Chips - gibt's die auch in gesund?

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Selbstgemachte Chips sind am gesündesten.
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Gesund naschen

Wir lassen es gern krachen! Der Absatz von Kartoffelchips stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent - wie das Frankfurter Marktforschungsinstitut ACNielsen herausfand. Durchschnittlich ein Kilogramm Chips isst jeder im Jahr - das sind rund fünf Tüten. Am beliebtesten sind die klassischen Paprikachips. Doch mittlerweile konkurrieren unzählige Sorten, Marken und Geschmacksrichtungen in den Supermarktregalen.

Der Trend geht zu exotischen Aromen und gesünder klingenden Zutaten. Ob mit Guarana und Chili im Thai-Stil oder ganz "natürlich" mit Rosmarin und Meersalz. Auf den Verpackungen verlocken Kräuter, knallrote Paprikaschoten oder überdimensionale Sonnenblumen und vermitteln: "Ich bin gesund." Auch wenn es so aussieht, können Chips gesund sein? Das sollten Sie beim Kauf beachten:

Frisch besser als "Stapel"

Kartoffelchips müssen nach dem deutschen Lebensmittelrecht direkt aus Kartoffelscheiben hergestellt werden. Es gibt mittlerweile chipsähnliche Produkte, wie z. B. "Pringles", die aus Kartoffelpulver und weiteren Zutaten bestehen und in eine ebenmäßige Kartoffelchip-Form gepresst werden. Diese sind meist stark gewürzt.

Sie dürfen nicht als Kartoffelchips bezeichnet werden, sondern sind bekannt als "Stapelchips". Stiftung Warentest stellte fest: Wer eine ganze Packung "Pringles" isst, überschreitet die täglich tolerierbare Menge des Schadstoffs 3-MCPD, welches von der internationalen Agentur für Krebsforschung als "möglicherweise krebserregend" bewertet wird.

Zu viel Fett und Salz

Alle Chipssorten - egal ob "bio" oder "natürlich" - enthalten zu viel Fett, Salz und größtenteils auch Aromen und Geschmacksverstärker. Mit einer Portion nehmen wir 16 Prozent der tolerierbaren Tagesration Fett auf. Klingt nicht viel, aber: Unter einer typischen Portion verstehen die meisten Anbieter gerade mal 30 Gramm Chips. Das ist nur eine gute Handvoll!

Fettreduzierte Chips werden genau wie die herkömmlichen Chips in Öl frittiert. Mithilfe von heißem Dampf wird hinterher jedoch Fett von der Oberfläche gezogen. Ein Drittel Fett kann man so sparen.

Am besten selbst gemacht

Wer zu gesunden Chips greifen will, sollte sie am besten selbst machen. Und das geht sogar ganz einfach und schnell:

Kartoffeln schälen, mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden.

Die Kartoffelscheiben auf einem Schaschlikspieß aufreihen. Die Spieße mit beiden Enden auf einen Suppenteller legen. Wichtig: Die Chips liegen nicht auf dem Tellerboden.

Chips bei 750 Watt, 6 - 7 Minuten in der Mikrowelle garen. Die Chips dabei gut beobachten, damit sie nicht zu dunkel werden. Eventuell die Garzeit an die eigene Mikrowelle anpassen.

Chips mit Paprikapulver, Kräutern und Salz würzen, fertig!

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