Endlich klopft die Sommerliebe an die Tür!

Die hormonelle Jagdsaison ist schon eröffnet, Singles sind aufs Flirten „programmiert!“ Die Triebe laufen heiß, der Jagdinstinkt geweckt! Zeit für die Sommerliebe! Aber wo? Die heimische Plattform ist verstaubt, der Lack der Spielwiese hat Risse bekommen! Die Liebe im Treppenhaus kann keine Alternative sein, und die Liebe in freier Natur werden Niere und Blase uns nicht danken!
Sie haben ein aufregendes Rendezvous vor sich? Vielleicht wird ER ja nach dem Candlelight-Dinner beim Italiener um die Ecke noch auf einen Kaffee mit nach oben kommen? Vielleicht bleibt ER auch über Nacht? Damit der Abend nicht nach dem ersten Kuss, nach dem Blick ins Schlafzimmer endet, zaubern Sie vorher ein wenig herum! Denn ein perfektes Rendezvous endet in einem perfekten Rahmen!
Ich persönlich sage nicht JA zum ONS, aber wenn nicht heute, dann vielleicht morgen oder übermorgen? Wenn wir fühlen, ES muss bald passieren, weil es einfach stimmig ist? Weil die Lustkurve schon überm Siedepunkt kocht?
Machen wir einen Streifzug durch die Wohnung: Wenn ich zu „SOS-Einsätzen“ gerufen werde, stimmt in der Regel kaum etwas. Die Singles träumen von einem Partner, aber es gibt keinen Platz für ihn! Auf dem Bett nur 1 (!) Kopfkissen, im Schrank quillt alles über, nicht mal Platz für seine Socken! Die Wände in rosa und lila, da fehlt das männliche Pendant. Hinter Glasvitrinen nur Nippes und Staub. Weiblichkeit, wohin das Auge reicht! Kerzen auf Vorrat? Nein, aber Deckenfluter in jedem Winkel, natürlich auf wackeligen Beinen! Im Bücherschrank gern Mädchenschmöker oder Ratgeber über Mars & Venus. – Bei den Junggesellen ist es allerdings noch sehr viel desolater. Schnell kommt mir mal über die Lippen: „Hier verführen Sie keine Frau mehr!“ Und dann verwandelt sich im Eiltempo eine trostlose Absteige in eine romantische Herberge, mit dem ER wirklich punkten kann, denn FRAU braucht Atmosphäre und ein perfektes Vorspiel! Frau braucht mehr als ‚ne Matratze.
Damit der erste Kuss nicht schon vor oder während der Zungenschlacht im Keim erstickt, hier ein paar wertvolle Gedanken:
Jeder Raum hat sein eigenes Gesicht. Wir "schminken" es, in dem wir ihm Charakter, Energie, Aufmerksamkeit und einen Sinn geben. Eine große Unterstützung sind Accessoires, die einen individuellen Touch unterstreichen. Das Schlafzimmer ist der persönlichste Raum. Leider oft auch ein verwaister. Ohne Zauber, voll gestellt mit Dingen, die dort nicht mal reingehören. Das Schlafzimmer - Ort des Rückzugs, des Träumens, des Abschaltens, des Meditierens, des Liebens, des Begegnens, des Austauschs - der Verführung - dem Zauber. Das Schlafzimmer ist der letzte Raum, den wir am Tage betreten. Er ist wie ein "Wachturm", dem wir uns anvertrauen, wenn wir für ein paar Stunden die Augen schließen und uns "ausliefern". Allein oder zu zweit. Und er ist der Raum der „ersten Liebe“ – oder auch nicht. Wenn das Date nämlich lieber Lüste auf dem Küchenboden vorzieht!
Ein paar Ideen: *Lavendelduft (beruhigend) oder Parfümöl (aufregend) aufs Kopfkissen tupfen *frische Bettwäsche für 2; schlichte Bettwäsche (Ihre Träume sind bunt genug) *eine Überdecke, die Sie vor dem Schlafengehen herunternehmen, um Ihre Nacht einzuläuten, und gleichzeitig deckt sie das intimste Terrain im Hause ab. Schützen Sie es vor den Energien vieler Besucher. Vermeiden Sie es, sich mit Straßenklamotten direkt aufs Bett zu setzen. *Duftkerzen *Minikompaktanlage statt Fernseher *Hautöl statt Zigarettenschachteln auf dem Nachttisch *Bilder statt Familienfotos
NO GOs bzw. KLASSIKER:
Leergut überall / volle Aschenbecher selbst im Schlafzimmer / schmutzige Fensterscheiben / offene Klodeckel / Putzzeugkolonnen im Bad / abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank / ausgefranste Handtücher / Schmutzwäsche in jeder Ecke / chaotische Kleiderschränke / unpassende Bettwäsche, Löcher im ausgeleierten Kopfkissen / verfaultes Gemüse im Schrank / vertrocknete Balkon- und Zimmerpflanzen in Plastiktöpfen.
Als ich diesen Artikel meinen Freundinnen vorlas, mussten sie laut lachen. Ja, an die eine oder andere Junggesellenbude konnten sie sich gut erinnern – und daran, dass der zuvor gedachte Anturner schnell zum Abturner wurde, und dass es keine 2. Chance mehr gab.
Die Wohnung spiegelt mehr als 1000 Worte, vergessen wir das nicht!
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Folge 1: Loslassen
Veröffentlicht in WUNDERWEIB
