Der erste Schritt zur Traumfigur

der erste schritt zur traumfigur
Emotionales-Essen
Foto: Thinkstock

Emotionales Essen

Trostschokolade und Frustchips haben bekanntlich nichts mit Hunger zu tun. Und mit Genuss auch nicht. Deshalb Finger weg von diesem so genannten emotionalen Essen, findet Psychotherapeutin Maria Sanchez und verspricht eine Bikinifigur ganz ohne Diät.

Bei Liebeskummer tröstet uns eine Extraportion Eis, bei einer Beförderung belohnen wir uns mit einem großen Stück Sahnetorte. Maria Sanchez, Psychotherapeutin und Autorin von „Sehnsucht und Hunger“ erklärt in ihrem Buch, dass man genau diesen durch Emotionen ausgelösten Griff zu Lebensmitteln vermeiden sollte, um ein dauerhaftes Wohlfühlgewicht zu halten.

Erfahren Sie in der Galerie, was Sie der Figur zuliebe vermeiden sollten (6 Bilder).

Ursachen für emotionales Essen

Doch was bedeutet emotionales Essen überhaupt? Laut Maria Sanchez ist es vor allem der Drang, seelische Bedürfnisse mit Essen zu stillen. Soll heißen, dass man isst, obwohl man keinen Hunger verspürt oder schon längst satt ist. Die Gründe dafür sind simpel: Wir sehnen uns nach innerer Ruhe, belohnen uns auf diese Weise oder verarbeiten Konflikte.

Man muss auf nichts verzichten und bleibt trotzdem schlank? Das klingt ziemlich gewagt! Doch für Maria Sanchez ist klar, dass besonders Diäten der falsche Weg zu einer dauerhaften Traumfigur sind. Ein Abnehmprogramm zwingt uns nämlich, auf Dauer vernünftig zu essen und auf vieles zu verzichten. Das führt wiederum dazu, dass man sich ständig kontrolliert, regelrecht gegen die Pfunde ankämpft und somit unter Druck steht.

Bewusstes Stressessen

Wirklich neu ist diese Erkenntnis ja nicht. Dass wir essen, weil wir Stress, Langeweile oder Probleme haben, wussten wir schon lange. Allerdings hilft das Buch dabei, diese Gründe nicht nur mental zu erkennen, sondern die dazugehörigen Gefühle im Körper zu erspüren, um so dauerhaft aus der Essensfalle zu entkommen. Anhand von Beispielen wird einem bewusst, dass die meisten Menschen davon betroffen sind, egal ob über- oder normalgewichtig. 

Literatur-Tipp

Sie möchten ebenfalls keine Gefühle mehr auftischen? Das Buch „Sehnsucht und Hunger“ könnte dabei helfen.

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Diät als falscher Weg

Das Phänomen der „dünnen Dicken“

Wer nun glaubt, dass nur Übergewichtige damit zu kämpfen haben, der irrt sich. Schlanke Menschen, die ihr Traumgewicht nur halten können, weil sie eine strikte Diät befolgen, mehrmals die Woche Sport treiben und sich zur Selbstdisziplin zwingen, bezeichnet die Psychotherapeutin nämlich als „dünne Dicke“, die mit den gleichen Schwierigkeiten kämpfen. Das Ziel ist es auch hier, ein entspanntes und gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln und sein Gewicht ohne Kontrolle halten zu können.

Übung: Der erste Schritt zur Bikinifigur

Ob emotionales Essen auch Ihnen den Weg zur Bikinifigur erschwert, können Sie mit folgender Übung herausfinden: Suchen Sie sich ein „verbotenes“ Nahrungsmittel aus und legen es gut sichtbar und geöffnet vor sich hin. Schreiben Sie nun auf, was Sie bei diesem Anblick empfinden. Kommt ein Essdrang in Ihnen auf, fragen Sie sich, wo er besonders deutlich zu spüren ist. Beißen Sie nun ein Mal davon ab, ohne es ganz zu essen.

Die Spannung wird bei den meisten hier besonders groß, es entwickelt sich eine Art Trotz. Das Ziel ist es jetzt, die eigentlichen Gründe wie etwa Traurigkeit oder Erschöpfung für diesen Trotz herauszufiltern. Diese Übung soll verständlich machen, was emotionales Essen tatsächlich bedeutet. Und schließlich ist Einsicht der erste Weg zur Besserung – pardon, Traumfigur!

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