Diabetes: Steigert exzessiver Alkoholkonsum das Risiko?

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Alkoholkonsum fördert Diabetes.
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Gefährlicher Genuss

Dass ein exzessiver Alkoholkonsum der Gesundheit schadet, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Jetzt soll er sogar Diabetes begünstigen. Einer neuen Studie zufolge steht Komasaufen bzw. Rauschtrinken nämlich im Verdacht, die Insulinresistenz zu erhöhen. Damit steigt das Risiko für Diabetes erheblich.

Erstes Studienergebnis auf Basis von Tierversuchen

Maßloser Alkoholkonsum kann bei Ratten zu ersten Symptomen von Diabetes führen, wie eine neue Studie internationaler Forscher belegt. Die Wissenschaftler wollten untersuchen, welche Folgen das sogenannte Komasaufen nach sich ziehen kann. Unter Komasaufen versteht man bei Frauen das Trinken von vier und bei Männern der Konsum von fünf alkoholischen Getränken innerhalb von zwei Stunden.

Bei den Nagetieren führte das Rauschtrinken zu einer Insulinresistenz und damit zu ersten Symptomen von Typ-2-Diabetes. Die Forscher schlussfolgerten daraus, dass bei einem exzessiven Alkoholkonsum das Risiko einer Diabetes-Erkrankung erheblich steigt. Jetzt muss noch untersucht werden, inwiefern dieses Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist.

Bei bestehender Diabetes: Alkoholkonsum ist kein Tabu

Patienten, die bereits an Diabetes erkrankt sind, müssen übrigens nicht komplett auf Alkohol verzichten. Sie sollten ihn aber in Maßen genießen, da es sich bei Alkohol um ein Zellgift handelt, dass möglicherweise bereits durch Diabetes geschädigte Organe angreifen könnte. Außerdem besteht das Risiko, dass ein Diabetiker unterzuckert, weil die Leber gerade mit der Alkohol-Entgiftung beschäftigt ist. Vor allem bei Typ-2-Diabetes kann Alkohol zusätzlich zu Störungen des Fettstoffwechsels führen. Die Folgen können Bluthochdruck und Übergewicht sein.

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