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Ratgeber Holz: Wohnen mit der Natur

Trendhölzer

Lange Zeit galten Hölzer im Wohnbereich als zu schwer.In den Zeiten eines neuen, nachhaltigen Naturbewusstseinssind sie zurückgekehrt. In größerer Vielfalt dennje. Auf der Welt wachsen rund 30.000 Baumarten, gut100 davon werden für Möbel, Fußböden, Decken- undWand verkleidungen verwendet. Die Eiche etwa, jahrelang als rustikal verpönt, avanciert jetzt mit neuem Image zum Einrichtungsliebling – und unterstreicht ländlichen, mediterranen wie auch modernen Wohnstil. Einen Hauch von Luxus verspricht Kirschholz: Seine samtig rötlich-braune Oberfläche ist zwar nicht leicht mit anderen Hölzern zu kombinieren, dafür umso mehr mit Stoffen und Tapeten in warmen Farben. Auch Nussbaum hat eine reizvolle Maserung und wirkt edel

Was sind massve Möbel?

Massivholz wird aus einem Baumstamm herausgeschnitten und in seiner gewachsenen Struktur belassen. Es gilt als unverwüstlich, denn Schrammen und Dellen lassen sich leicht reparieren. Was oft als Nachteil dargestellt wird, ist vor allem ein weiteres Plus: Holz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Dabei wächst und schwindet es. Gut konstruierte Möbel, die keinen extremen Luftfeuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt sind, verziehen sich nicht, aber verbessern spürbar das Raumklima. Massivmöbel fordern mehr Material und Arbeitsaufwand als furnierte, weshalb sie teurer sind

Erste-Hilfe-Tipps

● Wasserringe und -flecken reiben Sie mit etwas Petroleum ab und polieren nach. Man kann auch ein Tuch anfeuchten, Zahnpasta drauf geben (bei hartnäckigen Flecken noch etwas Natron dazu) und die Wasserränder damit entfernen

● Kratzer verschwinden, wenn sie mit einer Mischung aus Essig und Olivenöl behandelt werden. Schrammen auf dunklem Holz nur mit etwas Speiseöl kaschieren. Auch hier sollten Sie nachpolieren

● Kerzenwachs nie abkratzen, sondern mit dem Haarfön aufweichen, mit Papier abwischen und vorsichtig mit Essigwasser nachbehandeln

● Polierte Möbel strahlen wieder, wenn man sie mit einer Paste aus Kartoffelmehl und Öl abwischt und nachpoliert

Welche Oberflächen gibt es?

Pures Holz ist schön, aber sehr sensibel. Deshalb behandeln Möbelhersteller ihre Stücke hauptsächlich nach einer dieser Methoden: mit Lack, der die Oberfläche versiegelt oder mit Öl oder Wachs, um die Poren offen zu halten

• Öle dringen tief ins Holz ein: Die Oberfläche wird dadurch strapazierfähiger, bleibt aber atmungsaktiv. Meist wird Lein-, Raps-, Oliven- oder Walnussöl verwendet

• Natürliche Wachse leihen dauerhaften Glanz und verhindern, dass Schmutz und Nässe ins Holz eindringen. Wachs weist Wasser noch besser ab als Öl

• Hartwachsöl, oft gemixt aus Leinöl, Carnauba- und Bienenwachs, eint die Vorteile von Wachs und Öl

• Lacke versiegeln das Holz vollständig – ideal in Küche und Bad

Was sind furnierte Möbel?

Furniere sind 0,3 bis 6 mm dünne Holzschichten, die durch Sägen, Messerschnitt oder Schälen vom Stamm abgetrennt und auf ein Trägermaterial aufgeleimt werden. Dafür kommen Spanplatten, MDFPlatten (mitteldichte Faserplatten), Multiplexplatten oder Sperrholz in Frage. Für furnierte Möbel braucht man viel weniger Rohstoff als für massive; dank dieser Technik stehen sehr viele Echtholz-Oberflächen zur Auswahl – und selbst exklusive Edelhölzer werden erschwinglich

Reparieren mit heißem Dampf

Jeder Kratzer, jede Delle machen Möbel zum Unikat. Wem solche Gebrauchsspuren zuviel werden, kann sie auf unlackierten Oberflächen leicht ausbügeln: Erst mit Schleifpapier behandeln, entstauben, dann mit dem Bügeleisen und einem feuchten Tuch ausdämpfen – dabei nie mit dem heißen Eisen direkt aufs Holz! Ist die Stelle aufgequollen und getrocknet, schleift man nach, trägt erneut Öl oder Wachsöl auf und poliert die Oberfläche trocken aus

Die fünf besten Pflegetipps - Teil I

● Geölte Oberflächen nur leicht feucht wischen. Pflanzenseifeentfernt hartnäckigen Schmutz. Bei Bedarf schleift man im Verlauf der Holzmaserung und trägt mit einem Wolltuch Holzoder Speiseöl auf: einwirken lassen, überschüssiges Öl aufnehmen. Holzöl kann sich selbst entzünden, deshalb ölgetränkte Tücher in Wasser tauchen, trocknen, in nichtbrennbarem Behälter entsorgen!

● Auch gewachste Oberflächen werden lediglich nebelfeucht gewischt. Gegen stärkeren Schmutz hilft spezieller Wachsbalsam-Reiniger. Ab und zu mit etwas Bienenwachs-Pflegeemulsion verwöhnen und nachpolieren

● Lackierte Oberflächen mit dem Fensterleder feucht wischen. Die meisten Möbelpolituren greifen den Lack an

Die fünf besten Pflegetipps - Teil II

● Mikrofasertuch und fettlösender Haushaltsreiniger schaden allen Oberflächen!

● Für gleichmäßigen „Teint“ Accessoires oft verrücken: Stehen sie lange auf einer Möbelstelle, behält das Holz nur dort seine Farbe, das übrige wird von der Sonne getönt

Verwöhnprogramm

Holzmöbel bleiben schön, wenn man für Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent und relativ konstante Raumtemperatur sorgt – sie also möglichst fern von Heizkörper oder Kaminofen platziert. Zu viel Wärme trocknet Holz aus. Selbst Notebooks oder andere Elektrogeräte, die Wärme erzeugen, sollten ohne dämmende Unterlage nicht dauerhaft auf einer Holzoberfläche stehen

Qualitätszeichen

Woran kann man hochwertige Holzmöbel erkennen? Am schnellsten an einem Gütesiegel wie diesen:

● „Furnier Echt Holz“: Furniere bestehen immer aus Holz. Da sie oft täuschend echt imitiert werden, hilft das Prüfzeichen wahres Furnier von bloßen Imitaten aus Dekorfolie oder Papier zu unterscheiden

● ÖkoControl-Label: Möbel mit diesem Zeichen bestehen aus zertifizierten Hölzern, die aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen; sie werden gesundheitsverträglich verarbeitet, und ihre Oberflächen sind auf natürlicher Basis behandelt

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Veröffentlicht in WUNDERWEIB
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