Chris Pine: „Ich bin kein Typ, der Rosen schenkt!“

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Chris Pine
Foto: Getty Images

Interview mit Chris Pine

Chris Pine wuchs mit starken Frauen auf – und auch er weiß genau, was er will. Nur beim Thema Hochzeit ist der Schauspieler noch etwas zögerlich.

Chris Pine über Familie und Freundschaft

JOY: „Zeit zu leben“, Ihr aktueller Film, basiert auf einer wahren Geschichte: Der Regisseur des Dramas, Alex Kurtzman, hatte kein gutes Verhältnis zu seinem Vater und lernte seine Schwester erst mit 30 kennen. Daran angelehnt erfahren Sie im Film erst nach dem Tod Ihres Vaters, dass Sie eine Schwester haben. Wie verstehen Sie sich privat mit Ihren Eltern?

Chris Pine: Ich habe sehr viel Glück mit meiner Familie! Früher unternahmen wir oft Radtouren, spielten Baseball und verbrachten tolle Sommerurlaube zusammen. Mein Vater und meine Mutter waren immer für mich da! Gerade weil ich ihre Liebe so schätze, kann ich mir gut vorstellen, wie wütend meine Filmfigur sein musste, weil ihm diese Fürsorge verwehrt blieb. Als ich „Zeit zu leben“ drehte, habe ich viel über Beziehungen und Freundschaften im Allgemeinen nachgedacht. Jeder kennt das Gefühl, von einem Menschen enttäuscht zu werden und vor der Entscheidung zu stehen, ob man diese Person mit ihren Macken akzeptiert oder sich von ihr trennt.

Der Stil des Schauspielers im Galerie-Check (14 Bilder).

Besprechen Sie solche Problem auch mit Ihren Eltern?

Ja, mit meiner Mutter! Sie ist Psychotherapeutin, eine sehr kluge Frau, sie versteht mich unglaublich gut. Sie macht mir auch immer Mut, wenn ich im Job zu selbstkritisch bin.

2009 feierten Sie mit „Star Trek“ Ihren Durchbruch. Danach hörte man eine Weile nichts mehr von Ihnen. Was haben Sie in dieser Zeit gemacht?

Jede Menge! Ich bin viel gereist und kaufte mir ein Haus in L. A., das ich dann auch eingerichtet habe. Ich nahm Französisch- und Spanischunterricht, guckte mir viele Filme an, spielte Gitarre. Diese Auszeit tat mir gut – selbst wenn sie für meine Karriere nicht ganz optimal war (lacht).

Was ist Ihr nächstes Projekt?

Gerade drehe ich den Thriller „Jack Ryan“ mit Keira Knightley. Im Mai 2013 kommt die Fortsetzung von „Star Trek“ ins Kino und hoffentlich spiele ich bald wieder Theater. Die Bühne ist meine große Liebe. Als Kind wollte ich ursprünglich Pilot werden. Als ich merkte, dass das nichts wird, war ich total auf Theater fixiert und nahm nach meinem Englisch-Studium an einem speziellen Trainingsprogramm des American Conservatory Theatre in San Francisco teil. Wenn alles klappt, trete ich bald mit Scarlett Johansson in Tennessee Williams’ Stück „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ am Broadway auf. Eine Premiere für mich!

Chris Pine demnächst mit Keira Knightley

Dann arbeiten Sie ja gleich mit zwei von Hollywoods begehrtesten Schauspielerinnen zusammen. Haben Sie eigentlich auch schon mal zwei Frauen parallel gedatet, wie Ihr Filmvater in „Zeit zu leben“?

Eine gefährliche Frage (lacht). Ich muss zugeben, das kam tatsächlich schon vor. Aber diese Zeiten sind vorbei.

Was macht für Sie eine glückliche Beziehung aus?

Meine Eltern sind seit 41 Jahren verheiratet und 45 Jahre zusammen. So eine Liebe ist spektakulär und beneidenswert. Die Eltern aller meiner Freunde, mit denen ich aufgewachsen bin, sind geschieden. Eine funktionierende Beziehung hängt von vielen Faktoren ab, die stimmen müssen. Der wichtigste ist der Zeitpunkt, an dem man sich kennenlernt. Denn beide müssen offen für eine neue Liebe sein.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an einer Frau?

Ich bin nur mit starken Frauen aufgewachsen: Meine Mutter und meine Schwester wussten immer, was sie wollten – das hat mir imponiert. Außerdem mag ich Frauen, die zuhören können und ehrliches Interesse an dem zeigen, was ich erzähle. Diese Eigenschaften gepaart mit Spontaneität, einem sympathischen Lachen, Humor und Selbstvertrauen ergeben dann wohl meine Traumfrau (lacht). Insgesamt ist es mir wichtig, dass ich durch meine Partnerin Erfüllung finde und die beste Version von mir selbst sein kann.

Sie daten gerade das Model Dominique Piek. Überraschen Sie Ihre Freundin auch mal mit einer romantischen Geste?

In meinen Augen geht Romantik sehr oft in Kitsch über. Ein gemütliches Abendessen finde ich toll, aber es müssen nicht zwingend ein Dutzend Kerzen brennen oder Rosenblätter auf dem Tisch verstreut sein. Wenn ich eine Frau liebe, will ich gar nicht darüber nachdenken, womit ich sie beeindrucken kann, sondern will mich einfach nicht verstellen müssen. Authentisch zu sein, finde ich ich viel beeindruckender als einen Spaziergang bei Sonnenuntergang am Meer oder einen engagierten Geigenspieler.

In Hollywood ist in letzter Zeit ein regelrechter Verlobungs-Boom ausgebrochen. Wann wollen Sie Ihrer Freundin einen Antrag machen?

Ich habe es nicht eilig mit der Hochzeit . Bis ich „Ja“ sage, vergeht wohl noch ein bisschen Zeit – ich schätze mal so zehn Jahre (lacht)!

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