Claudia Wenzel: Wir haben aus den Fehlern unserer früheren Ehen gelernt

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Claudia Wenzel und ihr Ehemann Rüdiger Joswig
Foto: getty images

Unser Glücksgeheimnis

Seit 2003 sind die TV-Stars Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig glücklich verheiratet. Durch ihren Beruf sind sie im Alltag zwar öfter räumlich getrennt, aber jedes Jahr nehmen sie sich eine gemeinsame Auszeit. Diesmal ging es nach Südafrika und Namibia…

Frau Wenzel, wie wichtig sind solche gemeinsamen Reisen für Ihre Ehe?Claudia Wenzel: Sehr. Wir versuchen, jedes Jahr mindestens vier Wochen Urlaub zusammen zu machen. Falls wir in diesem Zeitraum Angebote bekommen, sagen wir sie grundsätzlich ab. Dann steht der Urlaub an erster Stelle. So intensiv Zeit miteinander zu verbringen ist etwas ganz Wichtiges. Es zeigt uns immer wieder neu, wie gut unsere Beziehung funktioniert.Was ist das Geheimnis Ihrer Ehe?Claudia Wenzel: Ich war vorher schon einmal verheiratet, mein Mann zweimal. Aus diesen Erfahrungen haben wir gelernt. Wir wissen, welche Fehler wir in den vergangenen Beziehungen gemacht haben. In meiner ersten Ehe habe ich mich z. B. auch mal über eine herumliegende Socke aufgeregt. Heute belaste ich meine Ehe nicht mehr mit solchem Kleinkram und hebe die Socke lieber selbst auf. Das Wichtigste ist, dass man den Partner so sein lässt, wie man ihn kennen- und lieben gelernt hat und nicht versucht, ihn zu verbiegen.Gibt es denn gar nichts, womit Ihnen Ihr Mann auf den Wecker fällt?Claudia Wenzel: Na klar, nervt mich auch mal was. Er ist ein ganz toller umweltbewusster Mensch. Ich achte zwar auch darauf, aber er ist da schon extremer. Bei ihm geht es so weit, dass er im Hausflur abends das Licht nicht einschaltet, um Strom zu sparen. Und ich muss mit Stöckelschuhen im Dunkeln die Treppe hochlaufen. Dann mache ich manchmal ganz demonstrativ doch das Licht an und sage: „Ich will mir nicht das Bein brechen!“ Aber andererseits verstehe ich ihn auch, und im Nachhinein lachen wir darüber.War es Ihre erste Afrika-Reise?Claudia Wenzel: Nein. Es war bestimmt schon unsere sechste. Afrika ist das Land, das wir beide über alles lieben. Die Landschaften sind wunderschön, die Menschen wahnsinnig freundlich. Mein Mann hat vor einiger Zeit ein ganzes Jahr lang in Südafrika gedreht, in Simbabwe. Damals habe ich ihn öfter besucht und seitdem versuchen wir, alle zwei Jahre dorthin zu reisen. Nicht nur ins zivilisierte Südafrika sondern auch in andere Regionen. Dieses Mal sind wir nach Namibia gefahren und haben dort eine viertägige Safari-Tour gemacht.

Welche Stationen haben Sie besonders beeindruckt?

Claudia Wenzel: Durch einen ganz großen Zufall konnten wir auf unserer Safari die Geburt eines Gnus beobachten. Es kam in der Mittagssonne direkt am Wegrand zur Welt und nur 25 Minuten später stand es auf und torkelte mit der Herde los. Das war sehr beeindruckend, ein absolutes Highlight.

Haben Sie sich auch die Armenviertel angesehen?

Claudia Wenzel: Ja natürlich. Wir unterstützen in Namibia ein Aidswaisenhaus, das haben wir auch dieses mal wieder besucht. In der Zeit, die mein Mann beruflich in Simbabwe verbracht hat, hat er die Patenschaft für drei Kinder übernommen, denen er eine Schulausbildung ermöglicht. Wir ahnen das Leben in den Slums mit dem entsetzlichen Elend und den großen Aids-Problemen. Damit setzen wir uns natürlich auseinander, das gehört für uns zu einem Afrika-Urlaub dazu.

