Das Liebesleben der Stars

das liebesleben der stars
Celebrity
Foto: iStockphoto.com

Kolumne: Sex to go

Das Wort "Celebrity" stammt vermutlich von "Zelle". Hat man als Bewohner eines goldenen Käfigs überhaupt eine Chance auf ein normales Liebesleben? Unsere Kolumnistin bezweifelt das – und erklärt hier ganz genau, warum.

Promis und ihr Privatleben

Wirklich jeder Hollywoodstar müsste froh sein, mit mir im Fahrstuhl stecken zu bleiben. Ich lasse Promis nämlich in Ruhe. Neulich flog ich von London nach Berlin mit einer bekannten US-Schauspielerin an Bord – und ich stand beim Check-in die ganze Zeit neben ihr. Frau X trug zur Tarnung eine große Sonnenbrille, aber ich erkannte sie trotzdem, weil ich ein Riesen-Fan ihrer Serienfigur bin (da hätte sie schon einen Conchita-Wurst-Bart tragen müssen, um mich in die Irre zu führen).

Die Sex-Tipps der Stars: So verführen Promis!

Frau X wurde begleitet von einem großen Kerl. Auch sexy. Treiben die beiden es miteinander? Mit Sicherheit! Die verstohlenen Blicke und betont zufälligen Berührungen... Nennen wir ihren Turtelpartner mal Herrn Y. Ich hätte mein Handy zücken und die Kamera einschalten können. Zwei Stunden später hätte die Welt via YouTube gewusst, was Frau X tut, wenn sie sich unbeobachtet fühlt und dass es einen Herrn Y gibt.

Das aufregende Liebesleben der Promis

In der Glitzerwelt kennen nur wenige Leute Gnade. Guy Ritchie, der Exmann von Madonna , nicht. Er musste gleich nach der Trennung loswerden, der Sex mit ihr fühle sich so an, als ob man „mit einem Stück Knorpel kuschelt“. Colin Farrells Verflossene verkündete, dass „er nur auf der Leinwand den Tiger gebe, aber im Schlafzimmer eher das Temperament einer Micky Mouse“ habe. Und Eminems Ex ließ verlauten, dass er „nicht gerade gut ausgestattet“ sei und „ohne blaue Pille gar nix gehe“. Sollte ich mich jemals in einen tollen Mann verlieben und dann erfahren, dass er berühmt ist: Ich würde weglaufen!

Aber andere Frauen attestieren ihren Sexsymbolen offenbar automatisch eine grandiose Sex-Performance . Das aufregende Liebesleben von Promis ist meiner Meinung nach die Erfindung von PR-Agenten. Aber wie soll man sich auch fallen lassen, wenn man immer damit rechnen muss, dass Teleobjektive oder irre Stalker am Fenster auftauchen? Inszenieren Schauspieler ihre Bett-Performance wohl wie eine Bühnen-Choreografie? Können die denn überhaupt vögeln ohne Drehbuch, Regisseur, Make-up und Spanx?

Unter Leistungsdruck

Ich glaube nicht, dass man guten Sex haben kann, wenn der Leistungsdruck zu hoch ist. In erotischer Hinsicht ist prominent zu sein deshalb ein Albtraum . Manchmal fühle übrigens auch ich mich von der Öffentlichkeit beobachtet. Selbst wenn ich im Vergleich zu Frau X nicht ansatzweise berühmt bin. Deshalb kippe ich hin und wieder sogar die Reste vom Katzenfutter über meinen privaten Müll. Nur für den Fall, dass sich die Paparazzi auf der Suche nach pikanten Details aus dem Liebesleben einer Erotik-Autorin an den Abfalltonnen rumtreiben...

Und jetzt: Hosen runter!

Groupies müssen ja wissen, wie es die Promis so treiben. In dem Enthüllungsbuch „Im Bett mit Rockgöttern“ (Heyne Verlag, um 10 Euro) verrät Ex-Rolling-Stones-Groupie Pamela Des Barres, wem Elvis Presley seinen Hüftschwung zu verdanken hat. Oder dass Kurt Cobain auf Feinstrumpfhosen abfuhr.

Intime Einblicke aus dem Blickwinkel der Musiker gibt’s dagegen in „Sextipps von Rockstars“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf, um 15 Euro). Klingt vielversprechend, was?

Wie sexy ist ein Elektroschock mit der Taser-Waffe? Ein Videoexperiment...

Kategorien: