Mama-BlogDas bisschen Haushalt

Haushalt ist ein leidiges Thema - auch für Mama-Bloggerin Anja.
Haushalt ist ein leidiges Thema - auch für Mama-Bloggerin Anja.
Foto: iStock

Weißt Du was für mich eines der belastendsten Dinge am ganzen Familienleben ist? Das, was man leichthin als „das bisschen Haushalt“ bezeichnet. Wäsche waschen, die Küche aufräumen und putzen, Staubsaugen und überhaupt das ganze Haus in einem bewohnbaren Zustand halten.

Ich weiß nicht warum, aber das sind Dinge, die ich einfach nicht wirklich gern mache. Weil sie mir keinen Spaß machen, oft langwierig sind und scheinbar nie ein Ende haben. Manchmal habe ich das Gefühl in einer Endlosschleife festzustecken: Ich fange an einer Ecke des Hauses an und wenn ich am anderen Ende angekommen bin, könnte ich gerade schon wieder von vorn loslegen. Oft frage ich mich dann, warum ich mir überhaupt die Mühe mache.

Aber natürlich möchte ich nicht, dass jemand aus meiner Familie krank wird, weil es bei uns zu dreckig ist. Und natürlich möchte ich auch nicht, dass man nirgendwo mehr hintreten kann, weil überall Sachen im  Weg liegen. Also erledige ich die Haushaltspflichtaufgaben dann doch.

Könnte ich dabei gründlicher sein? Aber klar.

Könnte ich öfter und länger solche Hausarbeiten machen? Darauf kannst Du wetten. Und sollte ich nicht auch noch darauf achten, dass das Haus nicht nur bewohnbar, sondern auch gemütlich ist und jederzeit Gäste empfangen kann? Ja, das sollte ich wahrscheinlich.

Aber ganz ehrlich: Darauf habe ich absolut keinen Bock!

Denn davon werden wir auch nicht wirklich zu einer glücklicheren Familie. Was nützt es mir denn, wenn wir zwar theoretisch vom Boden essen könnten, aber praktisch sowieso keiner mehr zu Hause isst, weil ich nur am Putzen bin und keine Zeit habe?

Und glaub mir: Wenn mein Mann oder meine Tochter das Kochen übernehmen, kann ich hinterher die Küche nicht nur aufräumen, sondern wirklich auch noch gründlich schrubben. Aber dafür ist das Essen, was die beiden zaubern immer lecker.

 

Deswegen macht es mir schon lange nichts mehr aus, wenn es bei uns auch mal ein bisschen unordentlich ist. Denn ganz ehrlich: Lieber sitze ich doch mit meiner Familie zum Essen gemeinsam am Tisch und genieße was auf meinem Teller ist, als dass ich wie verrückt die Küche aufräume und putze. Dafür ist hinterher allemal noch Zeit.

Und sollte es irgendjemanden stören, darf der gerne bei mir aufräumen und putzen. Dagegen habe ich überhaupt keine Einwände ;-) .

Und seit mein Mann mir mal den tollen Spruch gesagt hat: „Bei uns ist es sauber genug um gesund zu bleiben, aber dreckig genug um sich wohlzufühlen“, habe ich nicht mal mehr ein allzu schlechtes Gewissen.

Denn ganz eigentlich ist es ja genau das, worauf es ankommt: Dass alle sich zu Hause wohlfühlen. Egal wie gründlich oder nicht gründlich aufgeräumt und geputzt ist. Da hat sowieso jeder seine eigenen Maßstäbe.

Und wohlfühlen ist besser als perfekt.

Deine Anja

Anja Riemer-Grobe bloggt für Wunderweib.de über Familie und Mutter sein.

Anja Riemer-Grobe bloggt für Wunderweib.de über Familie und Mutter sein​.
Foto: Anja Riemer-Grobe

 

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Über Anja:

Anja Riemer-Grobe ist konsequent-liebevolle Mädchenmama, Elternbegleiterin und Befürworterin eines wertschätzenden Miteinanders. Sie schreibt auf ihrem Blog unter www.anja-riemer.de über die Themen Familie, Beziehung und Bindung und hilft anderen Eltern dabei sich selbst zu helfen, indem sie ihren ganz eigenen Familienlebensraum entwickeln. Ohne Druck und Stress von außen, dafür mit viel Liebe und Wertschätzung auf Basis von echten Beziehungen.

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