Der große Sonnenschutz-Ratgeber

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Mit unserem Sonnenschutz-Ratgeber beugen Sie Sonnenbrand richtig vor.
Foto: © Benicce - Fotolia.com

Richtig vorbeugen

Sind Sie auch überfordert von der Riesen-Auswahl an Sonnenschutz-Produkten? Vorm Regal fragen wir uns: Wo liegen die Unterschiede? Worauf kommt es wirklich an? Unser Ratgeber hilft weiter. Er erklärt die wichtigsten Begriffe und gibt 20 wertvolle Tipps für gesunde Haut.

Nach dem eher kühlen Frühling sind wir ausgehungert nach Sonne. Und immer mehr Studien zeigen auch wie gesund sie ist. Über die Haut regt Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D an, das u. a. vor Osteoporose und Depressionen schützt. Trotzdem gilt: Maß halten!

1. Chemische Filter

Die meisten Sonnenschutzmittel haben dieses Filtersystem. Es basiert meist auf öligen Substanzen, die in die obere Hautschicht eindringen und die UV-Strahlung dort in Wärme umwandeln. Diese Produkte sollten 20 Minuten, bevor es in die Sonne geht, aufgetragen werden.

2. Eigenschutzzeit

Je nach Typ toleriert die ungeschützte Haut ein anderes Maß an Sonne, ohne Schaden zu nehmen. Bei rotblonden Menschen beträgt diese sogenannte Sonnenbrandschwelle etwa 5-10 Minuten, bei sehr dunklen Typen 30-45 Minuten.

3. Dosierung

Fast jeder nimmt zu wenig Sonnencreme! Für den ganzen Körper sollten es etwa 30-35 g sein (= ca. 6 TL). Das ist schwer abzuschätzen. Lösung: Produkte mit cleverem Dispenser (Apotheke).

4. Mallorca-Akne

Bei 20 Prozent der Deutschen entwickeln sich nach dem ersten intensiven Sonnenkontakt Pusteln, Juckreiz und Bläschen. Kalzium, Zink und Vitamin C senken den oxidativen Stress der Zellen, schützen so (z. B. "Calcimed Sommer", Apotheke).

5. Heller Hautkrebs

Er entsteht über Jahre, meist auf Nase, Ohren oder bei Männern an der Glatze. Raue oder gerötete Stellen dem Hautarzt zeigen. Medizinischer Sonnenschutz beugt vor (z. B. "Actinica", Apotheke).

6. Immunsystem

Starke Strahlung schwächt die Abwehr der Oberhaut. Viele bekommen daher im Urlaub Lippenherpes. Wer dazu neigt: die Lippen mit Sunblocker-Stift schützen.

7. Infrarot

Was wir als Sonnenwärme auf der Haut spüren sind Infrarot-Strahlen. Auch sie können Schäden anrichten und die Hautalterung beschleunigen. Einige Mittel enthalten daher einen Infrarot-A-Schutz (z. B. "Ladival", Apotheke).

8. Kinder

Zarte Kinderhaut ist besonders gefährdet für Sonnenbrand. Achten Sie auf ausreichend hohen Lichtschutz von mindestens 30 oder 50. Bei hellhäutigen Kindern gern auch 50+ verwenden.

9. Kleidung

Jedes Shirt oder Hemd bietet einen gewissen UV-Schutz. Für hellhäutige Menschen oder Kinder können aber spezielle UV-Schutz-Textilien sinnvoll sein. Und: immer Sonnenhut oder -mütze tragen. Das beugt auch dem Sonnenstich vor.

10. Mineralfilter

Diese Produkte verwenden mikroskopisch kleine Mineralteilchen (z. B. Zinkoxid), die die Strahlung an der Hautoberfläche reflektieren. Vorteil: Sie gelangen nicht in die Haut. Nachteil: Die Cremes lassen sich oft schwer verteilen und hinterlassen z. T. einen weißen Film.

11. Nachcremen

Das ist bei herkömmlichen Sonnenprodukten wichtig, um die Schutzzeit aufrechtzuerhalten. Es verlängert sie jedoch nicht. Wer lange in der Sonne bleiben möchte, wählt gleich einen hohen Faktor.

12. Liposomaler Sonnenschutz

Das dritte Filter-System arbeitet mit Teilchen, die sich in der Hornhaut mit dem Hautfett mischen und dabei Lichtschutzfaktoren freisetzen. Diese bleiben sechs bis zwölf Stunden stabil, sodass Liposomaler Sonnenschutz fast den ganzen Tag hält (z. B. "Daylong", Apotheke).

13. Schatten

Sich in den Schatten zu setzen bietet zwar einen gewissen Schutz, aber 50 Prozent der Strahlung wird auch hier frei. Daher auch im Schatten einen Sonnenschutz benutzen.

14. Sonnenbrand

Falls es Sie erwischt hat: Haut mit Après-Sun-Produkten kühlen. Auch Joghurt oder Quark helfen. Trinken Sie viel und unterstützen Sie die Zellreparatur mit vitaminreichem Obst und Gemüse .

15. Sonnenterrassen

Auf Nase, Lippen, Ohren und Schultern brennt die Sonne besonders stark. Für diese Stellen höheren Schutz (z. B. LSF 50) oder Sun-Blocker verwenden.

16. Schwarzer Hautkrebs

Gehen Sie alle zwei Jahre zum Haut-Screening. Verdächtige Male (dunkel, unregelmäßig pigmentiert, asymmetrisch, unscharf) sofort abklären lassen.

17. Tomatensaft

Der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin wirkt wie ein leichter Sonnenschutz von innen. Im Sommer daher gern morgens schon ein Glas Tomatensaft genießen. Aber: Das ersetzt nicht die Sonnenmilch.

18. UV-Strahlung

UV-B-Strahlen sorgen für Bräune, sind aber auch verantwortlich für Sonnenbrand und Hautkrebs. UV-A-Strahlen dringen tiefer ein und schädigen die elastischen Bindegewebsfasern. Sie sind die Ursache für Falten und Altersflecke.

19. Lichtschutzfaktor

Der LSF bezeichnet den Schutz vor UV-B-Strahlen und somit vor Sonnenbrand. Zusätzlicher UV-A-Schutz ist wichtig, um Hautalterung vorzubeugen. Das Verhältnis UV-A- zu UV-B-Protektion sollte mindestens 1:3 betragen. Produkte, die dies gewährleisten, tragen ein UV-A-Logo.

20. Wasserfest

UV-Strahlung durchdringt auch Wasser. Wasserfeste Produkte sind also für Bade-Fans unabdingbar. Schutz nach dem Schwimmen auffrischen.

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