WasserkocherDarf man aufgekochtes Wasser mehrmals aufkochen?

Gekochtes Wasser mehrmals aufkochen?
Was passiert, wenn man aufgekochtes Wasser mehrmals aufkocht?
Foto: privat / wunderweib

Wer sich die Gebrauchsanleitung von Wasserkochern durchliest wird feststellen, dass oft davon abgeraten wird, aufgekochtes Wasser erneut zu kochen. Oder anders gesagt: Wenn man zu viel Wasser gekocht hat, soll man die Reste wegschütten und nicht im Wasserkocher aufbewahren.

Der Grund für diese Warnungen: Wasserkocher aus Edelstahl können - älteren Studien zufolge - Spuren von Nickel und / oder Chrom ans Wasser abgeben, Plastik-Wasserkocher wiederrum Weichmacher wie Bisphenol A freisetzen. Laut testberichte.de ist das allerdings eher die Ausnahme statt die Regel. Diese "Giftabsonderung" geschieht in so minimalen Mengen, dass sie erst bei literweisem Konsum dem Menschen schaden könnte. Zudem lösen sich die Schadstoffe erst nach vielen Stunden im Wasser auf. Es reicht also aus, wenn man das mehrmals aufgekochte Wasser noch am selben Tag konsumiert. Mal ganz davon abgesehen, dass Wasser in Deutschland strengen Kontrollen unterzogen wird, sodass das Wasser selbst kein Kupfer oder Nickel enthält.

Heute wird bei der Produktion von Wasserkochern auf Isolation und Qualität gesetzt - wenn man nicht gerade zu einem Billig-Wasserkocher greift. Stiftung Warentest vergab beim Wasserkocher-Test in der Sparte "Umwelt und Gesundheit" Noten zwischen "gut" und "befriedigend".

Wer sparsam mit den Wasserresten umgehen möchte, kann auf Nummer sicher gehen und Wasserkocher aus Glas nutzen. Das setzt keinerlei Spuren von Giften frei - und man wird definitiv schneller darauf aufmerksam, wann man den Wasserkocher wieder entkalken muss...

 

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