Chemiefreie Textilien: Lidl geht Deal mit Greenpeace ein

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Lidl reagiert auf die Kritik von Greenpeace.
Foto: Getty Images

Lidl reagiert: Schädliche Chemikalien verbannt

Kleidung sollte nicht gesundheitsgefährlich sein! Dieser Aufforderung von Greenpeace geht Lidl nun nach. Der Deal: Es werden zukünftig chemiefreie Textilien produziert.

Textilien beim Discounter- kann Billigware wirklich gut sein? Diese Frage stellte sich vor kurzem auch Greenpeace und testete Kinderkleidung und –schuhe. Lidl fiel nicht nur in Bezug auf gefährliche Chemikalien, sondern auch in den Kategorien Rohstoffeinsatz, Sozialstandards und Wiederverwertbarkeit negativ auf.

Nun reagiert Lidl als erster Lebensmitteldiscounter auf das schlechte Ergebnis und geht einen Deal mit Greenpeace ein, wie am Mittwoch bekannt wurde. Zukünftig soll nicht nur auf gesundheits-, sondern auch umweltschädliche Zusätze bei Kleidung geachtet werden. Die Umstrukturierung erfolgt in mehreren Etappen.

Der Deal mit Greenpeace

Der erste Schritt auf dem Weg Richtung chemiefreie Textilien geschieht bereits 2015 und heißt Transparenz. Bis Ende nächsten Jahres erklärt sich Lidl bereit, die Abwasserdaten 80 Prozent seiner Lieferanten offenzulegen.

2016 wird gehandelt: Der Discounter will den Stoff Alkylphenolethoxylaten aus den Textilien verbannen. Greenpeace schützt mit dieser Aufforderung Wassertiere, für die die mit Alkylphenolen verseuchten Abwässer giftig sind.

Bis 2017 sollen letztendlich nicht nur die umweltschädlichen, sondern auch gesundheitsgefährdende per- und polyfluorierte Chemikalien aus den Textilien entfernt werden. Greenpeace kritisiert den Einsatz dieser Stoffe in Kleidung, da diese das Immunsystem und die Fortpflanzung beeinflussen können.

Lidl setzt auf chemiefreie Textilienund geht anderen Discountern mit gutem Beispiel voraus.Der Deal mit Greenpeace ist der erste Schritt auf dem Weg der Besserung.

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