Darum könnte der Juni die ganze Welt verändern

juni veraenderungen
Im Juni stehen Entscheidungen an, die die ganze Welt verändern können.
Foto: iStock

Juni: Die wichtigsten Entscheidungen

Verschiedene Entscheidungen an verschiedenen Orten die alles verändern können: Experten sprechen vom Juni als wichtigsten Monat des Jahres. Es stehen Veränderungen an, die die ganze Welt betreffen.

2. Juni: OPEC-Sitzung in Wien

Am 2. Juni tagen die Mitgliedert der OPEC – der Organisation erdölexportierender Länder – in Wien. Im Gespräch sind die Senkungen der Förderquoten um eine Marktstabilität zu gewähren – für den Konsumenten würde dies allerdings ein sinkendes Angebot bei gleichbleibender Nachfrage und damit eine Preiserhöhung bedeuten. Sollte also tatsächlich eine Begrenzung der Förderungen beschlossen werden, bekommen die Bürger diese Entscheidung in Form von höheren Benzin- und Heizkosten direkt zu spüren.

14. – 15. Juni: Sitzung der US-Notenbank Fed in Washington

Mitte Juni findet die nächste Sitzung der Fed, des Zentralbank-Systems der Vereinigten Staaten, statt. Fed-Chefin Janet Yellen sprach bereits über mögliche Zinserhöhungen, die während der Tagung beschlossen werden könnten. Die Federal Reserve ist die mächtigste Notenbank, so dass Zinsveränderungen sich weltweit bemerkbar machen würden. Eine Zinserhöhung könnte den Finanzmarkt, der aufgrund des möglichen Brexit ohnehin wackeln könnte, weiter erschüttern.

21. Juni: Verfassungsgericht urteilt über OMT-Programm

EZB-Präsident Mario Draghi versprach, alles geldpolitisch Mögliche für die Euro-Rettung zu tun - was einen unbegrenzten Aufkauf von Staatsanleihen verschuldeter Krisenländer bedeutet, der heute über das sogenannte OMT-Programm geregelt ist. Kläger bestreiten, dass der unbegrenzte Aufkauf eine verbotene Staatsfinanzierung der EZB darstellt. Ursprünglich hatte der Europäische Gerichtshof das OMT-Programm als rechtmäßig beurteilt, nun wird der Fall erneut vor dem Zweiten Senat des Gerichts behandelt. Was hätte es für Auswirkungen, wenn die Kläger gewinnen? Der Bundesbank könnte verboten werden, am OMT-Programm teilzunehmen, die Bundesbank ist allerdings größter Anteilseigner der Europäischen Zentralbank, so dass das OMT-Programm in seiner Gesamtheit weniger nützlich wäre. Europa könnte sich weiter spalten.

23. Juni: Brexit-Abstimmung in London

Am 23. Juni wird in London über den Brexit, den Austritt Großbritanniens aus der EU, abgestimmt. Umfragen zufolge herrscht aktuell noch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Gegnern und Befürwortern. Was bedeutet ein Austritt aus der EU für die Bürger? Eine Millionen britische Arbeitsplätze sind in Gefahr, da ein Austritt die Wirtschaftsleistung Großbritanniens stark bedroht – eine Senkung des Bruttoinlandsproduktes könnte die Folge sein - auch wenn Befürworter des Brexit langfristig von einer besseren Wirtschaftsleistung ausgehen, was allerdings nur der Fall ist, wenn Großbritannien eine eigene erfolgreiche Handelspolitik aufbaut. Das geschieht allerdings nicht von heute auf morgen. Bereits jetzt ist die Wirtschaftskraft seit Brexit-Diskussion rückläufig. Doch auch der restliche europäische Finanzmarkt ist bedroht, da manche Institute über britische Hypotheken Anleihen gekauft haben. Gibt es die Europäische Union bald nicht mehr? Des Weiteren bleibt die Gefahr, dass der Brexit, Großbritanniens Austritt, erst der Anfang vom Zerfall der EU ist und weitere Länder nachziehen. Es wäre ein starker Rückschritt: Jedes Land würde nur noch zu seinem eigenen ökonomischen Vorteil arbeiten, wie es in Zeiten vor der EU der Fall war. Die Wirtschaftslage in Europa könnte sich gänzlich verändern.

26. Juni: Regierungswahl in Spanien

Am 26. Juni stehen in Spanien die Wahlen an. Aktuellen Umfragen nach liegt die konservative Volkspartei mit knapp 30 Prozent vorne, allerdings dicht gefolgt von den Linkspopulisten, die ein Wahlbündnis mit der grün-kommunistischen Partei geschlossen hat. Gemeinsam mit der sozialistischen Partei können die Linkspopulisten somit die Wahlen gewinnen. Experten fürchten, dies könnte die Wirtschaftslage Spaniens allerdings weiter schwächen und somit die Arbeitslosigkeit (die mit 20 Prozent mit an der Spitze Europas steht) weiter erhöhen. Es droht eine ähnliche Krise wie Griechenlands.

Zusammenfassung: Das könnte sich im Juni verändern

Kurz zusammengefasst: Der Juni ist somit ein Monat voller Entscheidungen, die die ganze Welt betreffen. Die Ölpreise könnten steigen, der Finanzmarkt wackeln, Spanien tiefer in die Wirtschaftskrise rutschen und die EU ein Mitglied verlieren. Die ganze Europäische Union könnte sich somit abhängig vom Verlauf diesen Monats stark verändern - und vielleicht sogar weiter bröckeln.

(ww4)

Kategorien: