Chlamydien-Symptome: Bin ich infiziert?

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Eine Chlamydien-Infektion kann unfruchtbar machen. Bei unklaren Beschwerden nach dem Sex zum Arzt gehen!
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Gefährliche Bakterien

Es ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten. Bei Frauen - und auch bei Männern. Und doch wissen die wenigsten über die Infektion mit Chlamydien Bescheid. Die Folgen einer unentdeckten Ansteckung mit der Geschlechtskrankheit können gravierend sein. Das Problem: Die Symptome werden meist zu spät erkannt.

Chlamydien: Was ist das überhaupt?

Chlamydien sind eine Gruppe von Bakterien . Eine Unterart versteckt sich in Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Urin. Beim ungeschützten Sex mit einem infizierten Partner werden die Chlamydien übertragen. Bleibt die Infektion unbehandelt, bzw. steckt man sich mehrfach an, kann die Entzündung von der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals auf Eierstöcke und Eileiter, bzw. bei Männern auf die Nebenhoden übergreifen.Die Folgen: Unfruchtbarkeit oder ein erhöhtes Risiko für Problem-Schwangerschaften.

Da viele Frauen nichts von der Infektion bemerken, fällt sie meist erst bei einem unerfüllten Kinderwunsch auf. Dann ist es für die Behandlung jedoch zu spät. Wichtig daher: frühzeitig zum Arzt gehen!

Bei diesen Anzeichen sollten Sie zum Arzt

Die Chlamydien-Infektion kann komplett unbemerkt ablaufen. Bei etwa 80 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer ist das der Fall. Doch wer eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bei sich beobachtet, sollte sich schnell untersuchen lassen. Erste Symptome treten frühestens ein bis drei Wochen nach der Übertragung auf. Steigt die Entzündung auf, können sich Beschwerden auch noch nach vielen Wochen, bzw. Monaten melden. Das macht die Sache so tückisch.

Chlamydien-Symptome bei Frauen

- Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen

- Ausfluss aus der Harnröhre

- Jucken im Genitalbereich

- Vermehrter, evtl. übelriechender vaginaler Ausfluss

- Fieber

- Schmerzen im Unterbauch

- Zwischenblutungen

- Gelenkschmerzen

- Schmerzen am After

Chlamydien-Symptome bei Männern

- Ziehende Schmerzen beim Urinieren

- Vermehrter Harndrang

- Juckreiz und Brennen

- Ausfluss

- Entzündung der Nebenhoden

Therapie mit Antibiotika

Bei Verdacht kann der Arzt per Test herausfinden, ob Chlamydien vorliegen. Meist erfolgt dies per Gebärmutter-Abstrich (beim Mann: Abstrich der Harnröhre). Auch ein Urintest ist möglich. Bei Frauen bis 25 Jahren übernimmt die Kasse hierfür jährlich die Kosten. Viele Experten fordern, diese Leistung auch auf Frauen bis 34 auszuweiten. Auch eine Blutuntersuchung auf Antikörper kann zeigen, ob der Körper bereits Kontakt mit den Erregern hatte. Er sagt aber nichts über den aktuellen Infektions-Status aus. Die Infektion kann also schon lange zurückliegen und bereits ausgeheilt sein.

Werden Chlamydien früh genug erkannt, können sie mit Antibiotika abgetötet werden und die Infektion bleibt ohne Folgen. Um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden, sollte immer auch der Partner mitbehandelt werden. Während der Therapie sollten Sie eine Sexpause einlegen. Und nicht vergessen: Bei wechselnden Partnern schützen Kondome vor einer Neuansteckung.

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