CP Foods: Lebensmittelskandal betrifft auch deutsche Discounter

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U.a. Aldi Nord erreicht der Lebensmittelskandal von CP Food und betrifft vor allem Genießer von Garnelen- und Fleischprodukten.
Foto: © Bob Ingelhart - iStockphoto.com

Heftige Vorwürfe!

Deutsche Discounter wie Aldi Nord, Penny und Frosta sind in den Lebensmittelskandal um den internationalen Garnelenproduzenten CP Foods verwickelt.

Discounter wie Walmart und Tesco standen bis jetzt allein heftigen Vorwürfen im Lebensmittelskandal um CP Foods gegenüber. Nun sollen sich diese auch auf deutsche Discounter wie Aldi Nord, Penny und Frosta beziehen.

Lebensmittelskandal um Discounter - was bisher geschah

Der weltweit tätige Garnelenproduzent CP Foods - spezialisiert auf Seafood und Fleischprodukte - mit Sitz in Thailand liefert Fertiggerichte als auch frische Meeresfrüchte an Discounter , Lebensmittelhersteller und Zwischenhändler. Wie die britische Tageszeitung "Guardian" nun berichtete, hat der Konzern mit zwielichten lokalen Lieferanten zusammengearbeitet und Fischmehl zur Fütterung der Garnelen bezogen.

Diese Lieferanten sollen dem Bericht des "Guardian" zufolge Fischer-Sklaven aus Thailand, Kambodscha und Burma unter Gewaltandrohungen zu Arbeiten gezwungen, ausgebeutet, gefoltert, ja sogar in Einzelfällen bis zum Tode misshandelt haben.

Bob Miller, geschäftsführender Direktor bei CP Foods in Großbritannien räumte gegenüber der britischen Tageszeitung ein: "Wir verteidigen nicht, was passiert. Wir wissen, dass es bei den Rohmaterialien Probleme gibt, aber es gibt wenig Sichtbarkeit."

Kurze Zeit später wurde seitens CP Foods sogar angekündigt, mittelfristig ganz auf die Nutzung von Fischmehl zu verzichten. Doch offiziell soll es erst ab 2021 - in sieben Jahren - Fischmehl nicht mehr geben!

Welche deutschen Discounter sind vom CP Foods-Lebensmittelskandal betroffen?

Neben Aldi Nord und Penny hat der Skandal nun auch den Tiefkühlkost-Anbieter Frosta erreicht. Das Unternehmen, das vor allem Hühnerfleisch-Produkte von CP Foods bezog, stoppte alle Warenbezüge, nachdem die Enthüllungen über die menschenunwürdigen Umstände zutage kamen.

"Wir waren geschockt und haben entschieden, ab sofort keine Waren mehr von CP Foods zu ordern", so ein Sprecher zur Huffington Post.

Das Unternehmen überlegt nun, was mit den restlich vorhandenen Produkten geschehen soll.

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