Der große DIY-Report

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DIY
Foto: Thinkstock

Report: Do It Yourself

Do it yourself (kurz: DIY) boomt! Immer mehr junge Frauen basteln, stricken und nähen mit Leidenschaft. Ihre Motivation: Kreativ zu sein macht Spaß, zeigt den eigenen, unverwechselbaren Stil − und man kann damit sogar Geld verdienen. 13 JOY-Leserinnen erzählen, mit welchen originellen Ideen sie sich selbst verwirklicht haben.

Den eigenen Stil ausleben

Wir leben in einer Ära von universellem Hightech-Service, Coffee to go und Instant Message statt Liebesbrief – und jetzt das: 65 Prozent der deutschen Frauen sind plötzlich wieder begeistert vom Basteln, Stricken oder Nähen. Fashionistas tragen selbst gemachte Schals, hippe Studentinnen handgenähte Messengerbags aus LKW-Planen.

Es ist die Einzigartigkeit und Individualität, die Do It Yourself, kurz DIY, so beliebt machen. Wer Selbstgemachtes trägt, signalisiert: „Ich bin kein Mainstream, sondern eine Frau mit eigenem Stil!“ So wie Mode-Ikone Vivienne Westwood, die letztes Jahr ebenfalls DIY-Fashion propagierte. Egal ob Mode, Schmuck , aufpolierte Möbel oder Marmelade: Hauptsache handgemacht.

Selbst ist die Frau

In deutschen Städten finden Stricknächte, Craftpartys und Kurse immer mehr Zulauf. Junge Frauen belegen Workshops, um sich ein Handwerk anzueignen – und um nette Leute kennenzulernen. Selfmadeblogs und Portale wie Etsy, DaWanda oder vondir.de boomen. Und wer zwei linke Hände hat, kauft die Produkte eben im Internet oder auf Märkten.

Claudia Helming, Gründerin des DIY-Portals DaWanda

Der Trend manifestiert sich in Zahlen: „2008 hatten wir 160.000 registrierte Nutzer, heute sind es über zwei Millionen“, sagt Claudia Helming, Geschäftsführerin von DaWanda, Deutschlands größtem Portal zum Vernetzen, Verkaufen und Finden von DIY-Produkten.

Mit DIY Geld verdienen

„Nicht nur Sparsamkeit, sondern auch nachhaltiges Denken befeuern die Handmach-Idee. Man kauft Produkte mit Geschichte, oft aus recyceltem Material. Sachen mit einem Menschen, einem Gesicht dahinter, Dinge, die lange halten und die sonst niemand besitzt.“ Den Bastel-Boom erklärt sie sich so: „Heute sind viele unglücklich im Job. Da ist DIY ein perfekter Ausgleich. Etwas von Anfang bis Ende selbst gestalten zu können, ist ungemein befriedigend.“

Netter Bonus: Mit DIY lässt sich sogar Geld verdienen. „Sie brauchen nur etwas Geschäftssinn, ein gutes Gespür für das richtige Produkt und genügend Durchhaltevermögen.“

„Die Idee entstand, während ich schwanger war.“Anna Weis (33), „Petit Nel“, Accessoires und Papierarbeiten, Berlin

Wenn meine zwei Töchter (3 und 6) abends schlafen, gehe ich in die kleine Ladenwerkstatt unter unserer Wohnung. Dort befindet sich mein Reich, wo ich für mein Label bastele oder nähe. 2006 fing alles an: Ich war das erste Mal schwanger, redete mit meiner ungeborenen Tochter, fädelte ihr eine Schnullerkette auf, nähte ihr ein Schmetterlingsshirt.

Es war magisch und genau das, was ich machen wollte: Hundert Prozent kreativ sein und mich austoben – in meinem Hauptberuf als Grafikerin muss ich ja hauptsächlich die Wünsche der Kunden erfüllen. Noch während der Schwangerschaft gründete ich mein Label für Taschen , individuelle Postkarten, Buttons und mehr, verkaufte auf Märkten und eröffnete einen Store bei DaWanda. Inzwischen macht „Petit Nel“ schon ein Drittel meines Einkommens aus!

www.petitnel.de

„Ich könnte gut davon leben!“Christine Auser (39), „Geweiherlei“, Rehbockobjekte und Wohnaccessoires, Aschaffenburg

Ich bin eine leidenschaftliche Flohmarktgängerin und stöbere gerne nach Vintage-Schätzen, die ich auf Vordermann bringen kann. Als ich vor drei Jahren alte Geweihe erstand, wollte ich sie eigentlich als Schlüsselhaken benutzen. Aber sie schienen mir irgendwie zu nackt. Also begann ich, sie mit Stoffen und Farbe zu veredeln.

Nachdem ich ein paar Fotos davon ins Netz stellte, merkte ich, dass es da draußen ziemlich viele „Verrückte“ gibt, die meine Ideen klasse fanden! Und vor allem haben wollten. So entstand 2010 „Geweiherlei“. Als Geschäftsführerin einer Bar muss ich nicht von meinem Edelkitsch leben. Könnte ich aber: Mein Laden macht 2.000 bis 4.000 Euro Umsatz pro Monat.

www.geweiherlei.de

„Ich hauche Möbeln neues Leben ein.“Jeanette Frerichs (37), „Blickfang Möbel“, bearbeitet alte Möbel, Güster

Im letzten Sommer fiel mir auf dem Sperrmüll ein hässliches, aber grundsolides Sideboard in die Hände. Ich bekam regelrecht Mitleid: So gutes Holz, und nun sollte es verbrannt werden, nur weil jemand sich ein modernes Ding aus Pressholz kaufen will. Ich nahm es mit nach Hause und begann, ihm mit Farbe neues Leben einzuhauchen – und da kam die Idee: Kreativ bin ich schon immer gewesen, so könnte ich diese Kreativität doch auch kommerziell umsetzen.

Seitdem suche ich auf Antikmärkten oder im Netz nach interessanten Teilen, die ich dann veredle und über einen DaWanda-Store weiterverkaufe. Weil ich wegen meiner drei Kinder derzeit sowieso nicht als Erzieherin arbeite, mietete ich eine Werkstatt und bin nun jeden Tag aktiv. Der Verdienst ist zwar eher gering, das Gefühl, etwas eigenhändig zu erschaffen, ist jedoch unschlagbar.

www.blickfang-moebel.de

„Marmeladen wie von Oma waren meine Marktlücke.“Cordula Seidl-Kraus (28), „Corcuisine“, Marmeladen und Sirup, Tegernheim

Ich genieße gerne, deshalb hat es mich schon immer genervt, dass industrielle Nahrung so auf dem Vormarsch ist. Alles schmeckt gleich und in Erdbeerjoghurt sind oft gar keine Erdbeeren mehr drin! So begann ich 2010, wie früher mit meiner Oma Marmelade einzukochen. Der unvergleichliche Geschmack war wie eine Reise in die Kindheit!

Ich experimentierte mit Kräutern wie Basilikum und Lavendel, Gewürzen und Tee und verkaufte meine Gläschen auf Märkten. Der Run darauf war so enorm, dass ich mich 2011 mit den Aufstrichen selbstständig gemacht habe. Heute verdiene ich so viel wie früher als Hotelbetriebswirtin, arbeite dafür aber mehr. Aber es ist toll, mein eigener Herr zu sein – und wenn ich meine Gläser in einem Laden entdecke, klopft mir immer das Herz vor Stolz!

www.corcuisine.de

„Ich bin lieber Künstlerin als Architektin.“Stéphanie Kilgast (27), „PetitPlat“, Ess-Miniaturen und Accessoires , Vannes/Frankreich

Eigentlich bin ich Architektin. Aber bereits zum Ende des Studiums bemerkte ich, dass weder ein theoretischer Computerjob noch eine Arbeit im Team so wirklich mein Ding waren. Dagegen liebe ich es, etwas mit den Händen zu schaffen. 2008 hatte ich angefangen, mit Fimo zu kneten, nur so als Ausgleich. Ich formte Essensartikel, Zitronen, Baguettes, kleine Küchlein. Alle meine Freunde und Freundinnen waren entzückt, als sie meine Werke sahen!

