Clean Eating: Was steckt dahinter?

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Clean Eating: unverarbeitete und natürliche Lebensmittel
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Nur ein Trend oder ein gesundes Ernährungskonzept?

Das neue Ernährungskonzept: Clean Eating. Sauberes Essen? Es soll gesünder und fitter machen. Wir wissen, was sie essen dürfen und was nicht.

In einen Erdbeerjoghurt gehören Erdbeeren und auf eine Pizza Käse. Ist doch klar! Denken Sie! Verbraucherschützer finden immer häufiger Sägespäne statt Obst im Erdbeerjoghurt und Analogkäse statt Mozzarella auf der Pizza. 'Künstlich ist halt billiger'. Aber auch besser?

Tüte auf, Burger raus. Es geht schnell und es schmeckt. Also warum frisch kochen, wenn es so einfach geht? Wer einen Blick auf die Zutatenliste riskiert wird mit Schrecken feststellen, dass sich darauf Begriffe tummeln, die einem ganz schnell den Appetit verderben können. Einzige Lösung: Frisch essen und selber kochen.

Ein Lifestyle

Ein neues Ernährungskonzept: Clean Eating. Keine Diät und keine Hungerkur sondern eine Lebensform, die die Amerikaner längst für sich entdeckt haben. Autorin Tosca Reno hat Clean Eating publik gemacht. Mit 42 Jahren hat sie ihr Leben geändert, ist dem Übergewicht entflohen. Sie sei "eine von uns" und das beste Beispiel dafür, dass jeder abnehmen kann, der es wirklich will.

Das Prinzip: längst bekannt. Es ähnelt dem Essen unserer Großeltern: selbst anpflanzen und Selbst kochen. Viel Gemüse und wenig Fleisch. Kuchen und Süßigkeiten gab es nur zu besonderen Anlässen. Cola, Limo und Chips kannte man nicht.

Fisch ja, Fischstäbchen nein

Clean Eating bedeutet übersetzt nichts anderes, wie 'sauberes Essen': Essen, das sich aus natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln zusammensetzt. Umso öfter ein Lebensmittel modifiziert und verändert wird, umso schlechter ist es für den Körper.

Stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte, Süßigkeiten, Fast Food und salzige Snacks sind nicht nur ungesund, sie führen auch zu Übergewicht. Sie machen müde und schlapp, man fühlt sich ausgelaugt. Schon nach wenigen Tagen 'sauberen Essens' fühlt man sich fitter und leistungsfähiger. Das Hautbild wird klarer, der Schlaf intensiver und die Verdauung besser.

Wie esse ich 'sauber'?

  • 5-6 kleine Mahlzeiten pro Tag
  • das Frühstück darf nicht ausgelassen werden
  • jede Mahlzeit sollte aus komplexen Kohlenhydraten und Eiweiß bestehen
  • gesunde, pflanzliche Fette bevorzugen
  • viel frisches Obst und Gemüse
  • 2-3 liter Wasser pro Tag trinken
  • auf Portionsgrößen achten
  • auf Fertigprodukte, Konservierungsstoffe, künstliche und chemische Lebensmittel verzichten

'Selber kochen ist zeitaufwendig und teuer': eine Ausrede. Es gibt viele Rezepte, die nicht nur schnell, sondern auch kostengünstig zubereitet werden. Wer sich auf Clean Eating einlässt, wird überrascht sein, wie spielend leicht es sich in den Alltag integrieren lässt. Zum Frühstück gibt es statt fertigem Knusper-Müsli, selbst gebackenes Müsli. Zum Mittag wird frisch gekocht und am Abend wird das Weißbrot durch Vollkornbrot ersetzt. Ein Stückchen Zartbitterschokolade zwischendurch ist völlig OK. Weitere leckere Snacks: Nüsse, Obst, Gemüse, Naturjoghurt und Quark.

Vorsicht vor Fruchtsäften und Smoothies! Häufig werden diese mit Wasser gestreckt, mit Konservierungsstoffen versetzt und mit Zucker gesüßt. Selber machen ist nicht nur gesünder, sondern schmeckt auch noch besser.

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