Der Supermond kommt: So groß war er seit 1982 nicht mehr

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So groß war der Vollmond schon seit Jahreszehnten nicht mehr

So groß und hell war der Mond schon seit 30 Jahren nicht mehr zu sehen! Diesen Termin sollten Sie sich im Kalender eintragen.

"Einen 'Supermond' haben wir doch alle 14 Monate..." Ja, aber so einen Supermond wie diesen hatten wir zuletzt im Jahr 1982 und werden wir das nächste Mal erst 2033 haben.

In der Nacht vom 27. auf den 28. September sehen wir den Mond so groß und voll wie schon lange nicht mehr.

Ihnen kommt diese Nachricht irgendwie bekannt vor? Ja, letzten Jahr, 10. August 2014 hatten wir schon einmal einen Supermond, der so groß war, wie schon seit 20 Jahren nicht mehr. Jetzt, am 28. September 2015, kommt der Mond der Erde nochmal 20 Kilometer näher als im Jahr zuvor.

Was ist ein Supermond?

Von einem "Supermond" spricht man, wenn der Mond der Erde näher ist als 367.607 Kilometer. Dadurch, dass der Mond der Erde dann besonders nah ist, erscheint er besonders groß (etwa 14 Prozent größer als sonst) und hell (etwa 30 Prozent heller). Das kommt häufiger vor, da der Mond unsere Erde nicht kreisförmig umrundet, sondern in einer Ellipse. Allerdings haben wir meist einen "Supermond", wenn der Mond gerade nur sichelförmig zu sehen ist oder gar Neumond ist. Dann ist es mit bloßem Auge schwer zu erkennen, dass der Mond gerade größer ist als sonst.

Einen SuperVOLLmond erleben wir etwa alle 14 Monate. Dann sehen wir den Supermond nicht nur in voller Pracht, jetzt zeigt seine Nähe zur Erde besondere Wirkung. Er ist strahlend hell und besonders groß. Allerdings sehen wir diese Veränderung am ehesten, wenn der Mond in Nähe des Horizonts ist: Nur wenn Häuser oder Bäume als Relation im Sichtfeld sind, erscheint die Größenveränderung so massiv.

Gleichzeitig ist eine Mondfinsternis

Bei uns in Mitteleuropa ist in den frühen Morgenstunden des 28. Septembers auch noch gleichzeitig eine totale Mondfinsternis zu sehen: Um 3.07 Uhr tritt der riesige Vollmond in den Kernschatten unsere Erde ein. Von 4.11 bis 5.24 Uhr befindet er sich vollständig im Schatten: Die Finsternis ist total.

Der Mond scheint dann in rotem Licht. Er ist ein sogenannter "Blutmond". Durch die Lichtbrechung der Erdatmosphäre erreichen einige Lichtstrahlen dennoch den Mond und das trotz der totalen Finsternis. Dabei gelangen vor allem die roten Anteile des gebrochenen Lichts auf die Oberfläche des Trabanten.

Es gibt Verschwörungstheoretiker, die behaupten, ein Blutmond sei ein schlimmes Zeichen. Speziell dieser Blutmond sei angeblich ein Zeichen für die nahende Apokalypse, da es der vierte Blutmond innerhalb von zwei Jahren ist, also das Ende eine "Tetrade" - aber das ist wohl eher ein Aberglaube.

Was hat der Supermond für Folgen für uns?

Einen tollen Anblick! Mehr nicht.

Da die Mondbahn um unsere Erde ellipsenförmig ist, ist der Mond, wie oben bereits erwähnt, unserer Erde häufiger besonders nah. Und sonst merken wir doch auch nichts davon, oder?

Ja, dieses Mal ist der Mond der Erde besonders besonders nah, aber auch das reicht noch nicht, um bei uns irgendetwas zu bewirken.

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