Der Penis aus Männer-Sicht

der penis aus maenner sicht
Report: sein Penis
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Die Morgenlatte
  2. Don’t call it „Glied“
  3. Der Griff gegen den Schnellschuss
  4. Haben Sie keine Angst, ihn zu verletzen
  5. So möchten wir den Blow­job
  6. Die Dinge richtig in die Hand nehmen
  7. Darum machen wir so ein Aufheben um die Penisgröße
  8. Das Gefühl beim männlichen Orgasmus
  9. Die Hoden
  10. Gekonnte Starthilfe
  11. Unser Penis liebt Experimente …
  12. … und wir lieben unseren Penis!

Report: Penis

Ein Mann und sein Penis: JOY.de verrät zwölf Geheimnisse über das Zentralorgan der männlichen Lust – aus Männer-Sicht. Denn die besondere Beziehung zwischen einem Mann und seinem besten Stück erfordert die Klärung einiger grundsätzlicher Dinge, wenn dann noch eine Frau dazukommt.

Die Morgenlatte

Glauben Sie mir: Eine Morgenlatte ist kein Vergnügen. Man kann nicht pinkeln, obwohl es dringend nötig wäre – und wer eine Freundin wie Miri hat, dem droht auch noch Beziehungsärger. Mit Miri war ich vor einem Jahr zusammen. Ständig warf sie mir vor, ich hätte nur Sex im Sinn.

Stimmte ja auch. Aber stellen Sie sich mein überraschtes Gesicht vor, als Miri mich eines Morgens anmeckerte, weil ich keinen Sex wollte. „Gib’s zu, du willst schon, bloß nicht mit mir. Ich seh doch, dass du scharf bist“, schimpfte sie und deutete auf die verräterische Ausbuchtung meiner Boxershorts.

Sie stieg wütend aus dem Bett und ich tippte hektisch „Morgenlatte“ bei Google ein, um ihr dann zu sagen, was ich nun auch Ihnen sage: Ein morgendlicher Ständer ist bloß das harmlose Ergebnis der REM-Phasen im Schlaf. Puls und Atmung legen einen Zahn zu und heben unseren besten Freund in die Höhe. Egal ob wir dabei von Mila Kunis oder Philipp Rösler träumen.

Don’t call it „Glied“

Stellen Sie sich folgendes Schauspiel vor: Sie sind mit einem Mann im Schlafzimmer, fallen wie die Tiere übereinander her – und dann sagt er zu Ihnen: „Lass mich deine sekundären Geschlechtsmerkmale liebkosen.“ Gar nicht heiß, stimmt’s?

Und aus dem gleichen Grund bremst mein Puls auch jedes Mal auf Leichenstarre ab, wenn mir eine Frau erzählt, was sie mit meinem „Glied“ anstellen möchte. Dabei fühle ich mich jedes Mal in die siebte Klasse zurückversetzt: Aufklärungsunterricht bei Frau Hennrich. Die 55-jährige Biologielehrerin beschrieb anhand einer Anatomiekarte, was der Mann mit seinem Glied in der Vagina der Frau anstellt.

Solche Fantasien wollen Sie sicher nicht bei Ihrem Liebsten wecken. Noch schlimmer wäre bloß noch „Winnie Puuh“. Wir Männer möchten uns beim Sex animalisch und schmutzig fühlen. Böse. Darum heißt es ja auch „dirty talk“. Ausdrücke aus dem Schulbuch haben im Bett nichts verloren.

Prinzipiell gilt aber: Ein Kosename ist durchaus erlaubt – aber er muss eben männlich, schmutzig und/oder monströs klingen (Vorsicht: Wir reagieren sensibel, wenn es um unser bestes Stück geht. Hat Ihr Partner einen Mikropenis, nennen Sie ihn nicht „Riesen-Boa“.). Ein paar Anregungen: Schwanz, Lümmel, Tiger, King, Grizzly, Riemen, Keule, Lustknüppel”…… Und setzen Sie um Himmels willen keine verniedlichende „-chen“- oder „-i“-Endung dahinter!

