Das sollten Sie wissen, bevor Sie den Balkon bepflanzen

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Balkonbepflanzung - aber mit Köpfchen

Sie wundern sich, warum Ihre neuen Balkonblumen nach wenigen Wochen eingehen? So kommen Sie zu einer schönen Blumenpracht in ihrem Draußen-Wohnzimmer.

Endlich ist es wieder warm genug, um den eigenen Balkon hübsch zu gestalten. Dann werden Balkonmöbel vom Dachboden geholt und gepflegt, Lampions und Balkondeko aufgehängt - und natürlich Balkonblumen gepflanzt. Doch Letzteres gestaltet sich manchmal als echte Herausforderung. Denn nicht jedes Gewächs ist für Ihren Balkon geeignet. Doch woran liegt es, dass einige Pflanzen einfach traurig den Kopf hängen lassen und ihren Lebensmut in luftiger Höhe verlieren? Wir klären auf.

Zunächst einmal ist der Zeitpunkt nicht unentscheidend. Pflanzen Sie Ihre Balkonpflanzen immer erst im Mai, denn dann ist die Gefahr von Nachtfrost gebannt. Dass sich eine Pflanze auf Ihrem Balkon nicht wohlfühlt, kann aber auch mit der Himmelsausrichtung zusammen hängen. Denn: Einige Pflanzen vertragen besser Schatten, während andere gerne ein Bad in der Sonne nehmen. Folgendes ist beim Aussuchen von Gewächsen zu beachten:

Sie haben einen Südbalkon: Ihr Balkon liegt im Sommer fast den ganzen Tag in der Sonne. Daher müssen auch Pflanzen gewählt werden, die selbst im Hochsommer den Temperaturen trotzen können. Hier sind mediterrane Vertreter gefragt! Lavendel, Hibiskus aber auch Geranien mögen Sonne und werden bei regelmäßiger Bewässerung nicht die Köpfe hängen lassen. Auch Oliven- oder kleine Orangenbäumchen sind für einen solchen Südbalkon geeignet und können direkte Sonneneinstrahlung gut vertragen.

Sie haben einen Nordbalkon: Im Hochsommer ist dieser Balkon ein herrlich schattiges Plätzchen, schließlich kommt kaum Sonne dort hin. Der Nachteil: Nicht alle Sommerblumen mögen es im Schatten zu stehen - und verkümmern irgendwann. Doch keine Sorge: Der Balkon muss nicht kahl und leer bleiben. Fuchsien, Efeu, Chrysanthemen aber auch verschiedene Farne fühlen sich auch ohne Sonne bei Ihnen heimisch.

Sie haben einen Ostbalkon: Ihr Balkon hat immer morgens Sonne, die aber gen Mittag hinter Häusern und Bäumen verschwindet? Dann sollten Sie beim Balkongestalten Pflanzen wählen, die Halbschatten vertragen. Das sind zum Beispiel: Petunien, Begonien, Margeriten oder Astern.

Sie haben einen Westbalkon: Erst am Nachmittag bekommt ihr Balkon Sonne, entsprechend sollten auch Pflanzen angesiedelt werden, die zu dieser Tageszeit ihre volle Pracht entfalten. Besonders wohl fühlen sich hier: Lilien, Hortensien oder Fleißiges Lieschen.

 

Und so pflanzt und düngt man Blumen optimal:

 

Balkonblumen pflanzen: Hier nochmal die wichtigsten Punkte in Kurzform:

 

  • Blähton in den Kübel füllen, sodass eine Drainage für überflüssiges Wasser entsteht.
  • Ein Trennfließ zuschneiden und darüber legen. So wird Verschlammungen vorgebeugt.
  • Eine schmale schicht Blumenerde mit Dünger versehen und diese über den Vlies verteilen.
  • Gekaufte Pflanzen in ihren Töpfen so lange in Wasser eintauchen, bis keine Luftblasen mehr heraufsteigen. Anschließend Blumen aus Töpfen lösen.
  • Damit die Pflanze besser wurzelt dürfen die Wurzelballen ein wenig gelockert und auseinandergezogen werden.
  • Die Pflanzen in den Blumenkübel setzen. Lücken werden mit Erde aufgefüllt. Fest andrücken! Befüllen Sie die Blumenkästen nicht bis zum Rand (ca. 2 cm) mit Substrat, sonst läuft das Wasser beim Gießen über.

 

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