Deos ohne Aluminium: Die besten Deo-Alternativen

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Foto: Thinkstock

Die bessere Wahl

Im Deo-Regal herrscht Krieg. Schon bemerkt? 48, 72 oder sagenhafte 96 (!) Stunden Schutz vor Schweißgeruch – die Deos überbieten sich mit der angepriesenen Langzeitwirkung. Der Preis für diese – durchaus fragwürdige, weil bei täglichem Duschen überflüssige – Leistung: hohe Dosen an Aluminiumsalzen.

Die neuen Super-Deos enthalten mit bis zu 30 Prozent deutlich mehr Aluminiumchloride als herkömmliche. Und das, obwohl sich schon seit längerem Unbehagen über den Wirkstoff breitmacht. Denn die Aluminiumverbindungen stehen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen, das Alzheimer-Risiko zu steigern und das zentrale Nervensystem zu schädigen. Wissenschaftliche Studien, die dies eindeutig bestätigen, stehen allerdings aus. Was trotzdem bleibt, ist ein äußerst ungutes Gefühl…

Eine andere unschöne Wirkung der Aluminiumsalze haben viele schon hautnah gespürt: Sie können zu Hautreizungen und Ekzemen führen.

Was macht das Aluminium im Deo?

Strenggenommen sind Deos nur solche Mittel, die beim Schwitzen Bakterien in Schach halten und Gemüffel mit gutem Duft übertünchen. Schweißreduzierende oder -hemmende Mittel heißen Antitranspirant oder Antiperspirant. Sie basieren auf besagten Aluminumverbindungen, in unterschiedlich hoher Konzentration. Der Trick: Die Aluminiumsalze haben zum einen eine porenverengende Wirkung und schaffen es außerdem, die Schweißkanäle vorübergehend zu verschließen. Sie legen die Achseln daher tatsächlich zuverlässiger trocken als herkömmliche Deos es tun. In Stress-Situationen kann das durchaus wünschenswert sein. Nur: Wie hoch ist der gesundheitliche Preis?

Jetzt wird’s ernst: Auch offizielle Bedenken

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jedenfalls festgestellt: Beim Auftragen eines aluminiumhaltigen Deos gelangt täglich mehr Aluminium über die Haut in den Körper als der aktuelle Grenzwert zulässt. Ist die Haut verletzt, also etwa nach der Achselrasur, steigt der Wert nochmal drastisch an.

Auf Deo ohne Aluminium umzusatteln, ist also durchaus ratsam. Selbst das BfR legt dies zur Reduzierung der allgemeinen Aluminiumbelastung nahe. Schließlich nehmen wir über das Trinkwasser, die Nahrung, andere Kosmetika, bestimmte Medikamente oder Kochgeschirr ebenfalls Spuren des Elements auf. Allen, die mehr über das Thema wissen wollen, sei das Buch „Dirty little secret – Die Akte Alumium“ von Bert Ehgartner empfohlen (Ennsthaler, 24,90 Euro).

Aluminium im Deo? Die Packung verrät‘s

Aluminiumsalze müssen bei den Inhaltsstoffen aufgeführt sein. Wer also ein aluminiumfreies Deo haben möchte, der muss vorm Kauf ganz genau hinsehen. Bei folgenden Begriffen steckt Aluminium drin: Aluminium, Aluminiumchlorid, Aluminum Chlorohydrate, Aluminiumchlorhydrat, ACH, Aluminium Chlorhydrex.

Gut zu wissen, dass die Auswahl an Deos ohne Aluminium immer größer wird. In unserer Bildergalerie unten finden Sie eine aktuelle Liste.

Übrigens: Auch bei Deo-Kristallen handelt es sich um eine Aluminiumverbindung, allerdings um eine andere: Alaun (deklariert als Ammonium Alum oder Potassium Alum). Darüber, ob diese wegen ihrer anderen chemischen Eigenschaften die gleichen Gefahren birgt, die den Aluminisalzen zugeschrieben werden, gehen die Meinungen auseinander. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, meidet am besten auch desodorierende Mineralsteine.

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