Depression: Antidepressiva machen unglücklich

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Depression

Die Wirkung von Antidepressiva ist umstritten. Immer wieder werden mit den Psychopharmaka Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Angstzustände und Herz-Kreislauf-Probleme in Verbindung gebracht. Übertrieben oder wahr?

Die Depression ist eine der schlimmsten psychischen Krankheiten. Schätzungen zufolge leiden vier Millionen Deutsche darunter - Männer wie auch Frauen. Viele von ihnen werden mit Antidepressiva behandelt. Sie sollen die Stimmung heben und Ängste nehmen. Der Psychologe Paul Andrews von der McMaster University in Ohio fand jetzt genau das Gegenteil heraus. In Wahrheit sollen Antidepressiva nicht glücklich, sondern unglücklich machen.

Wie kommt es zu einer Depression?

Eine Depression wird durch ein geringes Serotonin-Level ausgelöst. Das große Problem: Serotonin hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Stimmung. Depressive Menschen weisen einen erheblichen Serotonin-Mangel auf und leiden folglich unter Ängsten und schlechter Laune . Was nun hilft: Antidepressiva. Sie sollen das Ungleichgewicht des fehlenden Hormones ergänzen.

Paul Andrews behauptet genau das Gegenteil: Eine Depression entstehe nicht durch einen Serotonin-Mangel, sondern durch einen Überschuss von Serotonin. Der Grund: Serotonin mache nicht glücklich, sondern unglücklich. Wird ein Patient nun mit Antidepressiva behandelt, mache es seine Laune nicht besser, sondern schlechter. Ein Serotonin-Überschuss entsteht.

Die Ergebnisse von Andrews sind umstritten, seinen Untersuchungen sollen noch weitere folgen. Und bis dahin verlassen wir uns weiterhin auf bestehende Forschungsergebnisse.

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