Der Berliner Lifestyle aus Insider-Sicht

der berliner lifestyle aus insider sicht
Der Berliner Stil
Foto: Sandra Semburg/Knesebeck Verlag

Report: Der Lifesytle von Berlin

Keine Sorge, Sie müssen ja nicht gleich berlinern. Aber vom lässigen Hauptstadt-Lifestyle dürfen Sie sich ruhig inspirieren lassen. Zwei Insider verraten, was man trägt, wo man shoppt und wie man wohnt.

Unvollkommen vollkommen: Berlin ist die Stadt der Baustellen – und genau dieser Rohzustand spiegelt sich auch im Styling der Hauptstädter wider: bloß nicht zu perfekt und geschniegelt, lieber ausgewaschene oder löchrige Jeans, Seidenkleider mit offenem Saum, derbe Boots im Used-Look .

Die Top Ten der Berliner Beauty-Tipps finden Sie in der Galerie:

Understatement: Luxus-Label, XXL-Logos und viel Bling-Bling findet die Berlinerin peinlich – schließlich ist die Hauptstadt eine Künstler-City und keine schicke Finanzmetropole. Für den lässigen Look begibt sich die Hauptstädterin regelrecht auf Schatzsuche und findet in Ballettläden Riemchen-Pumps oder im Reitsportgeschäft kernige Pullis und Parkas. Auf Flohmärkten oder in Vintage-Läden ersteht sie antike Ohrringe und ausgefallene Clutches. Mit diesen Accessoires verleiht sie ihrem Outfit eine individuelle Note .

Natürlich schön

Die Berlinerin ist keine Tussi. Sie verzichtet auf dickes Make-up , Push-up-BHs und Extensions. Vom Radfahren hat sie einen rosigen Teint, die Haare sehen wie vom Wind getrocknet aus und die Unterwäsche geht keinen etwas an und darf nicht blitzen.

Basics auf Berlinerisch

1.Parka: Basic Nummer eins für die Berlinerin, um den sibirischen Winter zu überstehen. Wenn’s wärmer ist, greift sie zu leichten Baumwollparkas ohne Fell in Olivtönen. Beliebt: US Army Shell Parka „M 51“ oder der gute alte Bundeswehrparka.

2. Jeans : Tagsüber ein Boyfriend-Modell (zum Beispiel von PRPS) mit Peeptoes und tailliertem Kurzblazer, abends eine dunkle Röhre mit Heels und Seidenbluse.

3. Blazer: Schwarz, Grau oder Dunkelblau. Mit XXL-Schal kombinieren, das wirkt lässiger. Schlichtes Shirt statt Bluse darunter tragen, Ärmel hochkrempeln, dazu einen schönen Armreif anziehen. Zum schwarzen Klassiker passen am besten gemusterte Haremshosen.

4. Strickpulli: Grobmaschig bis ökig, dazu eine hübsche Kette, schicke Hose aus Brokat und Pumps .

5.Lederjacke: Unbedingt im Biker-Look, schwarz und tailliert. Mit diesem Teil dresst die Berlinerin alles down, was mit Blazer zu chic oder vornehm aussehen könnte.

6. Weiße Bluse: Weite Hemdversion, vorzugsweise über der Jeans getragen. Der Klassiker:Seidenbluse von Kaviar Gauche.

Shopping: Die besten Adressen

Lala Berlin: Kultlabel, steht für edle Materialien und auffällige Prints, www.lalaberlin.com

Voo Store: Streetstyle in Kreuzberg von Acne bis Wood Wood, www.vooberlin.com

Wald: Hippe Boutique mit jungen Labels. Besitzerin und Model Joyce Binnebose ist selbst eine kleine Stilikone, www.wald-berlin.de

Kaviar Gauche Vintage: Der Store des Luxuslabels bietet in Berlin-Mitte Klamotten der letzten Saison, Brunnenstraße 6

Armedangels: Sommerkleider aus Bio-Baumwolle, gute Basics www.Armedangels.de

Det jeht jut! Stilbrüche werden bewusst gestylt

Norwegerpulli + Lederleggings + Spitze Pumps statt Blue Jeans und flacher Schnürschuhe – oder wollen Sie wie eine Ökotante aussehen?

Armeejacke + Knallige Pumps statt Jeans mit Blazer und Ballerinas – Berlin ist keine Business-Look-Stadt!

Smoking-Jackett + Skinny Jeans + Seidenbluse + Sandaletten statt Zweiteiler – viel zu madamig!

Abendkleid + Lederjacke statt Bolero und Pashmina-Schal, das wirkt spießig.

Trenchcoat + Hemdblusenkleid + Nude Wedges + statt Jeans, die klassisch, aber auch langweilig ist.

Sweatshirt + Minirock + Nike-Sneakers statt Bluse und High Heels – bloß nicht zu sexy!

Dos and Don’ts

+ Hochwertige Materialien

+ Statement-Ketten

+ Jutebeutel von Kultur-events oder hippen Shops

+ Herrenhemden und Unisex-Klamotten (Tipp: Hochkrempeln oder in den Bund stecken)

+ Leo-Pumps

+ Gedeckte Farben bei Kleidung

- Zu viel nackte Haut

- Label-Prahlerei

- Perlenschmuck

- Piercings

- Ansteckbroschen (zu trutschig)

- T-Shirts mit „witzigen“ Sprüchen

- Farbige Strumpfhosen

- Glänzende Daunenjacken

Kiek mal vorbei

Currywurstbude: Kein Berlin-Besuch ohne den berühmten Hauptstadtsnack! Die beste Wurst macht „Konnopke“ am Prenzlauer Berg.

Café: In der „Röststätte“ versorgt Sie ein Kaffeesommelier (!) mit fair gehandelten Heißgetränken in cool-rustikaler Atmosphäre – typisch Berlin! www.pro-macchina.com

Bar: Das „Le Croco Bleu“ befindet sich im Gewölbekeller einer Brauerei, ist märchenhaft eingerichtet und die Cocktails schmecken weltklasse!

Gourmet-Guide: „Pickfein“ bietet Präsentkörbe wie „Delikate Berlinette“ mit regionalen Produkten, einem Stadtplan und Coupons der Manufakturen, um 15 Euro, www.pickfein-stadtplan.de

So wohnt Berlin: robust, rau und improvisiert

Kreativwerkstatt: Die Berlinerin legt selbst Hand an – und bastelt aus einer Weinkiste ihren Nachttisch, aus Holzpaletten das Bett oder eine Lampe aus Glühbirne plus buntem Kabel.

XXL-Esstisch: Den Mittelpunkt zu Hause bildet ein riesiger, massiver Esstisch zum Arbeiten und Dinieren. Rundherum steht ein bunter Mix aus Stühlen, von Holz bis Metall, vom Hocker bis zum Designteil, zum Beispiel von Arne Jacobsen.

Blumen: Frische Schnittblumen in eine Vintage-Vase oder ein paar Ranunkeln in einen Krug – fertig ist die Berliner Deko!

Souvenirs: Keramik aus der Toskana oder ein Sitzkissen aus Indien – hier und da ein Stilbruch macht schlichtes Interior spannend!

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