Viele möchten sich das Elend nicht so gerne ansehen, weil es auf die Stimmung drückt.

Claudia Wenzel: Natürlich, aber es wäre verlogen, sich nur die schönen Seiten anzusehen. Ich fände es schlimm in eine abgeschirmte Hotel-Anlage zu fahren und nichts von dem Land mitzubekommen. Wir mögen das Land und wollen es erleben.

Sie sind so begeistert von Afrika, könnten Sie sich vorstellen, eines Tages dort zu leben?

Claudia Wenzel: Nein. Ich liebe Deutschland, mit den verschiedenen Jahreszeiten und all den schönen Städten. Es ist einfach ein tolles Land und ich würde in keinem anderen leben wollen. Da sind mein Mann und ich uns einig. Obwohl es natürlich toll ist, für ein oder zwei Monate im Jahr mal etwas anderes zu sehen – gerade im Winter, wenn es hier nass und grau ist.

Was steht denn als nächstes auf dem Reiseplan?

Claudia Wenzel: Als nächstes wollen wir mal wieder in Deutschland bleiben und einen richtig schönen Winterurlaub machen, mit Schnee und Skifahren und anschließend geht’s vielleicht noch eine Woche auf die Kanaren .

Sie haben ja schon sehr viel gesehen von der Welt. Was macht denn für Sie den perfekten Urlaub aus?

Claudia Wenzel: Die richtige Mischung aus guter Planung und Spontatität. Grob muss die Reise geplant sein, aber ich möchte mir auch viele Dinge ansehen und wenn es mir irgendwo gefällt spontan dort bleiben. Und ansonsten: Ausschlafen, gutes Essen und den Liebsten an der Seite – das ist Urlaub pur.

Gemeinsame Zeit ist für Sie ja nicht selbstverständlich. Sie stehen oft in Leipzig für „In aller Freundschaft“, ihr Mann einen Großteil des Jahres an der Ostsee für die „Küstenwache“ vor der Kamera…

Claudia Wenzel: Es gibt immer Zeiten in denen wir ein bisschen länger getrennt sind. Aber wir versuchen, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. Ein Urlaub ist für uns darum etwas ganz Wunderschönes. Es ist toll, wenn wir so lange am Stück wirklich immer zusammen sein können.

Was lieben Sie besonders an Ihrem Mann?

Claudia Wenzel: Ich liebe an meinem Mann seinen Humor. Und wenn wir uns nach einer Woche Trennung wiedersehen, dann sind wir sofort wieder auf einer Wellenlänge. Wir passen hervorragend zusammen. Wir sagen immer: „Wir haben uns einfach gefunden, auch wenn es lange gedauert hat.“

Das klingt ja sehr harmonisch. Gibt es denn auch mal Streit?

Claudia Wenzel: Sicherlich gibt es auch mal kleine Streitigkeiten, aber mir fällt jetzt kein konkretes Beispiel ein. Das sind wirklich immer nur Lappalien. Schlimmen Streit gibt es aber zwischen uns nicht.

Welche Rolle spielt Eifersucht in Ihrer Beziehung, gerade in Zeiten in denen Sie sich seltener sehen?

Claudia Wenzel: Das Thema Eifersucht kommt bei uns nicht auf. Wir haben eine tolle Vertrauensbasis. Und wir sind beide schon in einem Alter, in dem man viel erlebt hat und weiß, was man will. Darum würden wir das, was wir haben, nie für ein Abenteuer aufs Spiel setzten. Wenn mein Mann allerdings sieht, wie ich im Film jemanden küsse oder ich ihn umgekehrt im Fernsehen mit einer anderen Frau im Bett liegen sehe, dann kribbelt es schon. Ich bin dann neugierig und frage: „Na, wie war das mit der Kollegin da?“ Das finde ich aber auch in Ordnung. Es wäre komisch, wenn es nicht so wäre.

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