Der Griff gegen den Schnellschuss

Ich werde jetzt etwas tun, was ich niemals tun wollte – ich werde vom Fiasko meiner Entjungferung erzählen: Ich war 19 und furchtbar nervös. Mit pochendem Herzen und zitternden Fingern tat ich alles, was ich aus Pornofilmen kannte – und nach 90 Sekunden stand ich kurz vor dem Orgasmus und konnte gerade noch ein „Drüüüück“ rauspressen.

Ich hatte mal gehört, dass man den Samenerguss durch Abdrücken des Penis hinauszögern kann. Ich dachte, meine erfahrene Freundin wüsste dann, was zu tun ist. Wusste sie nicht. Also: Bei der Squeeze-Methode (deutsch: Quetsch-Methode) drückt die Partnerin den Penis kurz vor dem Höhepunkt am Übergang von Schaft zur Eichel am Vorhautbändchen für ein paar Sekunden zusammen.

Das quetscht die Harnröhre ab und stoppt den Ejakulationsdrang. Alternativ verzögern zwei Finger am Damm den Erguss, da müssen Sie dann aber ordentlich zudrücken. 

Haben Sie keine Angst, ihn zu verletzen

Eine Zeit lang lag mir mein Kumpel Finn immer wegen seiner damaligen Freundin in den Ohren. So wie er es schilderte, muss Sonja gedacht haben, sein Penis sei aus Porzellan: Einmal zu fest mit der Hand drangekommen und die Beziehung ist ein Scherbenhaufen.

Vielleicht lachen Sie jetzt, aber Sonja ist leider kein Einzelfall: Egal wie wild das Vorgeplänkel auch ist, wie schmutzig die Worte sind, sobald es Richtung Süden geht, behandeln Sie unser bestes Stück wie ein rohes Ei. Als hätten Sie Angst, Ihr Spielzeug zu zerstören. Dabei hat der Penis keinen Knochen, den ihr brechen könntet, und er ist auch nicht besonders sensibel.

Jedenfalls am Schaft (an der Eichel und den Hoden vielleicht besser nicht ganz so fest zudrücken). Für einen Dieter Bohlen’schen Penisbruch müssten Sie schon im wildesten Galopp plötzlich abrutschen oder versuchen, Krümmungen glatt zu biegen. Also langen Sie vor allem im Schluffi- oder Halbmast-Status ordentlich zu. Behandeln Sie den Penis wie einen Muskel.

Und nichts ist unbefriedigender als ein Masseur, der die Muskeln nur sanft streichelt, anstatt ordentlich zu kneten, hab ich nicht recht?

So möchten wir den Blow­job

Nein, die Frau muss nicht unbedingt schlucken. Das haben Sie sich doch jetzt gleich gefragt, stimmt’s? Mir ist am liebsten, ich darf die Sache auf den Brüsten meiner Freundin zu Ende bringen, ich hatte erst eine Partnerin, die die Chose in bester Dschungelprüfungsmanier runtergeschluckt hat.

Prinzipiell ganz praktisch, aber dann gab sie mir plötzlich mit dem gleichen Mund, in dem sie gerade noch dieses widerliche Zeug hatte, einen Zungenkuss. Männer finden Sperma nicht lecker, sie erwarten auch nicht, dass es Frauen anders geht. Wichtig für ein gutes Blaskonzert: Versteifen Sie sich nicht nur auf den Penis, sondern statten Sie mit Ihrer Zunge auch der Nachbarschaft (Oberschenkelinnenseite, Hoden, Damm) einen Besuch ab.

Bieten Sie Variation: Mal schneller, dann wieder langsamer den Kopf heben und senken. Nicht nur saugen, sondern abwechselnd auch lecken und die Zunge mal um die Eichel und mal um das Bändchen kreisen lassen.

Und klar: Je tiefer Sie ihn in den Mund nehmen können, umso besser. Dabei bitte immer schön die Zähne weglassen! Bitte zeigen Sie, dass Sie dabei auch Spaß haben – sonst bekommen wir noch ein ganz schlechtes Gewissen.

