Detox your life!

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Detox your life
Foto: Thinkstock

Frühjahrsputz für Wohnung und Seele

Krimskrams, den wir nicht mehr brauchen, Gewohnheiten, die uns nicht guttun: Jetzt ist die beste Zeit, um sich davon zu befreien. So machen Sie Ihr Zuhause und Ihr Leben frühlingsfit.

Einfach anfangen

Die Aussicht, einen ganzen Tag im staubigen Keller zu verbringen, schreckt Sie ab? Sie müssen nicht alle Ausmist-Projekte auf einmal angehen. Nach einer halben Stunde können Sie entweder ohne schlechtes Gewissen aufhören – oder weitermachen, wenn Sie gerade so gut in Schwung sind.

Klartext statt Kisten

Ausmist-Experten haben lange empfohlen, Dinge, bei denen Sie sich unsicher sind, ob Sie sie behalten wollen oder nicht, in eine Kiste zu packen und nach sechs Monaten zu überprüfen, ob Sie sie vermisst haben. Marie Kondo, Autorin des Bestsellers „Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ (rororo, um 10 Euro), rät zu einer simpleren Methode:

„Nehmen Sie jedes Ding in die Hand und überprüfen Sie, was es in Ihnen auslöst. Gutes Gefühl? Darf bleiben. Negativ? Weg damit, und zwar endgültig!“ Wichtig: Nur Durchgucken reicht nicht, so Kondo: „Der Dreh- und Angelpunkt dieser Herangehensweise ist, dass man jeden Gegenstand in die Hand nimmt, es kommt auf den taktilen Reiz an.“

In Kategorien denken

Gehen Sie strategisch vor: Widmen Sie sich jeweils einer Kategorie von Produkten (z. B. Kleidung, Bücher, Erinnerungsstücke). Tragen Sie dazu alle „Kandidaten“ aus der ganzen Wohnung zusammen und schauen Sie sie durch. Der Vorteil: Wenn Sie Ihre fünf weißen Blusen auf einem Haufen sehen, fällt es Ihnen bestimmt leichter, sich von einer (oder zwei?) zu trennen.

Geschenkt ist geschenkt!

Wenn es nach Ihnen ginge, würden Sie das hässliche Teeservice von Tante Tilly oder den nett gemeinten, aber leider nicht Ihrem Geschmack entsprechenden Bildband, den Ihre Dinnergäste neulich mitgebracht haben, sofort entsorgen? Dann tun Sie es! „Ein Geschenk hat seinen Zweck – nämlich, Ihnen ein gutes Gefühl zu geben, Dankbarkeit aus-zudrücken etc. – bereits in dem Moment erfüllt, in dem es überreicht wurde“, argumentiert Marie Kondo.

Best of und Fototrick

Behalten Sie von den Zeichnungen Ihrer Kinder oder den Geschenken Ihres Liebsten nicht den ganzen Stapel, sondern jeweils nur eines, das Sie für ganz besonders halten. Funktioniert auch super: Machen Sie ein Foto, zum Beispiel vom verwaschenen Lieblingsshirt, und werfen Sie Letzteres dann weg. So bleiben die Erinnerungen daran erhalten, ohne dass sie Platz beanspruchen.

Sorgen sortieren

Bedrücken Sie Probleme, seien Sie ehrlich mit sich: Sind die Gedanken, die Sie sich gerade machen, produktiv oder unproduktiv? Wenn Sie viel aneinem Jobprojekt herumdenken : positiv. Wiederkäuen, was Sie im Meeting Dummes gesagt haben: unnötig!

Aktiv werden

Fragen Sie sich: Welchen kleinen Schritt kann ich jetzt machen, damit dieses Problem gelöst wird (und sich nicht zu einer Sache ausweitet, die mir wochenlang schlaflose Nächte bereitet)? Dann gehen Sie es an, das reduziert den Grübelfaktor erheblich!Kopfkino anhalten

Belastendes mit einer guten Freundin oder dem Partner durchzusprechen kann helfen – aber nur, wenn man es richtig macht: Benennen Sie das Gefühl, das Sie gerade plagt (ich bin wütend/ängstlich/enttäuscht etc.) – das entlastet. Aber diskutieren Sie die Lage nicht bis ins kleinste Detail aus. Studien haben gezeigt, dass gemeinsames Grübeln unter Freundinnen zu einem Anstieg des Stress-hormons Cortisol im Blut führen kann.

Läster-Pause

Versuchen Sie, im Büro 30 Tage lang keine Lästereien weiterzutratschen oder selbst zu starten. Wenn wir negativ über andere sprechen, schaden wir nämlich immer auch uns selbst: weil wir die strengen, verurteilenden Kriterien, nach denen wir andere messen, auch an uns selbst anwenden – und dabei meistens nicht gut abschneiden.

Termin zum Grübeln

Wenn Sie das nächste Mal schlecht drauf sind oder nicht von einem Problem wegkommen: Machen Sie einen Termin mit sich aus. Setzen Sie sich eine Zeit, zu der Sie sich hemmungsloses Grübeln erlauben, etwa „zwischen 18 und 19 Uhr werde ich mich diesen Themen voll und ganz widmen“. Dann wenden Sie sich wieder Wichtigerem zu. Wetten, dass sich das Problem bis dahin oft schon von selbst erledigt hat?

Wer tut mir gut?

Machen Sie sich klar, wie stark Ihr Wohlbefinden von den Leuten abhängt, mit denen Sie sich umgeben. Suchen Sie also Kontakt zu den Menschen, die Ihnen guttun. Für Energieräuber gilt: Freundschaften, die Sie nicht erfüllen, müssen nicht mit großem Drama in einem Streit enden – es genügt, sie langsam einschlafen zu lassen. Etwa, indem man die nächsten Einladungen ablehnt oder keine E-Mails mehr schickt. Anders sieht es aus, wenn ein ungeklärter Konflikt schwelt: Dann sollten Sie das Problem mit der Person klären, damit Sie Ihren Frieden finden.

Keine Chance dem schlechten Gewissen

Zu viel genascht, die Wohnung nicht aufgeräumt, den Geburtstag des Patenkinds vergessen – begegnen Sie solchen nagenden Selbstvorwür-fen, indem Sie aktiv werden. Nach der Snack-Orgie einen ausgedehnten Spaziergang machen oder eine Runde joggen, dem Patenkind ein verspätetes Geschenk schicken. Wenn die Gedanken trotzdem wieder auftauchen, hinterfragen Sie Ihre Ansprüche. Sind Sie zu streng mit sich? Welche Glaubenssätze haben Sie verinnerlicht, die Sie glauben erfüllen zu müssen?

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