Je mehr ich davon anfertigte, desto kleiner und detaillierter wurden sie. Eines Abends stellte ich drei Miniaturen auf Etsy, am nächsten Morgen waren zwei davon schon weg! Noch während des Masters konnte ich von PetitPlat leben – und Architekturbüros sah ich bisher nur von außen.

www.petitplat.fr

„Ich habe mir alles selbst beigebracht.“Andrea Fischer (34), „Andiva“, Dekoobjekte, Schmuck und Accessoires, Oberammergau

Bei meiner Arbeit als Ergotherapeutin hämmere und säge ich täglich mit entwicklungsverzögerten Kindern. Von ihnen habe ich gelernt, wie glücklich und stolz Handwerken machen kann. Deshalb werkle ich nach Feierabend weiter, mit Feinsilber, Filz oder Keramik. Ich brachte mir alles selbst bei. Egal ob Lunchkörbe aus Weinkorken, Filzmonster oder handgeschnitzte Stempel – meine Teile sind immer ziemlich wild.

Am Anfang, als ich Weihnachten 2008 auf dem Markt in Oberammergau war, kam ich mir vor wie vom fremden Stern zwischen all den Holzkrippen. Inzwischen trifft man auf den Märkten viele coole Leute mit ausgefallenen Objekten. Es lohnt sich: Seit zwei Jahren finanziere ich mir damit meine Urlaube und es reicht sogar für ein paar extra Tauchgänge vor Ort.

www.andiva.de

„Alle Kollegen bestellten meine Handy-Etuis.“Cornelia Würbser (29), „Concuela“, Handy-Etuis und Schmuck, München

Gleich nach dem Studium ergatterte ich eine Stelle als Designerin bei BMW – eigentlich ein Glücksfall. Aber auch einseitig: Den ganzen Tag ging es nur um Autos, Autos, Autos. Zum Ausgleich habe ich nach Feierabend, so wie früher, genäht, designt und bestickt: Kleider, Schmuck, Handytaschen. Ich mochte Handarbeiten schon immer, mir gefällt es, wenn Dinge einzigartig sind und keiner Mode unterliegen.

Weihnachten 2008 schenkte ich meinen BMW-Kollegen Handyetuis – danach gab es einen regelrechten Auflauf um meinen Schreibtisch, alle bestellten die Etuis als Weihnachtsgeschenke. Da ahnte ich, dass ich eine Goldader gefunden hatte. Im Mai 2009 gründete ich einen Online-Store. Seither überschwemmen mich die Aufträge. Es sind sogar so viele, dass ich bei BMW gekündigt habe!

www.styleding.com

„Es ist der beste Nebenjob zu meinem Studium.“Dorothea Gehringer (26), „Rapunzel“, Schmuckstücke, Frensdorf

Mit 18 ließ ich mir Ohrlöcher stechen und hätte mir am liebsten gleich 100 Paar Ohrringe gekauft. Weil ich mir das als Schülerin natürlich nicht leisten konnte, ging ich in einen Perlenladen, um mir selbst welche zu basteln. Gleich bei meinen ersten Versuchen hatte ich ein riesiges Erfolgserlebnis, alle meine Freundinnen wollten Ohrringe von mir! Meine Experimente wurden gewagter, ich probierte Schmuck aus Wolle, Holz, Glas aus.

2006 traute ich mich als Verkäuferin auf den Apfelmarkt in Hirschaid. Damals war ich da die einzige unter 40. Seit drei Jahren wird die Marktszene aber immer jünger und trendiger : Ich stehe jetzt nur noch zwischen Studentinnen und man trifft sich immer wieder – echt nett. 2009 bastelte ich mir mit dem Baukastensystem von Jimdo einen Online-Store und meldete ein Kleingewerbe an.

