Dankbarkeit lernen: Wie ein kleines Wort unser Leben verbessert

dankbarkeit lernen

Foto: Thinkstock

Weise Menschen wussten es schon immer: Es gibt eine magische Zutat, die wir benötigen, um ein erfülltes Leben führen zu können: Dankbarkeit. Sie ist es, die alles verzaubert, die Heilung.

Alten Mythen und Legenden zufolge benötigt man zum Zaubern magische Formeln. Ganz ähnlich funktioniert es auch, wenn wir mit dem magischen Wort "danke" arbeiten. Es ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben - je häufiger wir es sagen, desto mehr wundervolle Dinge ziehen wir in unser Leben.

Die Bestsellerautorin Rhonda Byrne will uns zeigen, wie wir es schaffen können, unsere Träume zu leben. Sie veranschaulicht in ihrem Buch "The Magic", wie wir mithilfe weniger Übungen geradezu revolutionäre Veränderungen herbeiführen können.

Tag 1: Lerne, Dein Glück zu schätzen

Gehen wir einmal kurz in uns: Sicher gibt es ein Menge Dinge, für die wir dankbar sein können. Unsere Gesundheit, Beziehung, Freunde, Wohnung, Arbeit. Sobald wir anfangen, darüber nachzudenken, schätzen wir unser Glück. Heute schreiben wir morgens zehn Dinge auf, die uns glücklich machen und für die wir dankbar sind. Dahinter notieren wir, warum wir diese Gefühle haben. Anschließend lesen wir alles laut oder leise vor und sagen am Ende jedes Punktes dreimal das Wort: "danke". Dabei sollten wir versuchen, diese Dankbarkeit so intensiv wie möglich in uns zu spüren. Diese einfache Übung ist so machtvoll, dass sie unser ganzes Leben verändern kann. Und von heute an beginnen wir jeden Tag mit dieser Übung. Nun lesen wir die Anregung für den nächsten Tag.

Tag 2: Der Stein der Weisen

Es geht darum, Dankbarkeit zur Gewohnheit werden zu lassen. Alles, was uns daran erinnert, dankbar zu sein, vergoldet unser Leben. Heute suchen wir einen schönen Stein, den wir mit der Faust umschließen können. Einen Stein, der sich gut anfühlt. Sobald wir ihn gefunden haben, legen wir ihn neben das Bett an einen Platz, der uns sofort ins Auge sticht. Vor dem Einschlafen nehmen wir den Stein in die Hand und denken an das Beste, das uns in den letzen Stunden widerfahren ist. Jetzt sagen wir dreimal "danke". Dadurch, dass wir auf der Suche nach Positivem noch einmal alle Tagesereignisse vor unserem inneren Auge Revue passieren lassen, wird uns bewusst, wie viel Gutes uns widerfahren ist. Zusammen mit unserer Liste sorgt der Stein der Weisen dafür, dass wir jeden Tag erfüllt von Dankbarkeit beginnen und ihn genauso ausklingen lassen. Und das schafft Raum für neue, schöne Dinge.

Tag 3: Magische Beziehungen

Erst der Kontakt mit anderen Menschen verleiht unserem Leben Freude und Sinn. Beziehungen sind daher von entscheidender Bedeutung für unsere Existenz. Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt: Um eine einzige Beschwerde, sei es in Gedanken oder Worten, wettzumachen, brauchen wir zehn positive Gedanken oder Taten. Erst dann kann die Beziehung mit diesem Menschen weiter wachsen. Dankbarkeit ist dagegen die Essenz, die dafür sorgt, dass Beziehungen gedeihen. Heute wählen wir die drei Menschen aus, die uns am meisten bedeuten. Dann nehmen wir Fotos dieser Personen und denken darüber nach, wofür wir jedem besonders dankbar sind. Was lieben wir am meisten an diesen Menschen? Welches sind ihre besten Eigenschaften? Anschließend schreiben wir die fünf Dinge auf, für die wir sie am meisten schätzen. Wir stellen die Fotos deutlich sichtbar auf und sagen jedes Mal, wenn unser Blick darauf fällt: "Danke, Mutter" etc. Sind wir viel unterwegs, nehmen wir die Fotos mit und wiederholen das Ritual mindestens dreimal.

Tag 4: Magische Gesundheit

Solange es uns gut geht, betrachten wir unsere Gesundheit als etwas Selbstverständliches. Durch Dankbarkeit für unser Wohlbefinden sorgen wir dafür, dass wir uns auch weiterhin gut fühlen und können unsere Vitalität sogar verbessern. Dankbarkeit wirkt geradezu magisch: Sie baut Stresshormone ab, lindert Verspannungen und Schmerzen. Untersuchungen belegen, dass dankbare Menschen schneller genesen und bis zu sieben Jahre länger leben. Heute danken wir deshalb all unseren Gliedmaßen und Sinnesorganen. Mit geschlossenen Augen starten wir bei unseren Füßen und Beinen, die uns unermüdlich durchs Leben tragen, unseren Händen, dem Herzen, den Augen, Ohren. Und jedes Mal sagen wir in Gedanken auch, wofür wir uns bedanken. Dann schreiben wir auf einen Zettel: "Das Geschenk der Gesundheit hält mich am Leben." Und der Zettel kommt an eine gut sichtbare Stelle. Mindestens viermal schauen wir heute auf den Zettel und versuchen dabei, so viel Dankbarkeit wie möglich zu empfinden.

