Chorea Huntington

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Krankheitsbild

Definition, Ursachen und Symptome von Chorea Huntington

Unter Chorea Huntington versteht man eine schwere erbliche Hirnerkrankung, die im Erbmaterial der Betroffenen einprogrammiert ist. Die meisten führen bis etwa zum 40. Lebensjahr ein normales Leben. Dann kommt es zu Veränderungen der Persönlichkeit. Die Kranken verhalten sich plötzlich übertrieben temperamentvoll, zügellos oder aggressiv. Oder fühlen sich eingeschüchtert und ängstlich. Auch Bewegungsstörungen treten bei Chorea Huntington auf. Die Muskeln machen sich geradezu selbstständig und vollführen unkontrollierte Aktionen. Viele Patienten werden depressiv. Die Ursache von Chorea Huntington ist ein Zerfall von Gehirnzellen aufgrund genetischer Fehlfunktionen. Wenn Mutter oder Vater das fehlerhafte Gen in sich tragen, vererben sie die Krankheit Chorea Huntington mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit. Wegen des fortschreitenden Verlusts an Nervenzellen sind die Kranken irgendwann völlig auf Hilfe angewiesen, bis sie sterben. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach dem Ausbruch der ersten Symptome von Chorea Huntington beträgt 20 Jahre. Bei den Betroffenen treten psychische Veränderungen auf. Sie neigen zu unkontrollierten Bewegungen, die an Tänze erinnern können. Auch die Gesichtsmimik gerät häufig außer Kontrolle. Später kommt es bei Chorea Huntington oft zu Bewegungsarmut. Geistige Fähigkeiten gehen zunehmend verloren.

Behandlung

Medikamente , Krankengymnastik, Sprachübungen und psychologische Betreuung lindern Symptome von Chorea Huntington und können den Krankheitsverlauf verzögern.

Vorbeugen und Selbsthilfe

Durch genetische Untersuchungen lässt sich schon vor der Geburt feststellen, ob ein Kind Chorea Huntington bekommen wird. Diese Untersuchung steht Eltern offen, die familiär vorbelastet sind.

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