Den Umzug richtig planen

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Foto: Foto: Wohnidee über deco&style, Fotograf: Christine Bauer

Reibungsloser Wohnungswechsel

In den letzten Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass die Deutschen umzugsfreudiger geworden sind. Die aus Oktober 2013 stammenden Ergebnisse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigen beispielsweise, dass die Deutschen durchschnittlich bis zu fünf Mal im Leben ihren Wohnort wechseln. Während man früher oft durch Haus, Hof und Familie ein Leben lang an einen Ort gebunden war, steht heutzutage der erste größere Wohnungswechsel über die Gemeindegrenzen hinaus vor der Ausbildungs- und Studienzeit an. Der zweite Umzug folgt meist nach Beendigung der Ausbildung oder des Studiums. Die häufigsten Umzugsgründe ab diesem Zeitpunkt sind der Zusammenzug mit dem Partner, die beruflichen Chancen oder auch einfach der Wunsch nach einer größeren und schöneren Wohnung.

Um den Umzug so reibungslos wie möglich durchzuführen, bieten immer mehr kleine und große Umzugsfirmen ihre Dienste an. Bei der Wahl der Umzugshelfer können verschiedene Tipps von Profis helfen. Sowohl die Kostenkalkulation, die Logistik als auch der zeitliche Aufwand sollten Teil der Vorbereitung sein.

Vergleichen lohnt sich

Wechselt man aus beruflichen Gründen den Wohnort, ist das Ziel häufig eine Großstadt wie Hamburg , Berlin oder München. Im Gegensatz zu peripheren Wohngebieten sind diese Ballungsräume eher teuer hinsichtlich der Lebenshaltungskosten und auch der Dienstleistungen. Sucht man sich also dort vor Ort einen Umzugsservice, einen Handwerker oder auch einen Elektriker, ist man entweder auf gute Ratschläge oder seine Intuition angewiesen. Online hat man die Möglichkeit, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, denn es herrschen auch regional große Unterschiede.

Angaben zur Wohnfläche, Zimmeranzahl, Entfernung zwischen der alten und neuen Wohnung und zur Anzahl der Personen im Haushalt sind in diesem Kontext wichtige Faktoren, die zur Preisermittlung nützen. Darüber hinaus sollte man vorher überschlagen, wie viele Umzugskartons man benötigt, welche Möbel transportiert und aufgebaut werden müssen und ob in der alten Wohnung noch Wohnutensilien abgeholt werden müssen, die man aussortiert hat.

Kündigungsfristen und Neuanmeldung

Neben dem eigentlichen Umzug mit den persönlichen Gegenständen verändern sich beim Wohnortswechsel gegebenenfalls auch die Anbieter von Strom, Gas, Telefon oder Fernsehen. Die jeweiligen bestehenden Verträge sollten also entweder umgeschrieben oder fristgerecht gekündigt werden. Das Gleiche gilt natürlich für den Mietvertrag an sich, denn bei einer gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten entsteht sonst eine finanzielle Doppelbelastung, da man sowohl die alte als auch die neue Miete zahlen muss.

Meldet man seinen Stromversorger neu an, kann man außerdem gleich auf die bestehende Marktlage reagieren und sich über Ökostrommodelle Gedanken machen, um nachhaltig leben zu können. Auch der Gesetzgeber sollte hinsichtlich dieses Aspekts nicht ignoriert werden, ist doch seit 2009 die Energiesparlampe als Leuchtmittel empfohlen. Wer also gleich umrüstet, erspart sich Strom- und Materialkosten, die man dann an anderer Stelle sinnvoller einsetzen kann.

Geht man planvoll an den Wohnungswechsel heran, kann man sich auch schneller in der ungewohnten Umgebung einleben, neue Kontakte knüpfen und sich heimisch fühlen.

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