Das passiert in deinem Körper, wenn du verdurstest

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Viele Menschen trinken zu wenig
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Wasser ist lebenswichtig, aber viele Menschen trinken zu wenig. Bei heißen Temperaturen kann das schnell gefährlich werden.

Deutschland schwitzt und das hat bei vielen Menschen vor allem eins zur Folge Dehydrierung. Denn kaum jemand trinkt über den Tag genug. Und viele Menschen merken das kaum. Aber ein dehydrierter Körper ist der erste Schritt zum Verdursten. Und den möchte sicher niemand machen.

Wozu benötigt der Körper Flüssigkeit?

Bei Neugeborenen liegt der Anteil des Wassers im Körper bei rund 70 bis 80 Prozent. Im Laufe des Lebens nimmt das Wasser im Körper ab. Ältere Menschen haben nur noch rund 40 bis 50 Prozent Wasser im Körper.

Jeder Ablauf im Körper benötigt Flüssigkeit. Wasser lässt unser Blut fließen, mit Wasser funktioniert unser Gehirn und jede Zelle könnte ohne Wasser nicht existieren. Rund 50 Prozent des Wassers im Körper befindet sich in unseren Zellen.

Wasser tranportiert außerdem Stoffe aus dem Körper und bringt Nährstoffe dahin, wo sie hingehören. Rund 2 bis 3 Liter Flüssigkeit verliert der Körper am Tag. Das sollte durch Getränke und Nahrung wieder ausgeglichen werden. Denn schon auf kleinste Veränderungen im Wasserhaushalt reagiert der Körper mit Störungen.

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Was passiert im Körper, wenn du zu wenig trinkst?

Schonbei einem Flüssigkeitsverlust von 0,5 Prozent verändert sich der Körper. Dabei ist es von Körper zu Körper unterschiedlich, wann dieser Flüssigkeitsverlust bemerkt wird. Alte Menschen haben generell weniger Flüssigkeit im Körper. Sie trocknen schneller aus.

Du selbst merkst als erstes Anzeichen von Dehydrierung, dass du Durst bekommst. Bei längerer Dehydrierung kann dieser richtig schlimm werden. Manche Menschen - zum Beispiel vor OPs - empfinden Durst schlimmer als Schmerzen. Dieses Warnzeichen bringt normalerweise jeden Menschen dazu zu trinken. Alte und Kinder haben keinen normalen Schutzmechanismus des Körper und empfinden deshalb zu spät oder gar keinen Durst.

Was passiert, wenn wir Durst haben, aber nicht trinken?

Das Blut wird zähflüssiger und mehr Salz ist im Blut. Der Körper weitet alle Gefäße, damit Wärme über die Haut an die Luft abgegeben werden kann. Trinken wir trotzdem nichts, verdickt sich das Blut weiter, der Kreislauf versagt und zunehmende Verwirrtheit setzt ein. Irgendwann fällt man ins Koma. Bei einem Defizit von rund 20 Pozent der natürlichen Körperflüssigkeit tritt der Tod ein. Nieren- und Kreislaufversagen vergiften den Körper.

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Wieviel solltest du trinken?

Du trinkst zu wenig? Dann geht es dir wie vielen Menschen. Denn vor allem ältere Menschen schaffen es nicht genug zu trinken. Der Körper verliert am Tag rund 2 bis 3 Liter. Die müssen natürlich wieder reingeholt werden. Allerdings musst du dazu nicht unbedingt so viel Flüssigkeit trinken. Rund die Hälfte nimmt man über Flüssigkeit in der Nahrung auf. 1,3 bis 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Was passiert, wenn du konstant zu wenig trinkst?

Da eigentlich alles im Körper Wasser braucht, um zu funktionieren, merkst du an verschiedenen Dingen, dass du zu wenig trinkst. Die Haut verliert an Elastizität. Du bekommst schneller Falten. Außerdem trocknet die Haut schneller aus. Bekommt der Körper zu wenig Wasser, entzieht er es dem Dickdarm. Die Folge: Verstopfung. Schwerwiegende Krankheiten, die durch jahrelangen Flüssigkeitsmangel auftreten sind Nierensteine, Bluthochdruck oder Harnwegsinfektionen.

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