Das Trend-Comeback der Freundschaftsbänder

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Einmal anbandeln, bitte!

Früher haben wir sie für uns und unsere allerbeste Freundin selbst geflochten. Heute erobern viel edlere Freundschaftsbänder die Shops - und die Handgelenke erwachsener Frauen

Unter den Ärmeln von Strickjacken , Jeanshemden und Printkleidern lugt es derzeit oft wieder hervor. Ein Schmuckstück, das auf den ersten Blick nur ein schlichtes Armkettchen sein könnte, so dezent ist es designt. Dieses Accessoire hat jedoch ganz schön viel Bedeutung für uns: Denn es ist - Tusch! - ein Freundschaftsband. Ein Relikt, das wir eigentlich in die Zeit von "Dolomiti"-Eis und "Bravo"-Starschnitt verorten. Und aus dieser Ära kommt es ja auch.

Denn als Teenager waren wir dem Hang zum Anbandeln total verfallen. Irgendwie musste man das ja besiegeln, wenn die nette Schulkameradin in den BFF-Status (= "Best Friends Forever") aufstieg - und uns Blutsbrüderschaft zu archaisch vorkam. Also bastelten wir stundenlang mit Schnur und Perlen Makramee-Gebilde, die jede Handarbeit aus dem örtlichen Klöppelverein in den Schatten stellte. Irgendwann, Jahre später, wurden uns die farbenfrohen Flechtkunstwerke zu bunt - und wir erwachsen.

Und jetzt? Haben wir nach Silikonband-Hype und Charme-Anhängern die zarten Armkettchen für uns entdeckt. Und deshalb wieder Spaß daran, die Verbundenheit mit unserer besten Freundin durch dieses nostalgische Symbol zu zeigen. Natürlich ein bisschen augenzwinkernd, nicht mehr so bitterernst wie früher, als wir sofort tierisch beleidigt waren, wenn sie das gute Stück mal abgelegt hatte. Dachten wir doch, auch unsere Freundschaft sei damit passé (und flochten schon mal fleißig für die nächste BFF-Anwärterin drauflos ...).

Heute wissen wir, was wir an unserer Freundin haben - und dass kein Schmuckstück uns einander näherbringen könnte, als wir es ohnehin sind. Aber die Armkettchen sehen eben so hübsch aus!

Zudem konservieren Freundschaftsbänder Erinnerungen an schöne gemeinsame Erlebnisse. Fällt unser Blick beim Meeting darauf, bringt es uns auf nette Gedanken. Und hat man ein geknüpftes Bändchen um, kann es sogar ein gutes Zeichen sein, es zu verlieren. Weil dann nämlich das in Erfüllung gehen soll, was man sich beim gegenseitigen Umbinden gewünscht hat.

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