Cristina von Spanien: Vernehmung verschoben

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Cristina von Spanien setzt sich zur Wehr.
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Jetzt setzt sie sich zur Wehr

Wende im Korruptionsskandal gegen den Ex-Handballprofi Iñaki Urdangarin (45): Seine Frau Infantin Cristina von Spanien (47) hat sich dank anwaltlicher Hilfe mit Erfolg dagegen zur Wehr gesetzt, als Beschuldigte in die Ermittlungen einbezogen zu werden. Gestern wurde ihrem Einspruch stattgegeben und ihre für den 27. April angesetzte Vernehmung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Spanischen Agenturmeldungen zufolge hatte zuvor auch schon die Staatsanwaltschaft Einspruch gegen die richterliche Entscheidung, die Königstochter vorzuladen, eingelegt. Somit werden die Richter in Palma de Mallorca vorerst den Prozess ohne Infantin Cristina weiterführen müssen. Das Verfahren ist ohnehin ein Novum in der spanischen Geschichte. Bisher wurde in einem Korruptionsverfahren noch nie gegen ein Mitglied des Königshauses ermittelt.

Wann Iñaki Urdangarin mit einem Urteil rechnen muss, steht ebenfalls noch nicht fest. Dem Schwiegersohn von König Juan Carlos (75) wird vorgeworfen, über eine gemeinnützige Stiftung öffentliche Gelder in Millionenhöhe privat abgezweigt zu haben.

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