Depressionen: Warum Frauen so häufig betroffen sind

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Frauen leiden häufiger an Depressionen als Männer.
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Belastete Frauen

Fünf Millionen Frauen leiden weltweit an Depressionen – das sind doppelt so viele wie Männer. Die Hauptursache dafür sind häufig Probleme in der Partnerschaft, die Frauen sehr belasten, da sie in der Regel stärker beziehungsorientiert als Männer sind.

Ursachen für Depressionen: Alltagsstress

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass Frauen aufgrund biologischer Faktoren wie Hormonen oder Genen an Depressionen erkranken. Tatsache ist vielmehr, dass das weibliche Geschlecht heutzutage mehr leisten und stärkeren Stress aushalten muss. Haushalt, Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bekommen, verlangt eine Menge Zeit und Durchhaltevermögen – wenn es in solchen Fällen dann auch noch in der Beziehung kriselt oder der Partner sich nicht ausreichend kümmert, fühlen Frauen sich ungeliebt und alleingelassen. Die häufige Folge: Depression.

Eine unglückliche Beziehung ist oft der Auslöser für eine Depression

Von Psychologen durchgeführte Studien belegen, dass viele erkrankte Frauen tatsächlich von Beziehungsproblemen berichten. Aber anstatt ihren Partner damit zu konfrontieren, schlucken sie ihren Ärger hinunter. Frauen nehmen sich also häufig zurück, unterdrücken Aggressionen zum Wohl der Harmonie und fühlen sich darüber hinaus sogar noch schuldig. Übrigens: Auch ständige Auseinandersetzungen oder gleichgültiges Nebeneinander können Frauen bis zur Depression belasten.

Was Frauen gegen eine Depression tun können

Der erste Schritt, wenn bereits eine Depression besteht, ist, die Erkrankung zu akzeptieren, denn sie ist immer ein Zeichen dafür, dass in Ihrem Leben etwas grundsätzlich schief läuft. Aber das Problem muss nicht nur erkannt und gebannt werden: Es wird außerdem Zeit, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken – notfalls auch mit professioneller Hilfe!

Raus aus der Nettigkeitsfalle

Stellen Sie sich in Zukunft selbst an die erste Stelle und Ihr Umfeld an die Zweite. Hören Sie auf, sich immer wieder zu überfordern. Lernen Sie stattdessen Grenzen zu setzen. Im Zweifelsfall lassen Sie den Haushalt einfach mal Haushalt sein und treffen Sie sich lieber mit Freundinnen auf einen Cocktail. Machen Sie sich nicht ständig Gedanken darüber, wie Sie sich nützlich machen können, sondern drehen Sie den Spieß um und fragen Sie sich lieber: Was bringt mir das? Und auch in Beziehungsfragen sollten Sie nicht nur an Ihren Partner, sondern auch und besonders an sich selbst denken.

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