Tag 5: Magisches Geld

Wer viel Geld hat, dem wird diese Übung leichtfallen. Für alle anderen ist sie eine echte Herausforderung. Denn heute sind wir dankbar für unser Geld. Das Ganze läuft in zwei Schritten ab. Morgens versuchen wir, uns an Situationen aus unserer Kindheit zu erinnern, in denen für uns bezahlt wurde. Taucht ein Erlebnis in unseren Gedanken auf, bedanken wir uns. Dabei kann es sich um Spielzeug, Nahrung, Kinobesuche oder Reisen handeln. Anschließend nehmen wir einen Geldschein und versehen ihn mit einem Aufkleber, auf den wir schreiben: "Danke für all das Geld, das ich in meinem ganzen Leben bekommen habe". Diesen markierten Euroschein nehmen wir mit und schauen ihn uns so oft wie möglich im Laufe des Tages an. Sobald wir uns dabei ertappen, über Geldmangel zu jammern, sagen wir "stopp" und überlegen uns, ob wir wirklich bereit sind, den Preis für diese Klagen zu bezahlen. Denn sie stören den magischen Fluss des Geldes. Dankbarkeit für Rabatte, Geschenke oder einen Bonus wirkt sich hingegen positiv auf unsere zukünftigen Finanzen aus. Abends deponieren wir den markierten Geldschein so, dass wir später immer wieder einen Blick auf dieses Symbol für unseren Wohlstand werfen können.

Tag 6: Magie der Arbeit

Eigentlich ist es ein Gesetz der Logik: Je negativer wir unserer Arbeit gegenüber eingestellt sind, desto weniger engagieren wir uns. Die Folge: Wir ziehen immer mehr Ärger, Probleme und Schwierigkeiten an. Egal, was wir tun, wir sollten Freude dabei empfinden - selbst dann, wenn wir noch nicht unseren Traumjob gefunden haben. Denn Dankbarkeit ist der magische Stoff, der uns den Weg dorthin ebnet. Heute gehen wir mit offenen Augen durch unseren Arbeitstag und notieren im Geiste alles, wofür wir dankbar sind: den PC, der uns viel Arbeit abnimmt, die netten Kollegen, das schöne Büro ... Und die Tatsache, dass wir überhaupt einen Job haben. Vor dem Einschlafen lassen wir die Liste in Gedanken Revue passieren und bedanken uns anschließend mit dem magischen Stein in der Hand für das Beste, was uns heute widerfahren ist.

Tag 7: Wege aus der Negativität

Beziehungskrisen, Krankheiten, Geldsorgen - wir alle haben unsere Probleme. Doch anstatt stundenlang darüber zu grübeln, versuchen wir heute, sofort aus der Negativspirale unserer Gedanken auszusteigen und uns an die Dinge in unserem Leben zu erinnern, für die wir dankbar sind. Wir spielen ein Spiel, bei dem wir jeden negativen Gedanken durch etwas ersetzen, was uns froh und glücklich macht. Zumindest können wir versuchen, auch die positiven Aspekte einer Situation zu sehen. Liegen wir mit einem Infekt im Bett, können wir uns für die Auszeit bedanken, vielleicht hat unser Körper ja dringend etwas Ruhe benötigt. Haben wir Probleme mit unserem Partner, können wir uns für all die guten Beziehungen bedanken, die wir sonst noch haben - zu unseren Freunden, Kindern, Kollegen. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, das Positive zu finden, aber es funktioniert. Und deshalb schreiben wir heute eine Liste mit zehn Dingen, für die wir trotzdem dankbar sind. Und am Ende steht der Satz: "Danke, danke, danke für die perfekte Lösung." Sobald wir uns dabei ertappen, dass wir uns beklagen oder jammern, werfen wir den magischen Rettungsring aus und sagen: "Aber ich muss schon sagen, ich bin wirklich dankbar für ..."

Tag 8: Die magische Zutat

Früher hat man vor jeder Mahlzeit ein Gebet gesprochen. Heute bedanken wir uns im Geist für jedes Getränk und Nahrungsmittel und denken für einen kurzen Augenblick an die Menschen, die etwas dazu beigetragen haben, dass uns diese jetzt zur Verfügung stehen. Nahrung und Wasser sind Geschenke der Natur. Je bewusster wir unser Essen und unsere Getränke genießen, je mehr Aufmerksamkeit wir ihnen schenken, desto stärker werden wir Dankbarkeit für all die Dinge empfinden können, die uns im Alltag so selbstverständlich erscheinen. Heute schätzen wir deshalb erneut unser Glück und schreiben zehn Dinge auf, die uns dankbar machen, und notieren, warum wir es sind. Am Ende jedes Punktes sagen wir dreimal das magische Wort "danke". Bevor wir etwas essen oder trinken, konzentrieren wir uns kurz auf das, was wir tun, und nehmen es bewusst wahr. Wir können auch magischen Staub über die Nahrungsmittel streuen, indem wir, während wir das Zauberwort "danke" sagen, unsere Finger darüber bewegen, als wenn wir eine magische Zutat darüber verteilen würden.

Text: Christiane Schönemann

*

Noch mehr Übungen für mehr Dankbarkeit gibt es im Happinez-Heft "Weisheit" - erhältlich im Happinez Webshop

Möchten Sie Happinez abonnieren? Hier geht es zum Abo-Shop !

Mehr vom Mindstyle-Magazin Happinez gibt es auch auf Facebook .

Kategorien: