Feuchtgebiete aus. Auch ihr Schreibwerk fand zunächst überhaupt keinen Anklang bei den Verlagen, die das Buch als "pornografisch" einstuften. Der Roman kletterte schon kurz nach seiner Veröffentlichung im März 2008 auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Charlotte Roche erzählt die Geschichte der 18-jährigen Hygiene-Verweigerin Helen, die sich wegen einer missglückten Intimrasur im Krankenhaus wiederfindet. Im Krankenbett erkundet sie jene Bereiche ihres Körpers, die als unmädchenhaft gelten und entdeckt dabei die sexuellen Vorteile von Avocadokernen. "Hygiene wird bei mir klein geschrieben", ist das Motto der Protagonistin. Charlotte Roches provokante und grenzwertige Eiter- und Sperma- Literatur ist jedenfalls längst in aller Munde - und Bücherregale.

Wir finden: Jetzt erst recht! Ob an verregneten Tagen oder bei strahlendem Sonnenschein - her mit der sexy Lektüre!

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