Die Dinge richtig in die Hand nehmen

A. Befeuchten Sie Ihre Hand mit Gleitgel oder einer Lotion.

B. Setzen Sie sie an der Mitte des Penis an und umschließen Sie ihn.

C. Stellen Sie sich vor, Sie rennen dem Bus hinterher und halten ein Baguette in der Hand, das nicht fallen darf. so viel Druck ist genau richtig.

D. Ein harter Penis hat wenig Spielraum. also bitte nicht wild daran herumbiegen.

E. Bewegen Sie die Hand in einer fließenden Bewegung auf und ab. Bei der Äufwärtsbewegung können Sie fester zudrücken, zum Körper hin lieber sanfter. Variieren Sie das Tempo.

F. Streicheln Sie mit dem Daumen ab und zu über das Penis-Köpfchen. Weitere Stellen, die eine Berührung lohnen: Das Bändchen unter der Eichel und der Damm.

G. Das ständige Auf und Ab kann Ihr Liebster auch selbst – und tut es wahrscheinlich öfter. als Hauptgang ist uns der Handjob zu dürftig, aber falls sie mal keine Lust auf Sex haben, ist er eine tolle Ersatznummer!

Darum machen wir so ein Aufheben um die Penisgröße

Seit Jahren höre ich immer wieder den Satz: „Auf die Größe kommt es nicht an.“ Entschuldigung, aber das ist kompletter Unfug. Auf die Größe kommt es sehr wohl an.

Nichts ist wichtiger. Für uns Männer . Oder warum glauben Sie, hat jeder Mann schon mal bei sich dort unten das Maßband angelegt? Wir sind überzeugt: Ob wir beim Sex eine gute Figur abgeben oder von den Frauen als schlecht im Bett bewertet werden, hängt von der Penisgröße ab. Großer Penis=Sexgott, kleiner Penis=Schmusepony.

Auch unter Männern ist ein großes Geschlechtsteil immer noch ein Statussymbol. Ein ganzer Mann braucht einen großen Penis, so lautet das Gesetz. Und wer den nicht hat, der greift auch mal zur Penispumpe – das ist immer noch besser als das, was die Topinama-Indianer machen: Die lassen sich für einen sechsmonatigen Riesenlümmel von einer bestimmten Giftschlange beißen.

Ganz gleich, wie viele Zentimeter er misst und welchen Wert Frauen darauf legen – eins darf der Penis auf gar keinen Fall sein: Kleiner als der von ihrem Exfreund.

Das Gefühl beim männlichen Orgasmus

In erster Linie ist er kurz. Wirklich sehr kurz. Ein bis zwei Sekunden, vielleicht drei – aber das ist dann schon ein Alle-Hundert-Jubeljahre-Wahnsinnsfick-Orgasmus. In einer TV-Reportage verglich mal ein Fernsehmensch den männlichen Orgasmus mit einer Welle. Erst wird sie mächtiger und mächtiger – und dann bricht sie sich mit Krawumms.

Mein Kumpel Basti sprach neulich beim vierten Bierchen die weisen Worte: „Der Samenerguss ist Niesen aus dem Schwanz.“ Ich stimme beiden zu. Erst der sich aufbauschende Druck, als müsste man dringend pinkeln, dann die große Erleichterung und der kurze Kontrollverlust beim Ausschuss.

Vielleicht ist es ja kein Zufall, dass laut britischen Ärzten manche Menschen niesen müssen, wenn sie an Sex denken.

Die Hoden

Bei aller Dominanz, die so ein prächtiger Penis ausübt, vergessen die meisten Frauen leider die darunter schwingenden Hoden. Sehr ärgerlich. Das Säckchen selbst ist vergleichsweise unempfindlich, deswegen sollten Sie beim Kraulen einfach alles, was runterhängt, in der Handfläche parken und dann mit den Fingerspitzen am Übergang vom Hodensack zum Damm tätig werden.

Das fühlt sich sensationell an! Dort dürfen Sie übrigens gerne etwas fester zudrücken – bei den Eiern selbst bitte nicht, auch wenn die ähnlich wie der Penis mehr aushalten, als Frauen (und viele Männer auch!) gemeinhin annehmen.

