Das hilft bei einer Sehnenscheidenentzündung

sehnenscheidenentzuendung
Wer unter einer Sehnenscheidenentzündung liegt, sollte sich absolute Ruhe verschreiben.
Foto: fotolia

Wenn Arme und Füße schmerzen

Die rechtzeitige Behandlung einer Sehnenscheidenentzündung ist wichtig, um chronische Beschwerden zu verhindern. Neben absoluter Ruhe helfen diese Therapien.

Ob beim Sport, beim Musizieren oder am Computer-Arbeitsplatz: Eine Sehnenscheidenentzündung kann immer dann entstehen, wenn eine Bewegung ständig wiederholt wird. Spüren Sie andauernd Schmerzen oder ein Ziehen im Gelenk, dann ist schnelles Handeln gefragt. Wird die Sehnenscheidenentzündung zu spät behandelt, drohen chronische Beschwerden.

Überbelastungen sind die Ursache

Als Sehnenscheiden bezeichnet man schlauchartige Gebilde, die schützend um einige besonders beanspruchte Sehnen des Körpers gelegt sind. Wird ein Gelenk (z.B. Hand oder Fuß) zu stark und immer auf dieselbe Weise belastet, entzündet sich die Sehne - es kommt zu ziehenden und stechenden Schmerzen. Häufig knirscht es bei jeder Bewegung und die Stelle schwillt an.

Ruhig stellen und kühlen helfen

Bei den ersten Anzeichen einer Sehnenscheidenentzündung hilft nur eins: das Gelenk konsequent ruhig stellen! Die Sehnenscheiden sollten erst wieder belastet werden, wenn die Sehnenscheidenentzündung abgeklungen ist.

Unterstützen können Sie den Heilungsprozess, indem Sie die betroffene Stelle kühlen - etwa mit Kühl-Packs oder Quark-Wickeln. Anwendung: Den Quark direkt aus dem Kühlschrank nehmen, fingerdick auf ein Tuch streichen und um das betroffene Gelenk wickeln. Den Umschlag wechseln, bevor er körperwarm wird. Zwei- bis dreimal täglich.

Salben lindern die Sehnenscheidenentzündung

Bessern sich die Symptome nicht innerhalb von zehn Tagen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Ihnen Salben verschreiben oder Spritzen verabreichen (z. B. Kortison-Präparate), um den Entzündungsprozess zu stoppen. Leiden Sie unter starken Schmerzen, kann er Ihnen zusätzlich schmerzlindernde Medikamente verschreiben. Häufig wird er Ihnen für einige Tage auch das Tragen einer speziellen Stütz-Bandage empfehlen.

Magnetimpulse regen Heilung an

Bei chronischen Beschwerden hat sich auch die Magnetfeld-Therapie bewährt. Dabei werden pulsierende Magnetfeldwellen sanft an den Körper weitergeleitet. Das wirkt sich direkt auf die Zellen und den Stoffwechsel aus. Das Verfahren aktiviert schmerzfrei die Steuerungsvorgänge des Körpers, die für die Heilung von Sehnenscheidenentzündungen und Schwellungen zuständig sind. Die Therapie muss in den meisten Fällen über vier bis acht Wochen zweimal täglich angewendet werden. Bislang zahlen nur private Krankenkassen die Kosten von 40 Euro pro Sitzung.

Letzter Ausweg: Operation

Wenn eine Sehnenscheidenentzündung besonders schwer verläuft und eine medikamentöse Behandlung keine Besserung bewirkt, hilft eine Operation weiter: Hierbei spaltet der Arzt die verengte und entzündete Stelle der Sehnenscheide, um sie zu entlasten. Der Eingriff kann meist ambulant durchgeführt werden.

So beugen Sie vor

Bauen Sie diese Fußübungen in den Alltag ein, um Ihre Sehnen zu stärken: Machen Sie regelmäßig Greif-Übungen mit Ihren nackten Zehen: Heben Sie ein Taschentuch, ein Bällchen oder einen Korken hoch. Marschieren Sie abwechselnd auf den Zehenballen und den Fersen auf und ab. Gehen Sie danach auf dem Innen-, dann auf dem Außenrand Ihrer Füße. Legen Sie im Sitzen ein Gymnastik-Band unter den Vorderfuß. Ziehen Sie beide Enden dann langsam, aber kräftig zu sich heran. Strecken Sie das Bein dabei nicht ganz durch.

Kategorien: