Dessous-Kampagne provoziert mit Abhörskandal

blush berlin kampagne
Das Kampagnen-Motiv von blush Berlin sorgt für Gesprächsstoff.
Foto: PR

Werbe-Slogans von Lingerie-Firma blush Berlin

Das Dessous-Label blush Berlin liebt es zu provozieren - und zeigt damit, wie politisch Unterwäsche sein kann. Die neueste Werbe-Kampagne spielt mit dem Abhörskandal rund um Edward Snowden. Wir zeigen die Bilder.

Eine hübsche Frau lächelt uns im transparenten Mieder entgegen, um sich geschwungen ein schwerer Strick-Cardigan. Über ihre Schultern fallen die braunen Locken, ihr Blick ist lasziv. Eine ganz normale Dessous-Kampagne, oder? Wäre da nicht der Spruch, der neben dem Model prangt: "Dear Barack, is this the reason to keep on spying Berlin?" ("Lieber Barack, ist das der Grund Berlin weiterhin auszuspionieren?"). Dahinter steckt das Hauptstadt-Label blush Berlin, 2001 von Claudia Kleinert gegründet.

Schlagwörter wie Edward Snowden, Überwachung, NSA oder PRISM beherrschen seit über einem Jahr die Schlagzeilen. Das Berliner Lingerie-Label blush Berlin macht sich genau diesen Abhörskandal mit zwei Werbe-Motiven jetzt zunutze.

2007 schaltet Claudia Kleinert die erste "politische" Anzeige für blush Berlin: Zuerst ein Bild aus Ursula von der Leyens Wohnzimmer mit dem Firmen-Logo, dann ein Wäsche-Motiv mit dem Schriftzug "Dear Swiss, do you really want to keep me out?", ein Plakat mit "Lieber Christian, so geht Transparenz" neben einem Model mit durchsichtigem Oberteil oder auch der Spruch "Dear USA, no wonder you want to fuck the EU" auf einem Dessous-Foto als Anspielung auf US-Diplomatin Victoria Nuland, die mit ihrem "Fuck the EU"-Telefonat auf sich aufmerksam machte.

blush Berlin macht nicht nur schöne Wäsche - verspielte Stoffe, sinnliche Schnitte und alles andere als Porno - sondern bringt uns mit seinen politisch motivierten Werbe-Botschaften auch noch zum Schmunzeln.

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