Der Punkt ist bloß: Wenn Sie zu fest zulangen, fühlt sich das an, als würde man einen Fußball in den Unterleib gebolzt bekommen. Deswegen riskiert jede Frau, hochkant aus dem Bett geschubst zu werden, wenn sie da ungefragt rabiat wird!

Gekonnte Starthilfe

Am Morgen nach der ersten Nacht mit seiner neuen Freundin traf mich Finn im McDonald’s. Zum Krisengespräch. „Alter, das war peinlich“, sagte Finn. „Ich habe zwei Stunden gebraucht, ihn hochzubekommen. Und als er stand und sie das Gummi anlegen wollte, fiel er wieder in sich zusammen.

Alter Däne, war ich vielleicht nervös.“ Zur Erklärung: Die Errektion eines Mannes hat drei Todfeinde – Alkohol, Stress und Kälte. Also bringen Sie Ihren Betthüpfer erst mal ins Warme, halten Sie ihn vom Bier fern, sorgen Sie dafür, dass er sich entspannen kann. Was Sie jetzt noch tun können, damit sein Kolben auf Temperatur kommt: Berühren Sie den Mann.

Besonders gerne mögen wir es an den Brustwarzen, der Innenseite der Oberschenkel und im Gebiet zwischen Bauchnabel und Intimbereich. Merke: Lieber über und neben dem Penis anfassen, als voll draufzulangen.

Unser Penis liebt Experimente …

Mein ehemaliger Arbeitskollege Andi ist kein sehr cooler Typ. Harry-Potter-Brille, zur Arbeit fährt er mit dem Rad und auf dem iPod hört er Antonín Dvoráks Symphonie Nummer 9. An Neujahr rief er mich an: „Max, ich habe mich verliebt.“ Andi verliebt sich in jede schöne Frau, also blieb ich erst mal skeptisch.

„Wir hatten gestern Sex“, erklärte er. „Sie hat mich gefragt, ob ich auf Bondage stehe. Noch nie ausprobiert, aber bitte, soll sie mir halt die Hände fesseln, dachte ich mir. Ha, weit gefehlt. Den Schniedel hat sie mir abgebunden. Und Alter, war das vielleicht geil.“

Seitdem sehe ich Andi mit anderen Augen – aber ich kann ihn verstehen. Ab und zu mal eine kleine Überraschung wünschen sich einfach alle Männer. Das fachmännische Abschnüren sollten Laien nicht nachmachen. Müssen sie auch nicht. Schon das Überziehen des Kondoms mit Ihrem Mund gehört zum Standard-Repertoire erotischer Männerfantasien.

Sie können auch gerne mal Ihren Vibrator mitbringen und damit die Peniswurzel buzzern. Oder Sie widmen sich mit Ihrer Zunge diesem kleinen Häutchen, das die Vorhaut mit dem Schaft verbindet. Da schnurren wir wie Kätzchen ...

… und wir lieben unseren Penis!

Nicht falsch verstehen, damit meine ich nur den eigenen Penis. Beim Anblick fremder Schwengel biegt’s mir die Fußnägel nach oben. Aber mein Penis – ein toller Typ. Jawoll, Typ, nicht Körperteil. Schließlich geben Männer ihrem sogar einen Namen. Mein bester Freund heißt „Little Max“.

Finn nennt seinen zum Beispiel „Jolly Jumper“. Vielleicht halten Sie uns jetzt für verrückt, aber mal ehrlich, haben Sie noch nie ein Auto geliebt und ihm einen Namen gegeben? Und das ist nur ein Blechhaufen. Ich spreche hier von jemandem, der die Macht hat, Orgasmen zu schenken und mich zum Vater zu machen.

Wie es sich für einen Freund gehört, hat er seinen eigenen Kopf, der nicht immer das macht, was ich möchte. Manchmal lotst er mich nach dem ein oder anderen Bier ganz schön in den Schlamassel bzw. ins falsche Bett. So jemanden kann man doch nicht gleichsetzen mit geistlosen Teilen wie dem dicken Zeh.

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