Seither verdiene ich neben dem Studium locker 200 Euro im Monat. Und habe viel mehr Spaß als bei irgendeinem Studentenjob!

www.rapunzelschmuck.de

„Für mich stricken 25 Omas.“Verena Röthlingshöfer (32), „MyOma“, Handgestricktes, Fürth

Ich bin ein echtes Omakind, verbrachte früher so viel Zeit wie möglich bei meiner Großmutter, die immer begeistert mit Stricknadeln geklappert hat. Die Idee zu MyOma war da nahe liegend: Ältere Damen stricken gerne, lieben Gesellschaft und freuen sich über ein kleines Zusatzeinkommen. Und handgestrickte Mützen oder Schals halten ewig – und sind hip.

Dafür habe ich mit 100 modernen Designs gesorgt, die man bei uns individuell anfertigen lassen kann. Ich musste 20.000 Euro investieren – andere kaufen sich für das Geld ein Auto, ich habe MyOma gegründet. Mit ein bisschen Glück kann ich demnächst sogar davon leben. Und wenn ich sehe, wie stolz unsere fränkischen Omas bei unseren regelmäßigen Kaffee- und Strickrunden sind, wenn sie persönliche Dank-Mails bekommen, geht mir das Herz auf!

www.myoma.de

„Mit meinen Entwürfen kann jeder nähen!“Silke Türck (41), „Schnittchen“, Schnittmusterversand, München

Ich mag coole, einzigartige Mode und nähe gerne selbst. Aber ich fand es immer schwierig, lässige und vor allem leichte Schnitte und Anleitungen zu finden. Nähen war damals eher was für Ältere. Vor etwa drei Jahren wurde es dann angesagter, die Frauen in den Stoffläden jünger, die Stoffe hipper. „Dann sorge ich eben für Schnittmuster, mit denen auch Anfänger leicht klarkommen“, dachte ich mir.

Völlig autodidaktisch designte ich schlichte junge Modelle und entwarf verständliche Anleitungen. 2011 nahm ich bereits eine Schnitttechnikerin dazu und gründete „Schnittchen“. Ein Fulltimejob, der oft so aufwändig war, dass mir mein Mann Mut zusprechen musste. Inzwischen aber läuft es prima, eine erste Kollektion kann man jetzt auch in Stoff- und Kurzwarenläden kaufen. Und ich freue mich jeden Tag über die kreative Herausforderung!

www.schnittchen.com

„Wir wollen etwas Bleibendes schaffen.“Chrish & Jenny Klose (37 und 35), „Wednesday Paper Works“, hochwertige Papeterie, Berlin

Wenn wir morgens unsere Altbauwerkstatt in Kreuzberg betreten, fühlen wir uns wie auf einer Zeitreise. Unsere Buchbinderei, die wir seit 2011 betreiben, verströmt einen besonderen Geruch. Das Rascheln der Papiere ist so sinnlich, das Rohleinen der Bücher so schön anzufassen … Schon während meine Schwester Jenny Anglistik studierte, verliebte sie sich in das Buchbinderhandwerk.

Heute stellen wir gemeinsam hübsch gestaltete leere Hefte und Bücher her – etwa für Babyerinnerungen, Tagebücher oder Rezeptsammlungen. Als Grafikerin mache ich die Designs, meine Schwester setzt sie dann um. Im Netz verschwindet alles sehr schnell, aber in einem Kochbuch, in das unsere Kunden ihre Lieblingsrezepte hineinschreiben, blättern auch noch deren Enkel!

www.wednesday-paper-works.com

„Nach der Kündigung startete ich durch.“Andrea Grassl (44), „Anlukaa“, Glasschmuck, Garching an der Alz

Früher fädelte ich Perlen auf Ketten, um nach Feierabend abzuschalten, das war richtig meditativ. Aber die Perlen, die es zu kaufen gibt, fand ich immer schon langweilig. In den USA konnte man traumhafte Glasperlen bestellen, allerdings zu abenteuerlichen Preisen! Vor acht Jahren sah ich per Zufall auf einem Markt, wie man diese bunten Zauberstücke selbst drehen kann. Das wollte ich unbedingt lernen!

Ich suchte lange nach einem Kurs – damals gab es nur sehr wenige – und fand endlich einen bei einer Glasbläserei in Burghausen. Nach und nach habe ich bestimmt 3.000 Euro investiert, für Kurse, einen Brennofen, eine Entlüftungsanlage ... Als 2007 meine Stelle als Mediengestalterin wegrationalisiert wurde, probierte ich es professionell. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, auch wenn ich weniger verdiene als früher.

www.anlukaa.blogspot.com

„Frauen lieben meine Farben, die nicht tropfen!“Anna von Mangoldt (27), „Anna von Mangoldt Farben & Gestaltung“, Farbdesign und Workshops, Nieheim-Holzhausen

Zu Hause waren wir fünf Kinder, wir lebten in einem Landhaus im Schweden-Stil. Meine Mama und ich malten oft die Wände und Möbel an. Doch die Farben tropften immer und stanken. Als ich 2007 nach England ging, um Kunstgeschichte zu studieren, hatte ich das Glück, bei Interior-Ikone Annie Sloaneinen Kurs und Ferienpraktika zu machen.

Dort entdeckte ich, dass die Engländer tolle Farben haben – die ich unbedingt nach Deutschland bringen wollte. Ich mischte, probierte, suchte Händler für die Rohstoffe. Heute entwickele ich eigene Farben auf Kreidebasis, geruchsneutral, cremig – und vor allem tropfen sie nicht. Dazu gebe ich Workshops, wie man damit Möbel und Wände gestaltet. Der Bedarf ist riesig: 90 Prozent meiner Kunden sind Frauen!

www.annavonmangoldt.com

Tipps für den kreativen Neustart

Der erste Schritt

Wenn Sie planen, mit Ihren Kreationen Geld zu verdienen, sammeln Sie ab sofort jede Quittung, alle Unkosten, die Sie für Ihre Produkte ausgeben. Halten Sie fest, wie viel Geld und wie viel Arbeitszeit jedes von Ihnen gefertigte Stück kostet. Rechnen Sie die Zeit dazu, die Sie mit Fotografieren verbringen, denn gute Produktfotos sind essenziell. Das kann eventuell den Erwerb einer Profikamera erfordern.

Auf Märkte gehen

„Testen“ Sie Ihre Produkte bei Freunden und Bekannten, vor allem aber auf Handarbeits-, Oster- oder Flohmärkten. Der direkte Kontakt mit den Kunden hilft Ihnen beim späteren Onlineverkauf. Kommen Ihre Sachen gut an? Hören Sie mehrfach dieselbe Kritik? Sehr hilfreich ist es, wenn Sie auch EC- und Kreditkartenzahlungen mit dem Smartphone akzeptieren. Solche Dienste kosten jedoch um die 2,75 Prozent Gebühr, z. B. bei SumUp.de.

Online verkaufen

Wer keinen Programmierer bezahlen möchte, kann mit einem Baukastensystem selbst einen Store designen (z. B. bei Jimdo) oder einen Shop bei einem Verkaufsportal eröffnen. Die meisten Portale haben einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen und eine Rechtsberatung z. B. für Widerrufsbelehrungen. Ob Ebay, Etsy oder DaWanda – alle verlangen eine geringe Einstellgebühr pro Artikel (bei DaWanda 10 bis 30 Cent) plus Anteil an Verkaufserlösen (ca. 5 Prozent).

Privat oder gewerblich?

Wer Waren herstellt, um sie zu verkaufen, handelt mit Gewinnabsicht und muss ein Gewerbe mit allen Rechten und Pflichten anmelden. Nur Kellerfunde wie ein selbst gebasteltes Spielzeug oder ein einzelnes Paar handgestrickter Socken sind Privatverkäufe. Das planmäßige Herstellen oder Bearbeiten macht Sie zur Unternehmerin und damit mehrwertsteuerpflichtig. Es zählt die Absicht, nicht die Menge oder der Umsatz.

Melden Sie ein Kleingewerbe bei der Stadtverwaltung an. Ein Kleingewerbe haben Sie, wenn Sie im ersten Jahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz machen. Dann bekommen Sie auch die Mehrwertsteuer zurück.

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